-Prolog-

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Der Ast streifte sie genau auf Höhe ihrer Lippen. Eine rote Linie bildete sich auf ihrer Wange und ein kleiner Tropfen Blut quoll heraus und traf auf den Waldboden.
Sie rannte weiter, stolperte über eine Wurzel und fiel.
Sich selbst eine Strähne ihrer braunen Haare, welche mit Schlamm verklebt und mit Tannennadeln gespickt waren, herausreißend stürztet sie weiter und rannte immer tiefer in den Wald.

Sie rannte bis zur Erschöpfung und stützte sich auf ihren Knien ab, während sie hechelnd an einer großen Kiefer halt machte.
War Er, nein, war Es immer noch hinter ihr?

Nein, das hätte sie doch gespürt, oder?
Sie hätte das Kribbeln, dass ihre Wirbelsäule herunterfuhr wann immer Er in ihrer Nähe war, sicherlich gespürt.
Oder?
Sie hörte ein knacken neben sich und fuhr zusammen. Einen Moment lang fürchtete sie es sich zu bewegen. Sie stand dort wie versteinert, bis sie es wagte sich nicht in ihrer Umgebung umzusehen.
Der Wald schwieg sie an wie eh und geh.
Sie blickte wie ein Reh das gleich von einem Raubtier angefallen würde, als sie mit großen braunen Augen durch die hohen Tannen und Fichten lugte.
Die Dämmerung tauchte den Wald in eine täuschende vertrauenserweckende Stimmung, die nur von ihrer schnellen Atmung gestört wurde.
Ein weiteres Knacken auf ihrer rechten Seite.

Es waren also Beide.

Ihr Gehirn erlitt einen Kurzschluss und sie fing
wieder an zu rennen. Blindlings, wissend, dass sie ihnen nicht entkommen konnte. Nicht dieses Mal.

-

-5 Min vorher-

Er lauerte im Schatten eines umgekippten Baumes, als sie an ihm vorbei stürmte. Ihr Geruch vernebelte seine Sinne und machte ihn wild. Wild auf Sie.

Er wartete noch einige Momente bis er ihr auf leisen Solen folgte. Sie war einfach zu unvorsichtig, hinterließ überall ihren Duft. Diesen unverwechselbaren Duft nach Himbeeren und Zimt.

Er hörte ihre heftige Atmung und ihren flatternden Puls.
In Gedanken lächelte er darüber wie naiv sie doch war.
Sie konnte ihm nicht entkommen.

Er setzte sich in Bewegung und lief ihr auf direktem Weg hinterher, was ihm nicht annähernd so viel Mühe machte wie ihr.

-

Lauf nur weiter, dachte der zweite, der seinen Jagdgegner beobachtete während er selbst einen anderen Weg einschlug.
Er kannte den Wald besser und nahm eine Abkürzung.
Er wusste, dass sie ihm direkt in die Arme laufen würde. Er kannte sie.

Der Wald rauschte an ihm vorbei in einem Mix aus dem Grün der Bäume und dem Rot der Abendsonne.

Als er am Rande der kleinen Lichtung ankam legte er sich ins Dickicht, wo sie ihn nicht bemerken würde.
Er grinste beim Gedanken daran seine Beute endlich für dich allein zu haben, als sie auf die Lichtung trat.

Er nahm sich Zeit sie noch ein mal genau zu Mustern, wie so dort stand in der Hoffnung ihm entkommen zu sein. So verletzlich und zerbrechlich. Sein.
Ihre Haare wehten im Wind und eine Brise blies ihren Geruch in seine Nase.
Er wollte sie. Jetzt.

Er erhob sich grade aus seinem Versteck, als er es rechts von sich knacken hörte.
Er hatte es also doch geschafft schneller zu sein. Bei

-

Zeitgleich sprangen zwei riesige Kreaturen aus dem Wald, grade rechtzeitig um ihre Beute rennen zu sehen.

Sie verschwendeten keine Gedanken an den anderen als sie ihr hinterherliefen.
Beide stoppten abrupt, als sie einen dumpfen Aufprall hörten und kurz danach an ihrem Körper zum stehen kamen.

Angst blickte ihnen entgegen. Aus großen Augen die von einem weichen Gesicht getragen wurden.

Jetzt hatten sie sie. Vor sich. Am Boden.

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Tadaaaa! Heinz ich hoffe das erfüllt deine Standards mal. Lül.

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⏰ Terakhir diperbarui: Aug 18, 2019 ⏰

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