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Die Ankündigungen

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"Haps" der Hase wäre jetzt tot, wenn Runa richtig zugebissen hätte. Sie hielt ihre selbstverständlich unversehrt Beute mit den Pfoten fest und musterte sie. Es war Hoppla ein Hase den sie aus irgend einem Grund ständig fing. Er sah der beigen Wölfin über ihm in die gelben Augen und wartete darauf, dass sie ihn los ließ. Runa ließ das tier laufen und sah ihm nach. Das war noch so ein Hobby von ihr, dass kein Mensch den sie kannte mitmachen könnte. Sich in eine Wölfin verwandeln und irgendwelche Tiere jagen. Runa verwandelte sich wieder in einen Menschen und sah auf ihre Uhr fünf Minuten noch bis es sechs Uhr war. Sie musste sich beeilen um pünktlich um sechs wieder zu Hause zu sein. Um schneller laufen zu können verwandelte sie sich wieder in eine Wölfin, diesmal allerdings in eine hellbraune etwa 1,30 große. Sie machte einen Sprint durch den Wald. Geschätzte drei Minuten  brauchte dafür, was leider eine ziemlich normale Zeit war und kein Rekord.
Runa wohnte mit ihren Eltern auf  einer Waldlichting im Westen des Waldes. Immer noch in der Gestalt einer Wölfin blieb sie stehen und schnupperte in die Luft hinein. Der Wind kam aus Norden, nicht die optimalsten Bedingungen aber immerhin. Runa roch die Pfandkuchen und freute sich schon auf das Essen. Ihren Vater konnte sie nirgends riechen, wahrscheinlich kam er mal wieder zu spät von der Arbeit. Warum sollte sie ihrer Mutter also nicht einfach eine kleine Freude machen? Ihre Mutter, wenn sie auch nicht mit ihr verwandt war, war ihr trotzdem wichtig. Runa wusste, dass sie Tiere liebte also verwandelte sie sich in ein Rotkehlchen und flog über den kleinen Hügel der sich vor ihrem Haus befand und landete auf dem Fenstersims des offenen Kuchenfensters. Fröhlich begann sie eine Melodie zu trellern, ihre Mutter sah sie und begann zu lächeln. Vorsichtig näherte Runas Mutter sich dem Fenster und legte dem kleinen Vogel ein Stückchen Pfannkuchen hin. Runa hüpfte zu dem Stückchen und pickte daran herum. Ihre Mutter betrachtet den Vogel eine Weile lächelnd, dann drehte sich plötzlich um und lief in Richtung Tür. Jetzt hörte Runa es auch. Ihr Vater war zu Hause. Schnell verwandelte sie sich wieder in ihre Menschliche Gestalt und lief um das Haus herum. Als sie an der Tür ankam würde sie von ihrer Mutter reingelassen, die gerade wieder dabei war die Tür zu schließen, als sie ihr Kind ums Eck kommen sah. Runa lief geradewegs in die Küche, als sie an ihrem Vater vorbeikamm wuschelte dieser ihr kurz durch die Haare. Und sagte in freundlichem  Ton:"Hallo mein Bambi." "Hi Dady." Antwortete sie schnell und verschwand in die Küche. Runas Stammplatz  in der Küche war in der hintersten Ecke der Eckbank von dort aus hatte sie einen guten Überblick noch dazu liefen dort hinter der Wand alle Heizungsrohre zusammen sodas es dort im Winter immer angenehm warm war im Sommer hingegen lief dort wenn man das Fenster öffnete ein angenehmer Luftstrohm entlang, kurz gesagt: der perfekte Platz! Ihre Eltern kamen in die Küche und ihr Vater setzte sich neben sie. Ihre Mutter schaufelte Pfannkuchen auf einen Teller und stellte ihn in die Mitte des Tisches, daneben stellte sie den Ahornsirup und die Himmbeermarmelade. Runa griff sich den obersten Pfannkuchen, von dem wie sie natürlich schon wüsste ein Stück fehlte, aber ihre Mutter musste ja nicht erfahren das sie das schon wusste . "Warum ist da ein Loch drin?"fragte sie ihre Mutter deshalb. "Ach das, kurz bevor ihr gekommen seid ist da ein total süßer Vogel auf dem Fenstersims gelandet und ich habe ihm ein Stück Pfannkuchen gegeben. Er war so süß wie er da so an dem Stückchen rumgepickt hatt...." Es war fürchterlich, wenn ihre Mutter erst einmal anfing zu reden hörte sie ewig nicht mehr auf. Runa versuchte so sehr interessiert aus zu sehen, dass sie ganz vergaß zu zu hören. Sie wusste das ihr Vater wahrscheinlich gerade fieberhaft nach einem Grund suchte um seine Frau zu unterbrechen. Ein kurzer Blick zu ihrem Vater bestätigte das leider nicht. Er lächelte sogar! Bevor Runa Zeit hatte zu überlegen warum es ihrem Vater auf einmal nichts mehr aus machte, wenn ihre Mutter wie ein Wasserfall redete. Sagte dieser plötzlich:"Susanne Schatz, ich unterbreche dich nur ungern aber ich würd auch mal gern was sagen." Schlagartig stoppte das Gerede und ihr Vater räusperte sich.
"Also," begann er:"meine Firma schickt mich auf eine Geschäftsreise nach Frankreich, in die Nähe von Paris. Ich dachte wenn ich mir danach noch ein par Tage frei nehme könnten wir noch ein romantisches Wochenende dort verbringen, oder Schatz?" fragte er seine Frau. Alle Farbe wich aus Runas Gesicht, denn wenn sie nicht mit kommen durfte dann hieß das, dass sie wieder bei Tante Elsbert bleiben musste! Sie hasste ihre Tante und ihre Tante hasste sie.(abgesehen davon war Runa sich noch nicht einmal wirklich sicher ob der Name ihrer Tante nicht doch männlich war.) Ihr Vater musste den Außdruck auf ihrem Gesicht wohl bemerkt haben denn er fügte noch schnell hinzu:" Ich denke Runa ist alt genug um alleine hier zu bleiben." Andererseits hatt er sich villeicht auch einfach an den letzten Vorfall mir Tante Elsbert erinnert. Bei ihrem letzten Besuch hatte sie nämlich zu ihm gesagt:"Wenn ich so etwas als Kind hätte würde ich es sofort ins Kinderheim zurück geben." Es war zwar kein besonders bedeutendes Wort aber das :zurück: bedeutete in diesem Fall ja, dass sie schon mal im Kinderheim gewesen war. Ihr Vater hatte bei diesem Satz auch total verkniffen geguckt. Wahrscheinlich hatte er jetzt Angst ihre Tante würde Runa verraten sie sei adoptiert. Für einen Moment sah ihre Mutter gar nicht überzeugt aus aber sie konnte dem Hundeblick ihres Ehemannes einfach nicht wieder stehen also willigte sie ein ihre einziges Kind, dass ihr so viel bedeutete ein par Tage alleine zu lassen.

Am Abend erhielt Runas Vater einen Anruf von seinem Chef, der ihm sagte er solle sofort zum Flughafen fahren weil es wohl ein Zeitliches "Missverständnis " gegeben hat und das Firmentreffen wohl doch schon morgen war und nicht erst in drei Tagen. Ihre Eltern flippten daraufhin total aus und Runa setzte sich auf eine Komode im Flur um dem Trubel, den erstaunlicherweise nur zwei Leute verursachten (es hörte sich an als ob mindestens sieben Leute auf dem Flur hin und her laufen würden) zu entkommen. Nach etwar zehn Minuten purer Hektik stand Runa vor der Haustür, sah ihrer Mutter in die Augen und nickte wie hypnotisiert während ihre Mutter sie ermahnte keine Fremden ins Haus zu lassen (wieso auch immer hier einfach mal so ein Fremder vorbeikommen sollte.)Auch wurde sie ermahnt die Topfpflanzen zu gießen.(Sie hatten nicht eine einzige Topfpflanzen. Hauptsächlich weil ihre Mutter sie hasste.) Irgendwann ging ihr Vater dazwischen und erlößte Runa vom Gerede ihrer Mutter. Er wuschelte seiner Tochter noch ein letztes mal durch die Haare bevor er zum Wagen gieng und sich hinein setze. Runa bekam noch einen Kuss von ihrer Mutter auf die Wange gedrückt, dann lief diese auch zum Wagen und stieg ein. Runa stand vor der Haustür und winkte ihren Eltern nach. Als der Wagen über den Hügel gefahren war verwandelte sie sich in eine Nachtschwarze, ziemlich große Wölfin und lief den Waldweg entlang. Oben auf dem Hügel setzte sie sich in den Schatten der Bäume und sah dem Auto nach wie es die kurvige  Straße zur Kleinstadt hinunter fuhr.

 Oben auf dem Hügel setzte sie sich in den Schatten der Bäume und sah dem Auto nach wie es die kurvige  Straße zur Kleinstadt hinunter fuhr

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