×Alice×
»Es geht endlich wieder nach Hogwarts«, rief ich begeistert und hüpfte auf dem Gleis auf und ab.
Hermine die neben mir stand rollte grinsend mit den Augen und Harry lachte. »Du kannst es kaum erwarten, was, Lissi?«, sagte er amüsiert.
Als wir in dem Zug einstiegen und uns ein freies Abteil suchten, fiel mir etwas ein. Ich griff nach Harrys Handgelenk, zog ihn kurz zu mir und wartete bis Hermine und Ron weitergingen.
»Du, Harry, habt ihr was dagegen, wenn ich zu Cedric gehe? Ich habe ihm nämlich letztes Jahr versprochen mit ihm in einem Abteil zu sitzen«, sagte ich und sah etwas schuldig zu Boden.
Harry grinste. »Nein, kein Problem! Geh ruhig zu deinem Ced.« Ich rollte mit den Augen und streckte ihm nur die Zunge raus. Schnell huschte ich davon, bevor er mir eine noch eine Bemerkung an den Kopf werfen konnte.
Ich sah über die Schulter und rief noch ein »Bis nachher!« Zu meinem Pech öffnete sich in dem Moment die Tür neben mir. Es kam überraschend, dass ich nichts unternahm und dagegen prallte. Meine Augen weiteten sich vor Schreck, als ich nach hinten fiel.
Unsanft schlug ich auf dem Boden. »Kannst du verdammt noch mal nicht aufpassen?«, fauchte ich, hielt mir die schmerzvolle Stirn und sah vorwurfsvoll auf demjenigen an, der die Tür aufgemacht hatte.
»Na so ein Zufall aber auch, Brown«, sagte die höhnische Stimme von Draco Malfoy. Ich sah nach hinten und hoffte Harry ist noch draußen, um Malfoy eine reinzuhauen, aber leider war er schon in einem Abteil mit Hermine und Ron.
Malfoy schien meine Gedanken zu lesen, denn sein Grinsen wurde noch spöttischer. »Ach, deine Freunde sind nicht da, was für eine Überraschung.«
»Halt dein Mund, Malfoy ich habe keine Lust mit einem Idioten wie dich meine Zeit zu verschwenden«, rollte ich mit den Augen und warf meine pechschwarzen Haare nach hinten.
»Na wenigstens kann ich auf mich selbst aufpassen. Ich denke nicht, dass du jemals allein warst. Ohne Potter und seine Freunde bist du nichts, Brown«, höhnte er weiter.
»Moment mal, wo sind deine Gorillas? Dass du dich ohne die beiden aus dem Abteil traust. Mein Lob!«, erwiderte ich nun ebenso spöttisch.
»Pass auf was du sagst dreckiges Halbblut«, sagte er nun etwas bedrohlich. »Sonst was? Sonst verpetzt du mich bei deinem Daddy?«, fragte ich provozierend und hob amüsiert eine Augenbraue.
»Nein, Brown, sonst werde ich dir das Leben schwer machen«, sagte er leise und funkelte mich an. Wie aus dem Nichts legte sich eine Hand auf Malfoys Schulter.
Der blonde zuckte zusammen und drehte sich erschrocken um. Da er mein Bein beim Umdrehen nicht sah, fiel er nach hinten und landete unsanft neben mir auf dem Boden. Ich lachte und Cedric grinste, wurde aber schnell wieder ernst.
»Lass Lis in Ruhe, Malfoy. Ich glaub nicht, dass du Stress haben willst. Dein Vater wäre nicht erfreut«, sagte er ruhig. Malfoy, der immer noch perplex auf dem Boden lag, warf Cedric einen hasserfüllten Blick, erwiderte aber zum Glück nichts.
Er stand auf, glättete seine weißblonden Haaren und stolzierte ohne ein weiteres Wort in seinem Abteil zurück.
An der Tür jedoch hielt er inne und schaute unten auf mich, da ich immer noch auf dem Boden saß und flüsterte so leise, dass nur ich es hören konnte: »Wir sehen uns!« Dann ging er in sein Abteil zurück und schlug die Tür hinter sich extra lautstark zu.
Ich zuckte reflexartig zusammen und Cedric sah beinah desinteressiert, wie die Tür in dem Schloss fiel. Dann hielt er mir die Hand hin und ich ließ mich dankbar von ihm hochziehen. Gemeinsam gingen wir in einem Abteil, in der Cedric Freunde waren.
Mein bester Freund setzte sich neben seinem Freund Finn, der seine Schokofroschkarten zählte und ich gegenüber ihm, neben Dave. »Was wollte der Mistkerl von dir?«, fragte mich Cedric stirnrunzelnd.
Ich winkte ab. »Nicht so wichtig. Erzähl, wie waren deine Ferien?«, fragte ich stattdessen und als Cedric erfreut über seinen Urlaub in Mexiko mit seinem Vater berichtete, war ich froh nicht über Malfoy reden zu müssen.
Ich hasste ihn so sehr. Er hatte mir das Leben schwer gemacht und das nur in den ersten zwei Schuljahren. Was wohl in den nächsten Jahren passieren wird, wollte ich gar nicht erst wissen.
»Sag mal, stimmt es, dass du mit deinen Pflegeeltern nach Frankreich gefahren bist?«, unterbrach Dave, der neben mir saß, Cedrics Erzählung. Als ich fröhlich bejahte, sah uns Cedric empört an.
»Übrigens, Finn, ich habe deine große Schwester dort gesehen, sie -«, ich hielt inne, denn auf einmal wurde es kalt. Die anderen verstummten auch. Als auch noch die Lichter zugingen hatte ich plötzlich Angst.
Meine Nägel bohrten sich in den Sitz, als der Zug auf einmal anhielt. »Was bei Merlin ist los?«, fragte Finn stirnrunzelnd, doch eh jemand antworten konnte, wurde die Tür ganz langsam geöffnet.
Wir alle hielten den Atem an und sahen wie versteinert zu einer mit schwarzem Umhang umhüllte Gestalt. Dann passierte viel auf einmal.
Die schwarze Gestalt kam rein, ich hörte Schreie einer Frau und alles erfrier. Alles um mir verschwamm und ich schnappte hörbar nach Luft.
Das letzte was ich hörte war Ceds Stimme, die nach mir rief. Dann wurde alles komplett schwarz und ich fiel ohnmächtig um.
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Alice Potter ♡︎
FanfictionAlice Potter erfährt in ihrem 3. Schuljahr von ihrem Zwillingsbruder Harry Potter. Sie denkt nichts könnte sie mehr abschrecken, doch das 4. Schuljahr trägt auch seine Überraschungen. In Zaubertränke muss sie mit Malfoy einen Trank brauen, der wie...
