Prolog

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Sie spürte das Schaukeln unter ihren Füßen. Das kleine Boot in dem sie saß wurde ins Meer gestoßen. Sie knallte hart gegen das Geländer des Bootes, doch statt zu klagen hob sie ihren Kopf um in die Sonne zu schauen, welche das Gesicht des Mädchens erhellte. Hinter sich erblickte sie den Horizont, der immer kleiner wurde, bis er komplett verschwunden war. Dann hielt das Boot mit einem Ruck, was wieder bewirkte, dass sie gegen das Holz prallte. Und wieder hüllte sie sich in Schweigen und blickte ein letztes Mal noch hinaus auf das Meer.

Sie betrachtete, wie die Wellen, jede einzigartig, die eine schnell, die andere langsam, sich kräuselten, um dann miteinander zu verschmelzen. Schön sah das aus.   Den Blick hielt sie auf das Meer gerichtet, als sie ihre Augen schloss, die warme Brise und das angenehme Kreischen der Möwen genoss. Dann öffnete sie ihre Augen schweigend wieder.

Von außen schien einfach alles perfekt. Der Ausblick, die Ruhe, die Harmonie, die... einfach Alles. Selbst das Wetter. Doch das war bloß oberflächlich. Wenn man genau hin sah, erkannte man ein Mädchen, ungefähr 16 oder 17, das in einem Boot mitten im Meer hockte und innerlich starb.

Tränen stiegen in ihr auf und sie begann zu schluchzen.  Sie spürte wie ihr Herz schwer wurde und dachte an ihre Erlebnisse. Abwischen konnte sie ihre Tränen nicht, da ihre Hände an den Rücken gebunden waren. Sie schloss ihre Augen erneut, doch es war zwecklos und so schlug sie ihre Augen wieder auf nur um in blaue Augen zu sehen.

„Miststück, was erlaubst du dir hier rum zu heulen. Dazu hast du kein Recht - genauso bist du nie geboren worden um zu leben. Denke bloß nicht ernsthaft, dass es dir gestattet ist zu leben.“ „Tut mir..tut mir Leid“, wisperte die Angesprochne leise und zwang sich zu einem Lächeln. Hinter sich spürte sie, wie ein anderer Mann ihre Beine packte. Zu zweit trugen sie das Mädchen ans Ende des Bootes. Es fiel ihnen schwer sie zu heben, da ein Stein an ihre Füße gekettet worden war: Das Mädchen sollte... ertrinken.

Das Mädchen wurde müde... zu müde zu lächeln, doch sie hielt sich tapfer, obwohl ihr Herz zersprang. Neben den Beiden, die das Mädchen trugen, tauchten nun zwei weitere Männer und eine weitere Frau auf. Plötzlich spürte sie, wie sie losgelassen wurde, wie der Wind sie umhüllte und ihr wurde klar, dass sie ins Wasser geworfen wurde. Aber sie fiel sie langsam. Diese fünf Sekunden ...oder waren es zwei... zogen sich in die Länge. Es war wie eine eine Ewigkeit bis sie auf das Wasser traf. Sie blickte noch in fünf Gesichter und sah den Himmel, als die Wellen sie verschlangen.

Das Mädchen versuchte sich hoch zu kämpfen, doch mit ihren an den Rücken gebunden Händen und zusammen gefesselten Füßen an dem auch noch ein Stein mit ihrem eingravierten Namen hang, war es ihr nicht möglich und so sank sie immer tiefer. Sie spürte wie die Luft immer weniger wurde und ihr das Bild vor den Augen langsam verschwamm. Ihr Lächeln löste sich auf und Tränen kamen ihr. Sie blickte auf das Licht, die Meeresoberfläche, die immer dunkler wurde. Langsam spürte sie das Brennen in ihrem Rachen. Es war bloß eine Frage der Zeit bis sie starb. Das Licht über ihr wurde kleiner und verschwand dann ganz. Nun wurde sie von purer Dunkelheit umhüllt.

,,Wie weit bin ich schon gesunken? 1000 Fuß? 2000? Es war so leise, so verlockend ruhig. Aber das war bloß Fassade.

,,Ich krieg keine Luft mehr'', flüsterte sie in die Dunkelheit. Immerhin wird die Welt glücklich sein ohne mich, dachte sie bevor sie sie ihre Augen schloss und ihr Schicksal akzeptierte.

R.I.P. Silver X.

Hi, an jeden von euch. 😊

Ich habe mir also vorgenommen eine ,,kleine“ Geschichte zu schreiben. Wie lang sie wird kann ich jetzt noch nicht sagen. Auf jeden Fall hoffe ich, dass sie gut bei euch ankommt. Achtet bitte nicht auf meine Rechtstreibfehler und natürlich würde ich mich sehr über Kritik und Ideen freuen.

Liebe Grüße
Sol

Praying AngelWhere stories live. Discover now