"Ich liebe dich!"
"Aber ich hasse dich!" "War....warum denn?" fragte ich zitternd. Meine große Liebe stand vor mir. Leon. Und ich hatte ihm gerade meine unsterbliche Liebe zu ihm verraten.
"Du bist hässlich! Von innen und von außen!"
"OHHHHHHHHHHHHH RASIERRRRRRRRRRRRRRRT!!" rief ein Kumpel von Leon. Ich brach augenblicklich in Tränen aus und in diesem Moment war es mir egal, dass ich mitten im Unterricht von Herrn Schiloh war. Ich stand auf, packte meine Sachen und verließ weinend und ohne ein weiteres Wort den Klassenraum.
"Hey Chloe!" hörte ich meinen Lehrer noch rufen, doch ich ignorierte ihn einfach. Ich rannte aus dem Schulgebäude auf den Pausenhof. Dort Galoppierte ich vom Schulgelände und knallte geradewegs mit einem Hengst zusammen.
"Wow, wow! Mach mal Halblang. Was rast du denn so?" fragte mich dieser.
"Ehh...ich...ehh..." stotterte ich und rannte an ihm vorbei in die Richtung von meinem Zuhause. Ich wusste, dass er mir hinterher sah. Ich spürte seinen Blick im Rücken. Doch für Smalltalk hatte ich gerade echt keinen Nerv! Ich schloss die Tür auf.
"Bitte, bitte lieber Gott lass Mama nicht da sein!" betete ich, als ich ins Wohnzimmer ging. Niemand war dort "Puhh." dachte ich mir erleichtert. Ich ging die Treppe hoch.
"Chloe? Was machst du denn schon so früh hier?" hörte ich eine Stimme von oben, die mir sehr bekannt vorkam. Ich schloss die Augen und überlegte, was ich sagen sollte.
"Ich ähh...wir haben ne Freistunde..." meinte ich zögerlich.
"Ach das ist ja schön! Dann kannst du mir ja beim Aufräumen helfen!" Das darf doch jetzt nicht war sein!
"Ja also..ehh ich...ehh...ich wollte jetzt eigentlich..ehh....duschen!" dachte ich mir schnell aus, damit ich meiner Mutter nicht beim Aufräumen helfen musste. Nicht jetzt! Nicht jetzt, wo es mir so schlecht ging! Ich ging in mein Zimmer und schrieb meiner besten Freundin Fiona, die noch in der Schule saß. Mit Tränen in den Augen versuchte ich 'Was macht er gerade?' in mein Handy einzutippen, aber es kamen nur irgendwelche Wirren Zahlen und Buchstaben raus. Doch wie ich meine Beste Freundin kannte, wusste sie trotzdem, was ich meinte. Ich schmiss mein Handy so kräftig auf mein Bett, dass es abfederte und mir genau ins Gesicht schoss.
"Scheiß Handy!" schrie ich so wütend und traurig mein Handy an, dass meine Mutter es hörte und in mein Zimmer kam. Sie sah mich. Mit roten Augen. Und tränen auf meinem ganzen Gesicht. Ich sah sie an und brach noch einmal in Tränen aus. Ohne, dass sie wusste, was los war nahm sie mich in den Arm und ging mit mir die Treppe hinunter. Dort machte sie zwei Kakao's und setzte sich zu mir an den Tisch. Sie sah mich an. Ich sah sie an. Stille.
Die Tür knallte auf und eine Fuchsstute mit großer Blesse trat ein. Sie wieherte
"Wie kannst du nur deine Beste Freundin Baumi im Knast namens Klassenzimmer zurücklassen. WIE!? Ouh Kakao darf ich einen?"
"Ja klar!" lachte Meine Mutter. Susanne begab sich in die Küche und machte einen Kakao. Ich war irgendwie verwirrt und noch bevor ich irgendetwas sagen konnte, fing Fiona wieder an zu brabbeln.
"WER! HST! DICH! TRAURIG GEMAAAAACHT!?!?!?"
"öhhm...Le..Leon.." flüsterte ich. Fiona schrie: "Der wird zwei Blaue Wunder erleben! Eins in seiner Dämlichen Fresse und eins viel weiter unten! Was'n Wichser!"
