Xalbar Feueraxt

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Vor 100 Jahren beginnt meine Geschichte. Ich wurde in Jötunheim geboren. Einer Mächtigen Stadt der Zwerge. Genauer gesagt der Hügelzwerge. Unsere Vorfahren benannten sie nach dem Vorbild der Mythologie. Im Gegensatz zu unseren Brüdern der Hügelzwerge, bauten wir unsere Stadt in einem riesigen Berg. Als zweiter Sohn von Barduim dem Hammer, einer der besten Schmiede, war mir schon viel Verantwortung in die Wiege gelegt worden. Von klein auf wusste ich mit dem Hammer umzugehen, das Blasebalg zu bedienen und das Eisen zum glühen zu bringen. Jedoch, da ich etwas schmächtiger zu meiner Geburt als mein Bruder war, hatte mein Vater mehr Hoffnung in ihn gesetzt als in mich. Ich versuchte immer wieder seine Aufmerksamkeit zu bekommen, mit kläglichen Erfolg. Seine Aufmerksamkeit galt nur Barn, meinem großen Bruder.

Als Kind hatte ich kaum Freizeit, da ich immer in der Schmiede war und arbeitete. Die Arbeiten meines Bruder zu übertreffen, das war mein Ziel. Ich wurde mit jedem geschmiedeten Schwert, jeder geschliffenen Axt und jedem Schild immer besser, jedoch nie so gut wie mein Bruder. Es war eine einzige Enttäuschung und ich war eine für meinen Vater. Egal wie scharf meine Klinge des neusten Schwertes war, sie war nie scharf genug. Egal wie stabil der Griff der Axt war, in seinen Händen zerbrach jeder. Von den Schilden gar nicht zu sprechen.

Mit 30 Jahren ging ich dann in die Ausbildung unter den strengen Augen meines Vaters. Für 20 Jahre sollte ich nun von ihm lernen und ich schwor mir mich bis auf die Knochen ab zu schuften um seine Künste zu lernen. Das erste Jahr sollte ich nur die Schmiede sauber halten. Auch wenn ich schon Jahrelang Erfahrung habe im schmieden, ließ er mich die Arbeit eines Sklaven erledigen. Ich putze und fegte, säuberte den Amboss, brachte die unbenutzbaren Kohlen nach draußen, befreite das riesige Blasebalg von der Asche und putze jedes einselne Werkzeug. Ein Jahr lang tat ich dies jeden Tag. Nicht nur in der Woche, auch am Wochenende. Man beachte ich war noch ein Kind, jedoch schon so stark wie einige Männer der Stadt. Durch die harte Erziehung meines Vater, die ständige Arbeit hatte ich eine Kraft aufgebaut welche man sich bei einem Kind kaum vorstellen kann.

In meinem 10 Jahr bei meinem Vater ließ er mich mein erstes Schwert schmieden. Durch die arbeiten zuvor kannte ich seine Schritte in und auswendig. Ich schmiedete ein Schwert welches eines meines Vater zu ähnlich war. Er testete es und befand es für minderwärtig. Als ich ihn vor Frust fragte wieso, antwortete er nur, ich solle meine Seele, mein Schweiß und mein Blut in ein Schwert stecken und nicht die arbeit eines Anderen kopieren. Ich verstand es zu erst nicht und stürmte aus der Schmiede. Mein Bruder, welcher seine Ausbildung bei unserem Vater schon lange beendete, lief mir entgegen und begrüßte mich freundlich. Ich ignorierte ihn. So einen fröhlichen Menschen konnte ich nicht gebrauchen, nicht nach dieser Schmach.

Ich lief zu den Mauern und an ihnen entlang. Ein kleiner Gang führte an den Mauern vorbei, gerade so groß das sich ein Zwerg meiner Größe hinduch quetschen konnte. Es war ein alter Gang aus der Zeit meiner frühen Kindheit. Wenn ich mal Freizeit hatte verbrachte ich sie mit Ilgrim. Er war schon immer mein bester Freund, da er am gleichen Tag zur gleichen Zeit wie ich geboren wurde. Somit hatten wir eine geistige Verbindung geschaffen von der wir zu dem Zeitpunkt an noch nichts wussten. Als ich diesen Gang geschaffen habe, so erzählte er mir später, hatte er mich gesehen und ist mir gefolgt, bis zu der Stelle an die ich nun auch rannte. Ein riesiger Baum keine halbe Stunde zu Fuß entfernt von unserer Stadt entfernt. An diesem Baum, schwörten wir uns die ewige Freundschaft und Treue zu ein ander. Nur der Tod konnte uns nun als Freunde trennen. Als ich langsamer wurde, da mir die Puste aus ging, betrachtete ich die Schönheit die mir in die Augen fiel. Jedes mal wenn ich die Stadt verließ war ich erstaunt über diese atemberaubende Landschaft. Durch die ständigen Kriege hatten wir nicht wirklich die Möglichkeit die Welt zu sehen. Nur die Soldaten bekommen diese Welt zu sehen, doch durch dem Druck den sie ausgesetzt sind betrachten sie sie nicht.

Nach den ich 20 Minuten gelaufen war kam ich an dem Baum an. Ich sah einen mir Vertrauten Schatten unter dem Baum. Es war Ilgram und ich wurde froh. Endlich eine Person die mich versteht. Mein Schritt wurde zügiger und meine Stimmung besserte sich. Als ich am Baum angekommen bin, begrüßte er mich mit einem Boxer auf den Arm. Wir setzten uns und ich erzählte ihm von meinem Tag. Als er sich alles anhörte riet er mir, das ich michnoch mal genau mit den Worten meines Vater's beschäftigen solle. Nach einer kurzen schweige Pause fing Ilgrim an zu reden. Er konnte schon immer reden und das stundenlang. Manchmal war es etwas anstrengend aber meistens erlebt er an einem Tag so viel wie ich in einer ganzen Woche. Er erzählte mir an diesem Tag auch von seinem Plan zur Armee zu gehen. Ich war kurzzeitig geschockt und fragte ihn ob er sich dies gut überlegt habe. Auch wenn unsere Truppen viele Schlachten mit wenigen Verlusten schlagen könne, aber es ist trotzdem ziemlich gefährlich. Wir redeten weiter über die Truppen bis es dämmerte. Ilgrim stand auf und reichte mir die Hand. Ich griff seinen Unterarm, er den meinen und zog mich nach oben. Wir liefen wieder zur Mauer und lachten so viel wie schon lange nicht mehr. Als wir angekommen waren, war es fast duster. Leise und vorsichtig krochen wir durch den Gang. Ilgrim vorran, ich dicht hinter ihm. Nachdem wir aus dem Gang rausgekommen sind verdeckte ich ihn mit Ästen und Blättern. Nach einigen Schritten trennten sich unsere Wege und ich ging zur Schmiede meines Vater's. Er saß mit Mutter und meinem Bruder am Tisch. Da sie gerade aßen gerade, also setzte ich mich und machte mir etwas auf. Ich sagte zu meinem Vater, das ich ihn später in der Schmiede sehen möchte. Er nickte nur und wir aßen weiter. Nach dem Essen trafen sich mein Vater und ich in der Schmiede. Ich erklärte ihm, das ich seine Lektion verstanden habe und nun all meine Energie in die Ausbildung stecken würde.

Die nächsten Jahre war mein Vater lockerer, denn ich schmiedete gute Schwerter welche selbst ihm gefielen. Ein Jahr bevor meine Ausbildung endete, schmiedete ich mir eine Axt. Sie war mein Meisterwerk. Scharf wie die Zähne eines Drachen, das Metall so stabil wie die Schuppen einer Wyver und der Griff aus feinstem Holz bearbeitet. Der letzte Handgriff war die Klinge in Alkohol ein zu tauchen und es in die Glut zu legen. Sie brannte lichterloh auf und noch brennend nahm ich sie raus. Ich schwang sie um mich und schlug auf unsere Trainingspuppe ein. Dieser schlag Teilte die Puppe nicht nur ohne Probleme, sondern steckte sie auch in Brand. Als ich inne hielt kam mein Vater zu mir und schaute sich meine Axt an. Es war das erste mal das er sich eine meiner eigenen Schmiedekunst anschaute und lächelte. Er sah mich an und sagte mir, es sei das beste Stück meiner ganzen Ausbildung und das er stolz auf mich sei. In mir kam eine Freude hoch die ich noch nie zuvor gespürt habe. Plötzlich brach er in schallendem aus und sagte mir, er habe einen tollen Namen. Xalbar Feueraxt würde fanstastisch passen. Ich schaute zu ihm, lachte leicht und sagte das er recht habe. Seit jenen Tag nannten nicht nur mein Vater und meine Familie mich so, sondern jeder der mich kannte. Auch stellte ich mich so vor, als ich mich im nächsten Jahr bei den Truppen meldete. An diesem Tage erzählte ich es auch Ilgrim. Dieser war sehr froh, da er sich auch zum Dienst gemeldet hat. Für die nächsten Jahrzehnte werden wir also gemeinsam in Schlachten ziehen. Nur fragte ich mich, was Vater davon halten wird. Als ich an der Schmiede an kam sah ich meinen Vater arbeiten. Mal wieder hat er den Auftrag bekommen ein Dutzend Schwerter zu schmieden. Diese Aufträge kommen fast wöchentlich und er kommt kaum noch mit der Arbeit hinterher. Als ich bei ihm war, bat er mich ihm doch kurz zur Hand zu gehen. Also nahm ich den Griff des Blasebalges zur Hand und zog einmal stark daran. Die Gluten entfachten. Alles glühte feuerrot auf und mein Vater wich einen Schritt zurück. Auch wenn er ein großer Schmied ist, hatte er anscheinend schon sehr lange keine so starke Hitze mehr verspürt. Nach dem wir fertig waren für den Tag setzen wir uns, er reichte mir einen Krug und wir tranken unsere Krüge mit ein paar zügen aus. Ich erzählte ihm von meiner heutigen Tag, jedoch entsprach seine Reaktion nicht meiner Erwartung. Ich dachte er würde vor Wut kaum noch zu stoppen sein, jedoch lächelte er. Er erzählte mir, das er dies schon geahnt habe und sogar fast damit gerechnet. Schon immer war ich ein aufbrausender Junge gewesen und kaum zu bändigen. Er sagte mir, das die Truppen ein guter Ort für mich seien und er jeden Abend für mein Wohl zu den Göttern beten würde. Auch fragte er mich, ob Ilgrim schon etwas davon wüsste. Ich sagte ihm, er habe sich nur auch einige Stunden vor mir freiwillig gemeldet. Mein Vater lachte wieder einmal und sagte, das dies genau zu uns passen würde. Auch ich lachte laut und stimmte ihm zu.

Einige Tage danach begann die Ausbildung...

Die Geschichte von Xalbar FeueraxtStories to obsess over. Discover now