Ein kleiner Mord zum Abendessen

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Franz, ein alter Mann, der seine besten Jahre bereits lange hinter sich hatte, stand am verstaubten Fenster in seiner kleinen Zweizimmerwohnung in einem abgelegenen Wohnviertel, in dem meist nur böse Gestalten, wie er die Verbrecher nannte,  gesehen wurden.

Sie denken, Franz gehört nicht zu diesen Gestalten? Dann haben Sie sich geirrt. Franz ist eine der schlimmsten Gestalten, die mehr zu verbergen hat, als einfachen Drogenbesitz, Belästigung oder Körperverletzung... doch dazu bald mehr.

Im Moment beobachtete er ein altes Paar, die sich beide nur noch mit Mühe im Leben zurechtzufinden wussten, das konnte er deutlich an dem zitternden Gang und den vorsichtigen Schritten erkennen. "Ja, lauft vorsichtig, im Winter könnte es glatt sein..." murmelte er zynisch und überlegte ruhig, doch gleichzeitig schnell, wie er es anstellen sollte.

Schmerzlos oder grausam? Beide oder einen? Und vor allen Dingen: Wann? "Jetzt!" murmelten Franz und leckte sich mit seiner Zunge über die vertrockneten Lippen: "Oh ja..." murmelte er genüsslich und machte sich daran, sein nächstes Werk vorzubereiten.

Plastiktüte, Küchenmesser, Schere und Schnüre stopfte er in seine Taschen, die scharfen Gegenstände vorsichtig, warf sich einen langen Mantel über und verließ hastig das Haus. Auch wenn die beiden Alten nicht gerade schnell liefen, wer konnte wissen, ob sie abgeholt oder erwartet wurden? Er musste schnell und gleichzeitig bedacht sein, doch er machte sich keine Sorgen, er hatte darin genug Übung.

Mit flinken Schritten, die sein Alter unter normalen Umständen gar nicht schaffen dürfte, lief er die glatten Treppen aus den 70ern hinunter, mit denen die Flure noch bestückt waren. Das alte Ehepaar war nur wenige Zentimeter vorangekommen, wie es ihm schien, doch er unterschätzte sie trotzdem nicht. Er verlangsamte seine Schritte und folgte ihnen, was ihm einige Geduld abverlangte, die er aber durchaus bereit war zu opfern.

Es vergingen Minuten des Wartens, bis die Alten sich auf ihren Rollatoren gestützt aus der Straße gekämpft hatten.

Zur Info: Das Haus, in dem er wohnte, war das Letzte aus einer Reihe, bzw. das letzte obere Rechte aus dem Viertel, danach begann die Landstraße, die jedoch nur für forst- und landwirtschaftlichen Verkehr und für Fußgänger freigegeben war, doch trotzdem aussah, wie eine Hauptstraße, mit einer gestrichelten Linie in der Mitte und zwei durchgehenden Linien an der Außenseite. Die Alten blieben stehen und begannen an ihren Gehhilfen herum zu werkeln, bis plötzlich helles Licht die Landstraße vor ihnen durchflutete.

 Die Alten blieben stehen und begannen an ihren Gehhilfen herum zu werkeln, bis plötzlich helles Licht die Landstraße vor ihnen durchflutete

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"Scheiße" murmelte Franz, denn das würde seine Sache erschweren. Grelles Nebellicht in völliger Dunkelheit würde auffallen. Vielleicht könnte das unnötige Schaulustige an die Fenster ziehen, und es war völlig egal, ob sie seine Tat beobachteten oder nicht, sie würden irgendwas wissen. Jeder von ihnen würde irgendetwas wissen oder behaupten zu wissen. Die Gestalten, wie er fortwährend die Verbrecher nannte, würden alles tun um sich selbst aus der Scheiße zu ziehen.

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