Max- 2018

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Nina kannst Du morgen um 10 Uhr im Büro sein? Ich muss was wichtiges mit Dir besprechen. LG Max

Ich wusste genau , dass wenn sich mein Handy um diese Uhrzeit an einem Freitag Abend mit einem lauten „Pling" meldet, dies nichts gutes zu heißen hat. Der Blick auf mein Handy zeigte 21:59 Uhr. Na ganz toll Max, dachte ich mir. Morgen ist Samstag und eigentlich hatte ich geplant diesen Tag mit meiner Nichte und meinem Neffen verbringen zu können. Anfangen wollten wir um 10 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück bei meinem Bruder und seiner Frau zu Hause. Danach in den Zoo. Daraus wird jetzt wohl erst einmal nichts mehr. Aber was blieb mir anderes übrig. Also schrieb ich kurz eine Nachricht an meinem Bruder

Hi Leon. Es tut mir leid. Max hat mich gerade darüber informiert, dass er mich morgen um 10 Uhr im Büro sehen möchte, weil er etwas wichtiges zu besprechen hat. Das Frühstück müssen wir wohl leider verschieben. Der Zoobesuch fällt aber nicht aus. Ich komme direkt nach dem Meeting einfach zu Euch. Es wird bestimmt nicht lange dauern.
LG Nina

Schon nach kurzer Zeit schrieb er mir zurück, dass ich mir keinen Stress machen sollte und der Tag ja lang wäre. Er freue sich darauf mich überhaupt mal wieder zusehen, genau wie die Kinder. Er hatte so recht. In der letzten Zeit war ich nur selten daheim. Viele Termine für diverse Veranstaltungen, Radiointerviews etc. Die Promotion lief auf vollen Touren. Max legte sich ins Zeug wo er nur konnte. Er wollte das mein erstes Soloalbum ein voller Erfolg wurde und tat alles mögliche dafür. Ich hasste diesen Teil des Jobs und wollte eigentlich nur singen. Und zwar auf der Bühne, vor Publikum. Selbst die Studioproduktion nervte mich oft schnell. Immer und immer wieder die gleichen Passagen. Tausend mal singen, dann wieder  hören, um dann wieder nichts zu hören. Es war unglaublich anstrengend und ich nahm mir vor so schnell kein neues Album mehr aufnehmen zu wollen. Aber irgendwie musste man ja sein Geld verdienen.
Erschöpft und müde, da ich heute erst um 18 Uhr aus München zurück war , legte ich mich, nach einer warmen Dusche und sauberen Zähnen, ins Bett und fand schnell in einen tiefen Schlaf.
Pünktlich um 08:30 Uhr klingelte mein Wecker zum ersten Mal. Ich liebte es die Snoozlefunktion anzustellen. Alle 5 min meldete sich mein Handy, bis ich es endlich um 09:00 Uhr aus dem Bett schaffte. Nach einer kurzes Wäsche inkl. Zähneputzen, frischer Kleidung und einem locker zusammengebundenen Zopf, machte ich mich auf den Weg zum Büro, was ca. 15 min zu Fuss von mir entfernt war. Ich liebte Berlin. Auf den Straßen war schon eine Menge los. Eigentlich war hier immer viel los. Eine bunte Kultur aus Menschen, das war es was Berlin so perfekt machte. Dennoch war diese Uhrzeit einfach nicht meine Uhrzeit. Als ich um 10:05 Uhr im Büro ankam, war ich noch ziemlich geschafft von der Woche. Max wartete schon ungeduldig mit einem Strahlen und einer Tasse Kaffee auf mich. „Setz Dich Darling. Ich habe wunderbare Neuigkeiten für Dich." „Stop Max! Lass mich bitte kurz ankommen. Deine gute Laune die mir heute Morgen entgegen schwebt muss ich erst einmal verarbeiten." „ Na warte mal ab. Sie wird noch viel besser. Du glaubst nicht wer mich angeschrieben hat." „Der Papst?" „ Nein. Die Produktionsfirma von Sing meinen Song. Halt Dich fest. Sie wollen Dich in der nächsten Staffel dabei haben"

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