Das letzte Attentat
Seit der großen Veränderung im Trainingsplan der Mädchen waren etliche Monate vergangen und die Armee der Engel war beachtlich gewachsen.
Mein Liebster, meine Familie und Freunde waren unglaublich Stolz auf mich und wussten, dass es bald soweit sein würde.
Allen war bewusst, dass der große, letzte Krieg kurz bevorstand, weshalb sich alle darauf vorbereiteten. Trotz dieser Tatsache versuchten wir alle so viel Zeit wie möglich mit unseren Familien zu verbringen, da die Gefahr sehr groß war, sie nie wieder zu sehen oder zu verlieren. Dadurch, dass die meisten Mädchen sich für den Kampf entschieden hatten, waren sogar einige Beziehungen entstanden, da einige der jungen Männer sich ungemein zu einem Mädchen hingezogen fühlten - so wie es bei mir und Damien damals passiert ist.
An einem ruhigen Morgen lag ich glücklich schmusend mit Damien im Bett.
Die Kinder schliefen und wir ließen es uns gut gehen. Liebevoll küssten wir uns und mein Verlobter strich mir sanft über den nackten Rücken. Inzwischen passten wir auch mehr auf um mich nicht gleich wieder ungeplant zu schwängern. Wir hatten ja noch viele Jahre vor uns in denen wir sicherlich noch weitere Kinder zeugen würden, aber bis dahin würden wir uns viel Zeit lassen, meine liebsten Zwillinge großziehen und diesen Krieg beenden.
Seufzend flüsterte ich schließlich: “Hm... Dann müssen wir wohl aufstehen mein Schatz. Das Training ruft!” Er lachte leise, küsste mich auf die Stirn und wir krabbelten aus dem Bett um zusammen duschen zu gehen.
Wir nahmen Sharon und Miles mit an den Tisch und ich säugte meine Kleinen, während Damien mich fütterte. Nach dem Frühstück kam meine Mutter vorbei um sich um unsere Kinder zu kümmern, solange ich vormittags beim Unterricht war. Meistens war ich zum Mittag wieder zu Hause und übernahm sie wieder um sie zu füttern und mit ihnen zu spielen und mich einfach richtig um sie zu kümmern.
Ruhig ließ ich zunächst den Kampfunterricht und am Nachmittag meine üblichen Stunden, welche das Studium unserer besonderer Gaben betraf. Die Mädchen hatten großen Spaß an den einzelnen Einheiten teilzunehmen, hatten es aber auch so ein bisschen schwerer, da es viel Zeit in Anspruch nahm. Dafür hatten wir aber auch zwei zusätzliche freie Tage in der Woche. Ich liebte es zwischen den beiden Trainingseinheiten bei meinen Kleinen zu sein und genoss jede einzelne Minute mit ihnen. Wenn ich nachmittags zum Lernen ging, passte Damien auf Sharon und Miles auf und Jack leistete ihm oft Gesellschaft. Meine Tochter hatte scheinbar großen Spaß daran Jack zu ärgern, was uns wirklich amüsierte.
Als ich dann schließlich endlich nach Hause zurückkam, begrüßte mich Damien mit einem leidenschaftlichen Kuss und flüsterte: “Hey Engelchen. Sie sind gerade eingeschlafen. Magst du was essen?” Ich nickte schmunzelnd, gesellte mich zu ihnen in die Küche und machte mich über ein saftiges Steak mit Kartoffelbrei und Möhren her. Mein Liebster war schon ein famoser Koch und er wusste genau was mir schmeckte! Grinsend erzählte er: “Wusstest du eigentlich, dass sich deine Schwester heute von ihrem Delsin total romantisch überrascht worden ist? Er stand heute mit Schokolade und einem riesen Strauß Blumen an ihrer Tür und hat scheinbar wirklich schöne Stunden mit ihr verbracht. Kathrin war jedenfalls richtig rot, als sie zum Essen gekommen sind.” Lachend erwiderte ich, dass ich das gern selbst gesehen hätte und lehnte mich sanft an Damien.
Gut gelaunt entspannte ich mit meinem Schatz bis wir am Abend von unglaublichem Lärm, wie einem Scheppern, aufgeschreckt wurden. Besorgt schaute ich bei meinen kleinen vorbei und sah, dass Sharon aufgewacht war und weinte. Sanft nahm ich sie auf die Arme, wiegte sie hin und her und summte das Lied, was meine Mutter mir immer gesungen hatte. Um sie noch weiter zu beruhigen, nahm ich sie mit nach draußen als wir dem Geräusch nachgehen wollten. Dort angekommen stellte sich Damien sofort in verteidigender Haltung vor mich. Da erkannte ich die fünf Erzengel die unser Haus belagerten und ihre Pfeile auf uns richteten. Jedenfalls konnte ich nur diese fünf sehen... Einer der Engel rief bösartig lächelnd: “Na sieh mal einer an: Haben sich die beiden endlich nach draußen begeben. Wir sind hier mit einer Forderung unseres Herren Lucius. Hört ihr zu?”
