Die Stufen knackten unter ihren Schritten. Mal wieder ein Sieg gegen dien Schlangen von Slytherin. Ein wohltuendes Gefühl baute sich in ihrer Brust auf. Mit triumphierend wollte Hermine sich auf den Weg zu Harrys Umkleidekabine, doch wie aus dem nichts hörte sie aus der nahen Ferne ein leises Wimmern. Ihr Instinkt sagte ihr dem nachzugehen, aber andererseits konnte sie ihn nicht warten lassen. Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen, wie ihre Mutter es ihr seid ihrer frühsten Kindheit schon eingebläut hatte. Doch ihre Moral führte sie bereits in Richtung des Geräusches. Sogleich stand sie vor einer verschlossenen Tür aus Fichte, welche in einem matten grün erschien. Jetzt wusste sie nicht mehr, ob sie wirklich ihrer Moral Dienst leisten wollte. Denn nämlich einem Slytherin, den Hausrivalen, zu helfen schien selbst ihr falsch. Dennoch schrie irgendwas in ihren Herzen, sie sollte die Tür öffnen und nachsehen. Mit ihren Verstand war sie seid Hogwarts zwar besser verfahren, doch sie meinte zu glauben, ein bisschen Abwechslung könnte ihr nicht mal schaden. Damit sollte sie auch Recht behalten.
Zögernd öffnete die alte Tür, die unter der nur langsamen Bewegung knarzte, und enthüllte damit den großen, geräumigen Raum, der mit vielen Bänken, Regalen mit Handtüchern und sonstigen Waschkram befüllt war, vielen verschiedensten Gemälden, alles im einem erschien alles in Grün- und Schwarztönen. Die beginnende Dämmerung machte sich stark bemerkbar, als die Gryffindor versuchte das Schluchzen zu orten. Mit zusammengekniffenen Augen gewöhnten sich die rehbraunen Kugeln an das schwache Licht. Währenddessen tastete sie sich vorsichtig vor. Zu gleicher Zeit ließ sie die Tür hinter sich wieder ins Schoss fallen, sodass unerwünschte Unterbrechungen ausgeschlossen waren. Schlagartig war es bitter kalt, der Herbst machte sich wieder bemerkbar, somit suchte sie nach der Öffnung nach draußen. Als sie sich die viktorianischen Fenster genauer betrachtete sah sie eines, welches zwar nur einen Spalt geöffnet war, dennoch die eisige Luft in ihre Lungen bahnte und sie hatte wirklich keine Lust auf eine Erkältung. Sie ging zu der leichten Lichtquelle und stieg auf einer der dunklen Bänke und regte sich so hoch sie konnte zum Fenster, um es zu schließen. Hermine war nie die Größte gewesen, doch schaffte sie es nach wenig Mühe und Anstrengung das Portal zur Kälte zu schließen. Sie hüpfte nun von der improvisierten Leiter, die aus einer Bank, einem Sitzschemel und ihrer eigenen Köpergröße bestand, herunter und fühlte großartig wegen des kleinen Erfolges. Wie ein Olympiatuner landete sie auf ihren beiden Beinen und steckte die Arme mit einer grinsenden Grimasse von sich zur Seite. Auf einmal ertönte jedoch eine schmerzverzerrte, leise Stimme:
"Granger?", ertönte es nur all zu bekannt, sie drehte sich zu Seite und sah ihn mit einer peinlichen Mine an, "bei Merlin, was tust du hier, bitteschön?" Ausgerechnet, Malfoy. Warum musste unbedingt Draco Malfoy ihr verdammt noch mal jetzt, gerade jetzt, begegnen, dachte sie sich. Doch einen Moment hielt sie an. Sah ihn sich genauer an, erkannte sie einen leichten Schimmer von Tränen unter seinen Augen?
"Alles in Ordnung?", versuchte sie anzusetzen. A) um ihre eigene höchst peinliche Situation zu überspielen, B) weil sie überrascht war Draco Malfoy so zu sehen. Gebrochen und verletzlich. Natürlich schaltete er wieder seinen unumgänglichen Draco Malfoy Blick ein:
"Hast noch nie jemanden weinen sehen, oder warum schaust du so als hättest du das siebte Weltwunder entdeckt?" Jetzt wurde sie leicht panisch:
"Huh? Was? Ähm, nein, ähm. Lass uns wieder zurück zu meiner Frage kommen; Was machst du hier, Malfoy?"
"So lautete deine Frage aber nicht, Granger. Schon das klügste Mädchen, doch gleich beim ersten Anblick eines Mannes in einer Umkleide wird man getrübt?" Er zog herablassend eine Augenbraue in die Höhe. Doch auch mit Hermine war nicht gut Kirschen essen:
"Hey, ich fand dich hier heulend, Malfoy. Nicht vergessen, Blondie", sie probierte möglichst seinen Tonfall zu imitieren. Davon ließ sich aber kein Malfoy irritieren:
"So oft ich dich so gesehen habe lässt sich gar nicht mehr Zählen!" Hermine verschränkte provokant die Arme vor der Brust:
"Soll ich dir nochmal die Nase brechen oder war einmal genug?" Er verstummte. Nach einer kurzen unangenehmen Stille, wobei sie finstere Blicke tauschten, erhob sie wieder das Wort:
"Na, habe ich dir so die Sprache versschlagen? Dass ich das nochmal erleben darf, Draco Malfoy ohne Worte." Sie kicherte hämisch. Seine Mundwinkel kräuselten sich.
"Verschwinde, Schlammblut!", zischte er. Hermine sah, dass seine Brust sich zitternd hob und senkte. Frische Tränen sammelten seine vergangenen ausgeheulten Augen. Sie sah ein, dass es ihm nur noch mehr wehtat mit ihr zu streiten, wie ihr Vater immer meinte, in solchen Momenten gibt der Klügere nach, hallte es in ihren Kopf wieder. Deshalb erlag ihre Moral abermals ihrem Verstand und sie zog sich zurück, nachdem sie realisierte, dass sie ein paar Schritte auf den Jungen zugegangen war und machte rucklinks kehrt. Sie verließ ihn in der Einsamkeit.
Nun saß er wieder allein im dämmernden Licht. Er drehte seinen Kopf in Richtung der untergehenden Sonne und sah die jetzt lila, orangenen Wolken, die dem Himmel ihre volle Existenz verschrieben. Ein kleines Lächeln huschte über seine blassen Lippen bei dem Gedanken an Granger, wie sie erst so liebevoll, dann schüchtern war, wenn sie nur etwas Spaß bei ihren spießigen Alltag zulegte. Danach war sie herablassend, wie er, als er sie zum wahrscheinlich tausendsten Male wieder Beleidigte. Und zufolge wieder so unglaublich mitfühlend. Auch zu Personen wie ihm. Würde sie dies auch meinem Vater zukommen lassen, dachte er, den Blick weiter auf die schöne Landschaft verharrend.
dies war der erste Teil meiner, in Zusammenarbeit mit funkenmodus, Dramione-Story. Wir hoffen ihr werdet Spaß haben beim weiterlesen
Eure Tikaaniiii & Funkenmodus
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Zeit heilt alle Wunden
FanfictionDas sechste Schuljahr. Herbst, die Kälte bricht herein. Draco Malfoy hatte einen Auftrag bekommen dem Schuldirektor, Albus Dumbledore, zu töten. Nach einem, führ ihn, erfolgslosen Quidditchspiels findet ihn, ausgerechnet, Hermine Granger am Boden de...
