Ich muss lernen damit zu leben zu wissen, dass meine Eltern meine Schwester mehr lieben als mich. Ich kann mich aufmuntern indem ich mir einnrede, ich hätte es verdient, was auch stimmt. Ich bin ihnen kein Gefallen und meine Schwester weiß das auch, doch sie macht es mir nicht gerade leichter, was mich in eine noch schlechtere Lage bringt. Mir ist klar, dass ich von Niemandem geliebt werde, deswegen bin ich so... So traurig und das jeden Tag. Die Leute haben aufgehört zu fragen, nachdem ich ihnen nie antwortete, weil ich wusste sie können mir nicht helfen. Ich bin mir sicher, dass ich innerlich tot bin und nurnoch mein Körper lebt. Die Hoffnung stirbt nicht zuletzt. Nein, es ist der Körper, der das Leiden immer weitertreibt und dich noch mehr zerstört. Freunde sind für mich kein großes Thema. Der einzige, ewige Freund ist die Trauer. Er wird immer an meiner Seite sein wie es andere nicht könnten. Dass ich das realisiert habe hat mir geholfen. Geholfen mich zu überwinden mir das Leben zu nehmen. Und hier stehe ich jetzt auf dem Dach des Hauses in dem ich wohne und will springen. Ich kann nicht. Irgendetwas tief in meinem Herzen hindert mich daran. Ich suchte danach, doch vergebens. Bis ich eines Tages wieder allein in meinem Zimmer eingeschlossen war und weinte. Ich fragte mich was so grausam ist und mich noch am Leben lässt. Diese frage raubte mir meine Zeit die ich sonst vie sinnvoller verwenden könnte, indem ich endlich meinen Frieden finde. War es das Unwissen das mich aufhielt? Nicht zu wissen was nach dem Tod kommt? Ob man das Glück der Ruhe die in einem ruht oder die Verdammniss des Hasses die einen verhasst findet? Man müsste es ausprobieren. Doch auch dieser Gedanke erfüllte mich nicht. Als ich am nächsten Tag allein durch die Schule lief, sah ich eine Person von der ich meinen Blick nicht abwenden konnte. Ich sah fast jeden Tag Menschen und sie mich auch und nichts ist passierte, doch dieses Mal stimmte etwas nicht. Etwas war anders. Etwas das ich zu dem damaligen Zeitpunkt niemals hätte begreifen können. Als ich wieder in meinem Zimmer zuhause war dachte ich nur über diese Person nach und ich weinte seltsamerweise auch nicht, so wie ich es eigentlich jeden Tag tat. Ich vertraute dieser Person, obwohl ich sie nicht kannte. Ich fühlte mich anders als ich an sie dachte. Ein leichtes Gribbeln im Bauch. War es mein Körper der langsam verrottete, weil ich doch gesprungen bin, oder war es... Nein! Unmöglich! Ich kannte diese Gefühl nicht und es bereitete mir sorgen. Kann es sein das es Liebe war? Ich libe jemanden? Ich konnte meine momentane Situation nicht begreifen. Dann jedoch kam der Sinneswandel und ich kam wieder zur Vernunft. Mir wurde wieder klar: Niemand liebt mich und daran ist nichts zu ändern. Die darauf folgenden Tage in der Schule waren sehr seltsam. Doch war ich mir nicht sicher ob es ein "schlechtes Seltsam" war. Wieso war ich nicht traurig. Wieso war ich nicht glücklich? Muss man nicht traurig oder glücklich sein? So wurde mir es zumindest in meinen erbärmlichen Jahren als Baby beigebracht. Das haben mich *meine? -Eltern gelehrt. das war die Zeit in der ich noch geliebt wurde. Ich war das jüngste Kind von *meinen Geschwistern und ich durfte alles was ich wollte haben. Ich war ein Glückliches Kleinkind. Bis meine Eltern das hohe Potential meiner zwei Jahre älteren Schwester enteckten und ich nur das andere Kind war. Ich war sowieso nie so wichtig wie meine Schwester... Ich war ungewollt. Ein Affärenkind. Doch in diesen Momenten, in denen ich darüber nachdachte was vor einigen Tagen in der Pausenhalle geschah, fühlte ich mich "normal". Als ich dann am Anfang des neuen Schuljahres in der achten Klasse kam ich mit diesem Menschen in die Klasse. Während des Crescendos meiner Gefühle dank unseres Blickkontaktes wusste ich, die genaue Definition von Liebe auf den ersten Blick. Gelegntlich unterhielt ich mich mit der Person, was für mich eine absolute Anormalie war und je mehr und je länger ich mit dieser Person in verbalen Kontakt trat desto mehr und mehr liebte ich sie. Wir fingen an uns gegenseitig zu schreiben und ich hatte das Gefühl als würde ich gemocht werden. Ich gewann Hoffnung. Ich lag falsch. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Künstler, der sich dieses Sprichwort ausdachte sprach aus Erfahrung. Die Hoffnung war diese letzte Emotion die mich nicht springen lies. Ich hatte sie aufgegeben, doch dieser wundervolle Mensch brachte sie mir wieder. Jedes Mal, wenn ich diesen Menschen auf den ich all die Jahre wartete sah, lechelte ich. Ich wollte mehr als nur Freundschaft, weil ich die Person so sehr liebte, doch ich war zu schwach etwas bemerkbar zu machen. Ich musste erfahren, dass meine große Libe verliebt war. Ich war am Ende, und die Erklärung hierzu ist nicht weiter auszuführen. Ich war kaputt. Ich schien die restliche Zeit bis zum jetzigen Zeitpunkt glücklich, doch der Schein ist bekanntermaßen radikal anders als das Sein. Mir geht es wieder so wie am Anfang dieser kurzen Zusammenfassung meines Lebens. Nun warte ich darauf, dass meine Hoffnung endlich stirbt und somit auch ich. Ich bin dieser Junge den Jeder zu kennen scheint und diese Geschichte ist wahr.
