Kapitel 1
Heute war mein erster Tag an der High School. Ich stand vor meinem Kleiderschrank und suchte etwas zum Anziehen. Ich bemerkte, dass ich nur verwaschene Jeans und Kapuzenpullover besass. Ich zog einen grauen Pullover mit der Aufschrift «Bee cool» an. Dieser hatte mir mein Vater vor 2 Jahren zu Weihnachten geschenkt. Ich vermisste meinen Vater. Er starb an Lungenkrebs. Es geschah vor einem Jahr und ich kam nicht darüber hin weg. Meine Mutter rief von unten:» Könntest du mir noch mit den letzten Kartons helfen?» « Ja!» schrie ich zurück. Wir sind nachdem mein Vater gestorben war umgezogen. Ich musste alles zurücklassen: Meine Freunde, meine Clubs und meine Erinnerungen an meinen Vater. Wir wohnten früher in Chicago. Jetzt sind wir nach Mancos in Colorados gezogen. Ich rannte die Treppen hinunter und zur Haustür hinaus zu meiner Mutter, die vor unserem alten Volvo stand. Ich schnappte mir eine Kiste und trug sie ins Haus. Jetzt fehlten nur noch fünf Kisten voll mit meinen Büchern. Ich stapelte zwei aufeinander und setzte vorsichtig einen Fuss vor den anderen. Die Kisten waren so schwer, dass ich unter ihrem Gewicht fast einknickte. Meine Mutter kam mir zur Hilfe. «Ich trage die restlichen Kisten rein. Du solltest in die Schule» Sie drückte mir einen Kuss auf die Wange und verschwand mit den Kisten im Haus. Ich holte noch schnell meinen Rucksack, dann rannte ich zur Bushaltestelle, an der der Bus, der mich in die Schule fahren sollte, hielt. Es standen viele Leute an der Haltestelle aber einer fiel mir besonders auf: eine Junge, etwa 18, muskulös mit grauen Augen. Ich sah ihn so lange an bis er meinem Blick begegnete. Ich lief rot an und drehte mich weg. Ich schaute auf die Strasse bis mich jemand an die Schulter tippte:» Hi, mein Name ist Devil und wie lautet deiner?» Ich drehte mich um und bekam einen riesen Schreck: Es war der Junge, den ich zuvor angestarrt hatte. « Ich... ahhm ich heisse Catherin.» « Schöner Name. Und wohin willst du hin?» « Ich muss in die Schule und du?» « Hee, ich muss auch dahin. Soll ich dir dann die Schule zeigen?» « Ähm, wieso nicht. Gerne ja.» « Komm der Bus kommt. Wollen wir zusammensitzen?» Ich nickte und lief zum Bus. Er war schon rappel voll und wir mussten stehen. Als wir angekommen waren, stiegen wir aus und ich trottete hinter Devil her. Devil, komischer Name?! Er führte mich zu meiner Klassenlehrerin, die auch seine war. Sie hiess Madam Smith. Sie begrüsste mich herzlich und schüttelte mir überschwänglich die Hand. Ich nickte nur. « Du kannst dich vor Devil setzten.» Ich sah Devil fragend an. Er nickte und ging zu seinem Platz. Ich setzte mich vor ihn hin und wartete, bis der Unterricht anfing. Da stach mich etwas in den Hinterkopf. Ich drehte mich um und sah Devil mit einem Stift in der Hand. Er grinste und sagte:» Cooler Pulli!» Ich wurde rot und drehte mich wieder um. Madam Smith begann mit dem Unterricht. Zuerst Mathe. Dann Naturwissenschaften und zu guter Letzt noch Chemie. In der Pause sass ich ganz allein am hintersten Tisch in der Cafeteria. Mir fiel auf, dass Devil mit etwa sechs anderen einen Tisch belegte und im Umkreis von etwa fünf Tischen sass niemand. Komisch dachte ich mir. Ich ass meine Mahlzeit und machte mir keine Gedanken mehr darüber. Als ich gerade aufstehen wollte, kam ein Mädchen von Devils Tisch zu meinem. « Hallo, ich bin Devils Zwillingsschwester April. Ich habe gesehen, dass du ganz alleine bist und dachte mir ich sollte mal nachfragen. Bist du neu hier?» Ich nickte zur Antwort. « Okey. Wollen wir zusammen in den nächsten Kurs gehen? Welchen hast du?» « Als nächstes habe ich kreatives Schreiben und du?» « Ich auch!!» antwortete sie freudig « Komm wir gehen sonst kommen wir zu spät» Ich stand auf, ging zum Abfalleimer und warf meine PET- Flasche hinein. Wir gingen zusammen durch die Gänge. Dabei wurden wir, von fast allen an denen wir vorbeiliefen, angestarrt. Ich nahm an, dass es daran lag, dass ich neu war. Als wir in den Klassenraum traten, fing augenblicklich das Getuschel an. Ich machte mir nichts draus und setzte mich neben April. Wir redeten miteinander, bis ein mittelgrosser Mann, um die 45 hereinkam. «Willkommen meine Schüler! Heute werden wir das Thema « Aufbau von guten Sätzen» anschauen. Er fing an. Es waren Sachen, die ich schon in der 6. Klasse gelernt hatte. Ich hörte deshalb nur mit einem Ohr hin. Ich betrachtete meine Mitschüler. Es gab die typischen Baseball Spieler. Dann gab es die Nerds und die Coolen. Und zu guter Letzt noch die, die keiner dieser Kategorie angehörten. Da fiel mir ein, dass Devil und seine Freude ja ganz alleine gegessen hatten. Ich nannte es einfach:» Devils Gang». Am Ende des Unterrichtes standen wir auf und gingen zur Tür hinaus. Da fragte mich April:» Wo wohnst du?» «Am Angel Way 32» «Hey! Ich wohne am Angel Way 30. Also genau neben dir! Wollen wir uns nach der Schule so um 16:30 Uhr bei mir treffen? Dann können wir uns besser kennen lernen.» « Oh, ja das ist eine gute Idee! Also dann um 16:30 Uhr bei dir?» Sie nickte, umarmte mich und ging in ihre nächste Unterrichtsstunde. Da ich nun eine Freistunde hatte, ging ich in die Schulbibliothek. Ich nahm mir ein Chemiebuch und lernte die Formeln bis zur nächsten Stunde. In der nächsten Stunde hatten wir Französisch. Französisch war schon immer mein Lieblingsfach. Es war die schönste Sprache der Welt fand ich. Unsere Französischlehrerin war etwa 150 cm gross, pummelig und hatte eine Nickelbrille auf der Nase. Als sie anfing zu reden, fiel mir auf, dass sie ein wenig lispelte. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine korrekte Aussprache der französischen Wörter. Aber als sie anfing, Französisch zu reden, war ihr lispeln weg. Wir lehrten viele neue Vokabeln, die wir auf nächstes Mal üben sollten. Es waren zwar um die 100, aber die Hälfte konnte ich schon. Nach der Französisch Lektion hatte ich frei. Ich beschloss mit dem nächsten Bus nach Hause zu fahren. Zu Hause angekommen, ging ich in mein Zimmer, um die restlichen Kartons noch auszupacken. Ich räumte meine Bücher in mein Bücherregal. Dann steckte ich noch meinen Radio ein und stellte meine CDs in ein kleines Gestell. Als es 16:30 Uhr war, ging ich zu April hinüber. Ich stieg die Stufen zur Veranda hinauf und klingelte. Als die Tür aufging sah ich einen muskulösen Oberkörper. Es war Devil. « Was willst du hier?» « Ich komme, um April zu besuchen.» « April, Besuch für dich!» Fünf Sekunden später kam April die Treppe hinuntergestürzt. « Hi! Komm wir gehen auf mein Zimmer.» Ich ging hinter ihr die Treppen hinauf. Ihr Zimmer war das zweite links im oberen Flur. Als ich eintrat verschlug es mir den Atem. Das Zimmer war doppelt so gross wie mein Zimmer! Sie holte Anlauf und warf sich aufs Bett. « Das ist mein Zimmer. Gefällt es dir?» « Es ist riesig und wunderschön!» gab ich zur Antwort. Sie lachte. Da klopfte es an der Tür:» April, du solltest nach unten kommen die Anderen sind das und wir wollen los!» « Ich komme gleich runter! Wartet draussen auf mich.» « Sorry, eine Frage. Wer ist «die Anderen?»» « Das darf ich dir nicht beantworten. Sorry, aber das ist ein Geheimnis zwischen uns und den Anderen.» Ich nickte. Irgendetwas war an der Sache faul und ich werde herausfinden was.
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Libra Der Anfang
ParanormalCatherin ist ein 18-jähriges Mädchen, dass von Chicago nach Mancos in Colorado zog. an der Bushaltestelle trifft sie einen Jungen, der scheinbar ein Geheimnis hat. Sofort ist Catherin drauf und dran es herauszufinden. was könte wohl sein Geheimnis s...
