Schwer atmend lehnte ich mich an ihn. Sein Geruch hatte ich zu deutlich in meiner Nase, dennoch bewegte ich mich kein Centimeter. Ich konnte auch nicht. Panisch bemerkte ich wie das Monster in mir die Kontrolle von mir übernahm. Er wollte das Blut von ihm. "Nein", japste ich erschrecken. Nicht schon wieder. Verzweifelt schubst ich ihn weg und schaute ihn leiden an. "Du weißt das es okay ist, wenn du mein Blut trinkst." Schnell schüttelte ich den Kopf, er sollte es dem Monster nicht noch leichter machen als es eh schon ist, wenn der Blut raus ihn erfasst hat. "Wann warst du zu letzt Jagen? Am Sonntag? Das ist zu lange her, und jetzt noch jagen gehen ist zu auffällig." Das klang logisch doch ich wollte ihm nicht weh tun, da ich das Monster nicht beherrschen konnte. Doch bevor er weiter reden konnte, durch brach das Monster meine innere Mauer und übernahm komplett die Führung. Der heiße Schmerz jagte durch mein Rücken und die schwarzen Schwingen brachen hervor. Nach Luft schnappend versuchte ich noch gegen die Ohnmacht anzukämpfen, doch sie umhüllt mich ein wie ein dichter Nebel für ein Traumlosen schlaf. "Verzeih mir! ", flüsterte ich kraftlos und ließ die Ohnmacht zu.
Wirbelnde schwärze strömt um mich herum. Ein leises und stetiges Trommeln erklang auf einmal. Kraftvoll und voller Leben. Was war das? Ich drehte mich um, doch ich nahm nur schwarze wahr. Das Trommel wurde laut und lauter. Er hatte aber sein Takt geändert. Ba-Bumm, Ba-Bumm, Ba-Bumm. War es ein Herzschlag? Ba-Bumm. Natürlich, aber von wem? Ba-Bumm.
"Delia, bitte, wach auf. Bitte."
Hat da jemand gesprochen? "Bitte, Delia... " Ja, es war eine flüsternde Stimme. Nein, es war eher so als würde sie von weiter her kommen. Angestrengt versuchte ich die Stimme genauer zu verstehen. Aber der bleiender Schlaf klebte noch auf meinem Körper. Nicht aufgeben redet ich mir zu. Kämpfe. Es ist dein Körper.
Langsam schaffte ich es die Augen ein bisschen auf zu machen. Immer wieder blinzelte ich heftig. Ich konnte erkennen das ich auf dem Boden lag. Meine Flügel Taten weh, sie lagen etwas verrenkt auf dem Boden vor dem Bett.
"Ah, man." stöhnte ich. "Delia!" sagte die Stimme. Immer noch etwas vernebelt, drehte ich mich erst mal um, damit ich erstmal wieder mich hinsetzen konnte.
"Endlich ich hatte mir schon Sorgen gemacht, ich meine du warst nicht gerade nett aber.."
Nett? Was meinte er. Da merkte ich den seltsamen eisen Geschmack in meinem Mund. Nach einer Weile fiel mir ein, woher ich den Geschmack kannte. Es war Blut! Allamiert und zugleich schokierd schaute ich meinen guten Freund an, der sich mit der Hand, einen Stelle am Hals verdeckte. Vermutlich hätte ich ihn dort gebissen. Das würde aufjedenfall Sinn machen.
"Ha-Hab ich dich ge-gebissen?" fragte ich leicht stokend, da meine Zunge noch nicht ganz so funktionierte wie ich es wollte. Es fühlte sich einfach an als versuchte man seinen Mund wieder zu bewegen nach dem der Zahnarzt alles betäubt hatte. Einfach nur ekelhaft.
" ja, hast du. Aber das ist nicht schlimm. Ich hab gesehen wie du aus deinem Körper ähm quasi gerissen wurdest. Deine Augen haben sich dann Schlagartig in scharlachrot geändert. Das war" er stockte kurz. Vermutlich suchte er ein Wort was seine Eingebung halb Wegs beschreibt. "etwas schockierend"
Grinsend, richtete ich mich ganz auf. Das ich mehr Kraft hatte als vorher fällt mir erst jetzt auf, und wenn ich genauer überlegte dann auch das ich das erste mal menschliches Blut getrunken hatte. Das war garnicht gut. Sonst kennt man doch aus Vampir Geschichten, ja ich geben es zu, ich bin nicht wirklich ein Vampir aber hypothetisch gesehen schon, das wenn sie einmal Menschenblut getrunken haben, das sie nicht mehr damit aufhören können. Und ich war Vegetarierin, zumindest was das Menschenblut anging. Ich machte nur jagt auf Tiere. Wildtiere wohl bemerkt, nicht auf Katzen und Hunde. Das wäre ja terroristisch.
Aus der Eingebung heraus streckte ich meine Hand aus und berührte die Hand von Ben. Ich meine die Hand die erst auf seine Wunde gelegt hatte und dachte angestrengt daran das die Wunde sich schließt und zwar sofort.
"Wa-" scharf einatmend wich er von mir zurück. Das war definitiv verständlich. Ich wäre zum Beispiel schon schreiend weg gelaufen, und hatte geschrien komm nie wieder in meine Nähe du bist ein Monster. Das hat er aber nicht getan, wofür ich ihm gedanklich unendlich dankbar bin. Aussprechen würde ich das nicht. "Die Wunde ist weg" riess sein verwunderte Aufschrei mich aus den Gedanken. "Wie bitte?" "Sie ist weg" "Ja ich sehs und jetzt?" "Du bist doch echt nicht mehr auf der geraden Spur Mädchen" grummelte er dann. Er hasste es wenn meine geistige Kapazität sich wieder aufgehängt hätte und ich einfach nur ein Stroh dummes Mädchen war. Ich hasste ihn für solche Kommentare aber trotzdem liebte ich ihn auch für seine Loyalität was mir just in diesem moment klar wurde. So schnell werde ich ihn nicht los.
"schnips, schnips, bist du jetzt wieder da?"
Verwirrt schaute ich zu ihm hoch. Seit wann ist er aufgestanden? Er sah doch gerade eben noch vor mir.
"komm mit ins Bad, wir müssen das Blut an dir abwaschen und du brauchst andere Klamotten. Ein Glück das nichts auf mein Teppichboden gekommen ist, sonst wäre ich bei meiner Mutter in Erklärungsnot gekommen, wenn sie mich danach gefragt hätte."
Immer noch leicht benommen, da sich mein Kopf zu gedröht anfühlt, nahm ich seine aus gestreckte Hand und ließ mich ins Bad ziehen.
Die Nebenwirkungen die ich nach dem Blutrausch hatte, waren dieses Mal echt heftig. Auch eine eiskalte Dusche half da nicht viel. Ja, er hatte mich einfach in die Dusche geschoben und mich nass gemacht. Samt Klamotten. Unverschämte Bengel. Jetzt sahs ich in seiner Boxershort, Jogginghose und Hoddie am Esstisch in der Küche und wartet auf mein wohlverdienten Kaffee. Meine Klamotten hatte er in die Waschmaschine gemacht. Zum Glück waren seine Eltern, wie so oft, nicht da und so stellte keiner unangenehme Fragen. "Hier, lass n dir schmecken" brummelte er kurz angebunden. "Danke"
Ein Mann der großen Worte war er noch nie, doch nach dem Vorfall von vorhin war es ihm nicht zu verübeln das er erst einmal Zeit braucht um das ganze zu verdauen. "Wenn dir eine Frage auf der Zunge liegt, dann stell sie. Egal wie peinlich oder intim sie sein könnte. Ich weiß das du dich sonst nie trauen würdest eine Frage zu stellen." platzte es dann provozierend aus mir heraus. "Wie kann eine Spritze dazu führen das du dich so veränderst. Nicht charakterlich aber körperlich?"
Und da hätte er schon den Nagel auf den Kopf getroffen, wie geht sowas. Das würde ich auch gerne wissen.
~*~*~*~
So, der Prolog steht schon mal. Wer es liest, kann gerne in die Kommis schreiben und schon mal Theorien aufstellen wie das mit der Spritze sein kann, ich bin gespannt.
Die Kommis werden übrigens auch ein bisschen den Handlungsstrang beeinflussen.
LG Serafina
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Black Wings - Der Vampir, mit den scharlachroten Augen. -
FantasiaEin Tag bei Freunden. Eine Spritze. Ein anderes Leben. Ein Monster, erweckt um die Liebe, Freundschaft und Humanität auf die Probe zu stellt. Schwer atmend lehnte ich mich an ihn. Sein Geruch hatte ich zu deutlich in meiner Nase, dennoch bewegte ic...
