Gewidmet an jojo_fox
Ein riesiger Drache mit feuerroten Schuppen und mir bekannt vorkommenden goldenen Augen, baute sich vor mir mit einem wilden Blick auf, so das er mich nun um mehrere Köpfe überragte.
Ich konnte mich nicht daran erinnern woher ich diese vor Zorn aufbitzenden Augen dieser Gestalt kannte, dennoch kamen sie mir so bekannt vor und ich hatte das Gefühl das ich diesem riesigen Ungetüm vertrauen konnte.
Mit der ganzen Kraft die mir noch übrig blieb erhob ich mich mit meinen großen weißen Flügeln in die Luft.
Nur einen kleinen Augenblick lang dachte ich das ich es schaffen würde hoch genug fliegen zu können um mir ein Bild von dem Chaos das sich um mich herum verbreitete zu machen. Doch im nächsten Moment spürte ich wie meine Kräfte nachließen und sah das der Boden mit einer sehr hohen Geschwindigkeit immer näher kam.
Kurz vor dem Aufprall wachte ich schweißgebadet und aufrecht sitzend in meinem Bett auf.
Dieser Traum wiederholte sich nun schon seit mehreren Nächten und jedes Mal nach dem Aufwachen zerbrach ich mir den Kopf über diese mir so vertrauten goldenen Augen die ich noch nie in meinem Leben, außer in meinen Träumen, gesehen hatte.
Mit einem Seufzen stieg ich schließlich aus dem Bett und gähnte ausgiebig.
Auf dem Weg ins Badezimmer versuchte ich so leise wie möglich zu sein um meine Tante Hannah bei der ich lebe, nicht zu wecken.
Sie war in letzter Zeit ziemlich reizbar.
Im Bad angekommen musste ich bei dem Blick in den Spiegel erneut seufzen.
Diese dunklen Augenringe toppten wohl auch die hässlichsten Zombies aus jedem Horrorfilm der je gedreht worden war. Und meine weiß-blonden Haare sahen aus als hätte ich an eine Oberleitung gefasst. Eine Steckdose wäre da zu harmlos gewesen.
Doch bevor ich mich weiter bemängeln konnte hörte ich einen extrem lauten Knall.
Erschrocken ließ ich die Haarbürste die ich gerade in die Hand genommen hatte fallen und stürmte aus dem Badezimmer.
Es hatte sich angehört als würde es aus Tante Hannahs Zimmer kommen, also rannte ich den Gang entlang bis ich vor ihrer Zimmer Tür stand und stürmte auch in diese.
Was mich dort erwartete war ein Schock.
Das Zimmer war vollkommen zerstört , und in diesem Chaos lag Hannah. Als sie mich bemerkte versuchte sie mit mir zu reden aber alles was aus ihrem geöffneten Mund kam war ein Krächzen.
Mit Tränen in den Augen kniete ich neben ihr nieder, aber es war schon zuspät.
Ich könnte noch sehen wie ihre Augen plötzlich stumpf und leblos wurden, bevor ich vor Wut und Verzweiflung zu Weinen und Schreien anfing.
Meine Welt war über meinen Kopf zusammengebrochen und ich konnte nichts tun.
Tante Hannah war die letzte Verwande die ich noch kannte. Wer zur Hölle hat sie mir weggenommen?
Ich saß noch eine kleine Weile neben meiner leblosen Tante bevor ich schon den nächsten Knall hörte.
Vorsichtig sah ich aus der Tür die ich bei meinem Schock einen Spalt weit offen ließ.
Ich musste hier weg.
Doch bevor ich die Initiative ergreifen und loslaufen konnte fiel mir eine eine kleine schwarze Rabenfeder auf die vor meinen Füßen lag.
Erst wunderte ich mich woher sie kam, aber dann ergriff mich ein Deja vu.
Ich kam von der Schule heim.
Ich ging gerade mal in die dritte Klasse.
Ich war ganz aufgeregt denn ich hatte in der letzten Probe eine sehr gute Note bekommen und wollte diese meinen Eltern zeigen.
Doch das Haus war verwüstet. Komplett verängstigt schlich ich ins Wohnzimmer und sah dort das schlimmste was man sich als 9 jährige nur vorstellen konnte meine Eltern lagen in einer Blutlache auf dem Boden um sie herum lauter schwarze Federn.
Mit der letzten Kraft die sie noch hatte sagte meine Mutter: "Penelope, renn so schnell du kannst zu Tante Hannah... Wir lieben dich..."
Das waren ihre letzten Worte.
Ich wollte schreien und weinen, allerdings war ich so im Schock das ich nur noch aus dem Haus floh und zu meiner Tante lief.
Ich hatte auf dem ganzen Weg nicht einmal zurückgeblickt.
Meine Tante und ich zogen nach diesem Ereignis weit von meinem damaligem Zuhause weg.
Und alles schien gut zu laufen.
Bis heute.
Acht Jahre hatte es gedauert bis die Mörder meiner Eltern uns gefunden hatten.
Es war wie damals. Sie ließen nichts zurück bis auf Zerstörung und einer kleinen schwarzen Feder.
Und ich beschloss Rache zu nehmen.
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Dark Forrest Academy
FantasyMitten in einem dunklem Wald steht ein riesiges Schloss. Dies soll Penelopes neues Zuhause sein. Noch ahnt sie nichts von den Geheimnissen die dieser Ort vor der Außenwelt verbirgt oder von der Macht die tief in ihr steckt. Die Dark Forrest Academy...
