Prolog

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Vivere Militare est
Leben heißt zu kämpfen

Ich falle.
Zischender Wind, vorbei an meinen Ohren, reißt an meinen Haaren und nimmt mir die Luft zum Atmen. Ich kann nicht einmal schreien, nur dem Boden entgegen sehen und beten dass es nicht allzu sehr schmerzt.
Ich ziehe die Arme eng an meinen Körper und presse meinen Kopf gegen die Brust, während mein Rücken an peitschenden Zweigen entlang aufgerissen wird und meine Haut in Fetzen wirft.
Die Angst hat mein Herz umklammert, wie ein schwarzes Monster greift sie mit ihren fauligen Fingern nach mir und hinterlässt einen sauren Geschmack, den ich geistesgegenwärtig hinunterschlucke.
Es ist noch nicht vorbei.
Den Mund zu einem tonlosen Schrei aufgerissen, pralle ich mit einem Mal so hart auf dem Boden auf, dass es für einen Moment komplett schwarz wird.
Das ist nicht das Ende.
Die Uhr an meinem Handgelenk piepst ärgerlich, während ich gen Himmel starre und unfähig bin mich zu bewegen.
Mein zertrümmerter Körper schmiegt sich eng an die kühlende Erde, als wenn sie meinen Schmerz lindern könnte.
Dieser kommt in Wellen, harten und wütenden Wogen die mir das Bewusstsein rauben und Sterne vor meinen Augen tanzen lassen.
Ich spüre wie meine Arme gebrochen sind, meine Beine schief abstehen und sich meine Rippen völlig falsch in meine Lungen bohren.
So ist es also zu sterben, es aber nicht zu dürfen.
Ein Lächeln huscht über mein Gesicht, als ich zu der Kante aufschaue, so weit über mir, über die ich gefallen bin.
Nicht jeder kann von sich behaupten, so einen Sturz zu überleben.
Dann wird alles schwarz, nur dieses dämliche Piepsen in der Dunkelheit, zeigt mir dass ich noch da bin.
Irgendwo in der Schwebe, zwischen Tod und Leben, zwischen Level 1 und dem Himmel, gleite ich in eine unbekannte Zukunft.

Remly&Avon- I bet on youStories to obsess over. Discover now