Re:Verse - Prolog

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Es war nicht die Frage wie sondern wann.

Durch die eingeschlagene Fensterscheibe kann sie es beobachten.

Sie rennt direkt so schnell die Füße sie tragen los.

Die Waffe, gerichtet auf den Mann, am Boden kniend, aufgerissene Augen, Blick auf seinen blutverschmierten Arm. Um Ihn herum türmten sich meterhohe Säulen auf, die das einstürzende Gemäuer vor dem Zusammenbruch schützten. Der Wind pfiff durch die Ritzen der Wände und durch die offenen Fenster und wirbelte den Umhang Damians auf. Ein Arm verdeckt unter seinem Mantel. Sein Gesicht verborgen durch pechschwarze Haare. Ein verschmitztes Grinsen. Der Kragen aufgestellt, die Haltung zur Seite und die linke Hand nach rechts ausgestreckt, starr mit dem Finger am Abzug. Der verwundete Mann, auf den die Pistole gerichtet wurde, öffnete den Mund um etwas zu sagen. In seinen Augen Tränen, ein schmerzverzerrter Blick. Der Mund öffnete sich mit zitternden Lippen, aber das einzige was er noch herausbekommt. Ist ein leises, stammelndes „Wieso?". Der Blick seines Gegenübers verzieht sich zu einem hässlichen breiten Grinsen. Doch bevor sich der Schuss löst, wird der Arm des Fremden mit der Waffe festgehalten und sie, eine Frau, grade volljährig, die besten Jahre ihres Lebens noch vor sich liegend, schaut ihm in die Augen.

„Hör auf bitte!": schreit sie ihn an. Der Blick von ihr geht hinüber zu dem Verwundeten.

Die Hand betätigte den Abzug der Waffe, ein Schuss löst sich und schlägt im Boden dahinter ein.

Blut rinnt am Kopf die Nase herunter, die Augen starr und der Mund geschlossen. Ein klaffendes Loch im Kopf des Mannes, als er in sich zusammensackt. „Nein". Sie bricht in Tränen aus.

Rauch umhüllt den Raum um sie herum und so kann sie nur das kalte Metall am Kopf fühlen als sich der Mann mit der Waffe zu ihr umdreht - und seine Stimme durch den Raum hallt „Es tut mir leid." Dann drückt er ab - ein ohrenbetäubender Knall erfüllt den Raum.

Doch plötzlich zieht ein neun Millimeter Projektil ganz knapp an seiner Schädeldecke vorbei und durchbricht den Rauch um ihn herum. Seine Haare leicht angekokelt blickt er zu dem Mädchen, welches gerade in sich zusammenfällt und auf dem Boden liegen bleibt. Die Mittagssonne durchbricht den Rauch und gibt den Blick auf den Mann frei, der den Schuss abgefeuert hat. Er trägt ebenfalls einen Mantel mit aufgezogener Kapuze. Stille - dann setzt der unbekannte einen Fuß nach hinten und wirft im nächsten Moment seinen Körper nach vorne. Die Waffe von Damian richtet sich auf ihn, doch bevor er schießen kann setzt der Maskierte zum Sprung an. Er reißt Damian den Arm nach oben und wirft ihn gegen die Wand hinter ihm. Das Gemäuer gibt nach und es löst sich Staub von der Wand. Die Waffe fällt ihm aus der Hand. Sein Arm zusammengedrückt von seinem Widersacher. Angestrengter Blick. „Wer bist du?" fragt Damian. Keine Antwort. Der Maskierte nimmt seine Hand zurück und schlägt seinen Kopf Rücklinks gegen die Wand. Damian zieht seine versteckte Hand unter dem Mantel hervor und gibt jetzt den Blick auf ein Messer frei. Er dreht es blitzschnell, holt aus und sticht dem Maskierten damit in den Bauch. Blut spritzt. Der Maskierte löst die Hand von seinem Gesicht und verzerrt den Mund vor Schmerzen. Dann legt er ein leichtes Grinsen auf.

Damian schaut ihn verdutzt und ein bisschen erschrocken an. Da spürt er ebenfalls einen stechenden Schmerz in der Magengegend. Er fasst sich an den Bauch und spürt etwas Warmes. Als er seine Hand anschaut sieht er das sie Blut verschmiert ist. Sein Blick wird angsterfüllt und er zieht sofort das Messer aus dem Bauch seines Gegenübers und lässt es fallen. Schweres Atmen auf beiden Seiten.

Der Maskierte löst sich von der Wand, lässt ihn los und geht.

„Du wirst es noch früh genug verstehen.", sagt der Fremde als er durch ein offenes Fenster verschwindet.

„Wer bist du?" schreit Damian noch einmal durch den Raum - doch der Schall prallt nur wieder zurück und verstummt daraufhin wieder im Raum. Der Blick von Damian geht hinüber zu der auf dem Boden liegenden Pistole.

Er hebt sie auf und wirft einen Blick in Richtung des toten Mannes und der dort liegenden Frau, geht dann aber langsam in Richtung der Tür und beschließt

sich bei seinem Auftraggeber nach seinem nächsten Auftrag zu erkundigen.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Feb 26, 2020 ⏰

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