Geburtstag

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Heute war mein Geburtstag und ich hatte eigentlich überhaupt gar keine Lust jetzt aufzustehen. Aber die Schule rief also quälte ich mich aus meinem Bett.

Schnell hatte ich mich fertig gemacht und saß unten am Tisch. Meine Eltern waren bereits arbeiten, hatten mir aber einen Karte geschrieben, bei der eine kleine Schachtel stand.

Ich wusste, dass meine Mutter Meisterin dadrin war, süße und rührendende Texte in Karten zu schreiben. Also legte ich mir die Karte für nach der Schule zur Seite, sonst würde ich mit verheulten Augen zur Schule fahren.

Mein Blick fiel auf die kleine Schachtel. Sie war sehr unscheinbar in dunkelblau mit filigranen goldenen Verzierungen. Beim genaueren Hinschauen konnte ich 'Sarah' und eine Zeile darunter '18' lesen.

Leicht nervös hob ich den Deckel an und lugte ins Innere. Auf Schaumstoff hergerichtet lag eine dünne silberne Kette. An ihr waren zwei kleine Anhänger befestigt.

Der eine war eine kleine sehr filigran verzierte Feder und der andere war ein kleiner Kreis mit einem Rubin in der Mitte.

Als ich den Atem anhaltend und mit zittrigen Händen die Kette aus der Schachtel nahm, drehte sich der Kreis leicht und ich sah, wie auf dessen Rückseite eine kleine Krone eingraviert war.

Ich konnte nicht glauben, dass meine Eltern mir so etwas wertvolles schenkten. Wir wohnten nur auf einem Bauernhof und hatten nur das eigene Geschäft.

Mit der Kette in der Hand lief ich zum Spiegel in unserem Bad. Als ich sie mir umgelegt hatte, fuhr ich mit der Hand über die kleinen Anhänger. Der Rubin schmeichelte meinen kastanienbraunen Augen.

Ich wurde aus meiner Träumerei gerissen, als ich einen Blick auf die Uhr warf. Schnell lief ich in die Küche, schnappte mir mein Brot, was ich mir zuvor gemacht hatte und schulterte im Vorbeigehen meine Tasche.

Mit einem weiteren Blick auf meine Handyuhr lief ich zu meinem Fahrrad und trat kurze Zeit später in die Pedale auf dem Weg zu meiner Bushaltestelle.

Dort angekommen schloss ich mein Fahrrad ab und wurde direkt von den unterschiedlichsten Personen umarmt.

Emily, meine beste Freundin, kam als letzte an. Sie sprang mir mit einem entzückten Schrei entgegen und warf sich in meine Arme. Unter der Wucht musste ich ein paar Schritte nach hinten ausweichen.

An meinem Ohr flüsterte sie eine leises „Alles Gute zu deinem Geburtstag!" Lächelnd schlang ich meine Arme fester um sie.

Als der Bus kam lösten wir uns und stiegen gemeinsam ein.

An der Schule angekommen hatte sich bereits eine kleine Traube an Menschen aus unserer Stufe gebildet.

Ich bekam mit, dass wohl unsere Biologielehrerin krank war und wir bei einem neuen Lehrer Vertretung hatten.

Nach einer kurzen witzigen verbalen Auseinandersetzung zwischen Max und mir, klingelte es und wir liefen ins Gebäude. Emily hatte mal versucht mir zu erklären, dass er das nur tat um mir zu gefallen, aber das war in meinen Augen kompletter Humbug.

Wenn ich es zu diesem Zeitpunkt doch nur besser gewusst hätte.

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Hey Leute,

Ja ich weiß was ihr euch jetzt fragt. Aber ich habe mir vor kurzem mein eigenes Buch Mal durchgelesen und habe mich selber gefragt was ich mir bei den ersten beiden Kapiteln gedacht habe. Also hier die ersten beiden ehemaligen Kapitel sehr kurz zusammengefasst, sodass man sich vor dem geilen Scheiß nicht mehr durch unnötigen Kram lesen muss.

LG Eure Marie

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