Prolog

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Gehetzt rannte ich durch den dunklen Wald und schaute immer wieder hinter mich, um mich zu versichern, dass der Abstand noch groß genug war.

Scheiße, scheiße, scheiße!

Wie war ich hier nur reingeraten?

Meine Beine taten weh und mein Herz raste in meiner Brust, während ich immer wieder über Wurzeln und Äste hin weg sprang. Würden sie mich erwischen, wäre es vorbei.

Ich hätte mich wehren sollen, als meine Eltern mir eröffneten, dass wir in diese Kleinstadt ziehen würden.

Ich hätte damals einfach zuhause bleiben sollen.

Ich hätte niemals hier her kommen sollen, mich niemals in Sachen einmischen sollen die mich nichts angehen und vor Allem hätte ich mich niemals verlieben sollen.

Es war klar, dass es nur Ärger geben würde, wenn ich mich in Angelegenheiten einmischen würde, die mich nichts angehen. Sie hatten mir so oft gesagt, es würde gefährlich werden. Ich solle lieber gehen, sie vergessen, mich in Sicherheit bringen. Doch ich konnte nicht, dafür war ich viel zu schnell, viel zu stark in ihre Angelegenheiten verstrickt. Ich hatte mich emotional zu stark an sie gebunden.

Und das, das war mein Fehler.

Ob ich es anders machen würde, wenn ich könnte?

Ob ich all die Erinnerung mit ihnen eintauschen würde, damit ich jetzt nicht verfolgt werden würde und um mein Leben kämpfen musste?

Nein. Niemals.

Und in diesem Moment der Unachtsamkeit spürte ich wie ich in einer Wurzel hängen blieb und zu Boden ging und noch bevor ich die Chance hatte, mich wieder aufzurichten spürte ich einen Schlag an meinem Hinterkopf und alles wurde schwarz.

Sie hatten mich.

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