Jimmy Kelly lernte ich schon früh kennen. Mein Vater arbeitet bei der Stadt, im Rathaus. Irgendwie war er 1992 involviert, ein Konzert der Kelly Family auf unserem Marktplatz zu genehmigen. Nachdem die Genehmigung durch war, war er dann auch auf die Band neugierig und packte daher am besagten Sommertag in 1992 meine vier Jahre ältere Schwester Anna, meine Mutter und mich ein und wir fuhren in die Stadt. Ich war damals 11 Jahre alt. Klar, die Musik hatte mir auch gefallen, um meine Schwester war es damals geschehen, sie war von einer Sekunde auf die andere riesiger Kelly Fan. Hätte mein Vater das damals geahnt, was noch auf ihn zukommt, hätte er uns wohl lieber nicht mitgenommen.
Ab da wollte meine Schwester zu jedem Konzert in der Nähe. Ich weiß nicht wie, aber mein Vater fand oft raus, wann die Kellys wo Auftritte geplant hatte. Wahrscheinlich halfen ihm die Kontakte in andere Rathäuser im Umkreis.
Meine Eltern fanden entspannte Nachmittage, in denen diese in die Stadt gehen und was bummeln konnten, während meine Schwester und ich auf irgendwelchen Marktplätzen die Kellys anschauten, auch ganz entspannend, so dass diese dem Wunsch meiner Schwester oft nach kamen.
Damals waren die Kellys noch halbwegs unbekannt, so dass wir vor und zwischen den Konzerten den Kellys oft über den Weg liefen.
Schnell freundete ich mich mit den jüngeren Kellys an, Angelo, Barby, Paddy und insbesondere mit Maite, aber auch die großen Geschwister kannten uns irgendwann. Schon damals verspürte ich ein besonderes Band zu Jimmy, und er wohl irgendwie auch zu mir, obwohl uns bald zehn Jahre trennten. Ich kann es bis heute nicht besser beschreiben. Ich genoss es, mit den kleinen Kellys meine Zeit zu verbringen, aber wenn Jimmy Zeit hatte, zog es mich immer in seine Nähe. Und er verbrachte seine Zeit auch gern spielend mit mir - wie gesagt, uns trennen beinahe 10 Jahre. Eigentlich hätte ich für ihn nur ein nerviges kleines Kind sein sollen, aber auch er sah mich mit anderen Augen, als man es erwarten würde. Zumal er durch seine kleinen Geschwister es ja auch gewöhnt war, sich mit kleinen Menschen „abzugeben".
Rückblickend war es von meiner Seite aus wohl der Anfang vom Verderben, eine erste zarte Verliebtheit, die ich seinerzeit aber als solche noch nicht erkannte. Woher auch? Zu jung, zu unerfahren im Leben war ich zu dieser Zeit noch. Ein Kind halt noch.
Er gestand mir später mal, dass er mich wie eine kleine Schwester ins Herz geschlossen hatte - obwohl er schon genug eigene kleine und große Geschwister hatte.
Ich war schnell seine „kleine Kröte"- wie er darauf kam, weiß ich bis heute nicht.
1995, ich war jetzt 14 Jahre alt, konnte ich wohl dieses besondere Band, welches mich zu Jimmy zog, das erste mal in Worte fassen.
Die Erfolgswelle hatte die Kellys überschwemmt, Maite, die zwischenzeitlich eine sehr gute, eine meiner besten Freundinnen, geworden war, sah ich leider immer weniger. Sie waren ständig auf Tour, zu irgendwelchen Fernsehauftritten, Interviews, im Radio, im Studio, bei Videodrehs...
So genossen wir es sehr, dass wir endlich mal wieder ein Wochenende für uns hatten. Die Kellys waren alle am Hausboot und ich konnte Maite von freitags bis sonntags besuchen kommen. Wir freuten uns wie Bolle auf die gemeinsame Zeit. Mädchengespräche, Film gucken, zusammen lachen.
So kam es, dass ich freitags nach der Schule im Zug nach Köln saß. Dort angekommen, machte ich mich auf den Weg zum belagerten Hausboot. Dank vorheriger Ankündigung wurde ich von den Securitys durchgelassen und von den schwer verliebten Mädels, die dort hockten, beschimpft und gehasst.
Aber kaum auf dem Boot angekommen, stand Maite schon da und wir fielen uns einfach erstmal nur in die Arme.
Sie zog mich relativ schnell mit auf ihr Zimmer und wir quatschten erst einmal über Gott und die Welt.
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Demon Love
FanfictionJimmy Kelly- Straßenkind, Mitglied der Kelly-Family, Superstar, Streetkid, Ehemann, liebender Vater Jimmy Kelly - meine erste große Liebe, mein Schwarm, mein Traummann, mein Verderben Den Titel dieser kleinen Geschichte habe ich einer meiner Lieblin...
