Happy Birthday!?

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Ich lief durch ein riesiges Haus. Es war sehr edel und luxuriös eingerichtet in Grün, Gold und Weiß. Als ich gerade um eine Ecke ging, sah ich eine Frau und einen Mann. Ich schätzte die Beiden ungefähr Anfang oder Mitte zwanzig. Sie unterhielten sich, woraufhin ich mich schnell hinter der Ecke versteckte, da ich das Gefühl hatte, dass dieses Gespräch wichtig war. "Was sollen wir tun Nathan?", fragte die Frau, "Sebastian und Lilia werden sie töten!" Zum Ende hin wurde sie panisch, fast schon hysterisch. "Wir müssen sie in Sicherheit bringen, so weit weg wie möglich.", antwortete Nathan. "Aber wohin?", schrie die Frau, nun wirklich hysterisch. "Diana nicht so laut, sonst weckst du sie noch. Wir schicken sie mit deiner treuesten und besten Freundin auf die Erde, wie heißt die noch gleich?", entgegnete er vollkommen ruhig. "Du meinst bestimmt Felicia. Gut, dann machen wir das so.", erwiderte Diana, bereits etwas ruhiger. "Na dann los", sagte Nathan. Wen meinen die beiden mit 'sie', fragte ich mich. Dann sah ich mit Schrecken, dass sie genau auf mich zu kamen und rannte schnell den Gang wieder zurück. Nathan und Diana kamen immer näher, sie waren schon fast an der Ecke angekommen. Ich suchte verzweifelt ein Versteck, gleich würden sie mich sehen, aber ich fand keines, da sah ich eine unauffällige Tür in der Wand, bestimmt ein Geheimgang. Schnell versteckte ich mich dahinter, als sie schon um die Ecke kamen. Zum Glück waren Diana und Nathan immer noch in das Gespräch vertieft und hatten mich deshalb nicht entdeckt. Es war wirklich ein Geheimgang. Ich öffnete die Tür einen Spalt breit und sah vorsichtig auf den Gang, sie standen so, dass ich sie gut sehen konnte. Diana sagte: "Okay, dann sag ich Felicia eben Bescheid, dass sie kommen soll." Sie drückte auf ein Band an ihrem Handgelenk. Nach einigen Minuten kam eine Frau um die Ecke und ging auf die beiden zu. Nathan sah sie zuerst. "Da bist du ja Felicia." Zum ersten Mal konnte ich ihr Gesicht sehen und konnte es nicht fassen. Das ging nicht, das konnte nicht sein. Sie war zwar noch jünger, aber ich erkannte sie trotzdem. Was machte meine Mutter hier?

Plötzlich fühlte ich etwas Nasses und Eiskaltes auf mir. Ich setzte mich ruckartig im Bett auf, mein Blick fiel auf meine nassen Sachen und den leeren Eimer neben meinem Bett. Außerdem sah ich meinen lachenden Bruder Vius mit einer Kamera in der Tür stehen. Eigentlich hieß er Viktor und war ein Jahr älter als ich. Ich sprang aus meinem Bett, was sichals schlechte Idee entpuppte, denn jetzt drehte sich alles, da ich zu schnell aufgestanden bin. Vius nutzte die Chance und rannte, lachend, weg. Ein paar Sekunden später folgte ich ihm, hörte aber nach ein paar Schritten auf zu rennen, weil mir ein besserer Racheplan einfiel. Also ging ich zurück in mein Zimmer und holte unter einem losen Dielenbrett eine Tüte Juckpulver hervor (Ich hatte dort schon seit längerer Zeit diverse Gemeinheiten für meinen Bruder, der mir ebenfalls viele Streiche spielte). Damit ging ich durch sein Zimmer in sein Badezimmer und füllte das Zeug in sein Shampoo und Duschgel. Doch dann sah ich ein großes Problem, wie sollte ich ihn dazu bekommen zu duschen, doch schon hatte ich eine Idee. Daraufhin ging ich in unsere Garage wo sich unter anderem noch schwarze Farbe und Vius Auto befanden. Ich rief: "Viktor wenn du dein Auto retten willst komm her". Um meinen Plan zu verwirklichen stellte ich mich mit dem Farbeimer hinter die Tür und wartete. Zehn Sekunden später kam er auch schon in die Garage gerannt und blieb ein paar Schritte von mir entfernt stehen. Ich schlich mich an ihn heran und kippte die schwarze Farbe über ihn. Schnell ließ ich den Eimer fallen und trat den Rückzug an. Ich rannte Richtung meiner Etage was ein sehr weiter Weg war, denn wir wohnten in einer Villa. Das hieß also von der Garage in den Flur, weiter durch die Küche ins Wohnzimmer, wo er schon leicht aufgeholt hatte, in noch einen Flur und auf die Treppe wo ich wegrutschte und fiel, aber mir zum Glück nicht wehtat. Ich war gerade aufgestanden, da war mein Bruder da und drückte mich fest an ihn, weshalb ich jetzt auch voller Farbe war. Er ließ mich los und umarmte mich nochmal. "Alles Gute zum 18. Geburtstag Schwesterchen!" Wir lösten uns und er fragte: "Frühstück in einer halben Stunde?" "Klar, ich weck Mama " Er nickte und wir gingen beide in unser Zimmer. Nach einem Blick auf die Uhr wusste ich, dass es halb neun war, also eine ganz normale Uhrzeit um an einem Samstag in den Sommerferien aufzustehen, zumindest für mich. Ich beschloss erst mal duschen zu gehen, da ich ja auch voller Farbe war.

Ich stand vor meinem Kleiderschrank und überlegte was ich anziehen sollte. Ich entschied mich für eine Hotpants und ein neongrünes Top. Dazu band ich meine Straßenköterblonden, zwischen Kinn- und Schulterlangen Haare zu einem Zopf. Ich schminkte mich nicht, da meine helle Haut darauf nicht gut reagierte. Dadurch bekam sie Rötungen und Pickel, außerdem habe ich auch ohne Schminke eine reine Haut, ich sehe generell ganz okay aus, ohne eingebildet oder arrogant klingen zu wollen. Ich hatte rosige Lippen, schwarze Wimpern, eine gerade Nase und ein angedeutetes Sixpack, da ich viel Sport machte. Meine Haare waren weich und glatt. Ich war groß mit meinen 1,75 m. "Recia", hörte ich einen lauten, schmerzerfüllten Schrei durchs Haus hallen. Tja Rache ist süß.
Ich ging also los um meine Mutter zu wecken damit wir anfangen konnten zu kochen. Wir kochten an unseren Geburtstagen immer zu dritt Frühstück, das war so ein Ritual bei uns. Meine Mutter hatte ein Restaurant namens "Delicious", welches das beliebteste Restaurant in Paris war, deshalb die Villa und das viele Geld, wovon wir allerdings auch viel spendeten. Aus dem Delicious hatte sich mittlerweile eine riesige Kette gebildet. Sie lagen alle auf einem großen Platz der nur noch "Place Delicious" genannt wurde und einer der berühmtesten Plätze in Paris war. Doch es war nicht so dass wir unsere Mutter kaum kannten wie andere Kinder mit berühmten Eltern, im Gegenteil wir verstanden uns sehr gut und hatten ein sehr enges Verhältnis. In der Schule weiß keiner dass wir ihre Kinder waren, wir alle wollten das nicht. Wir weil wir keine Lust auf falsche Freunde hatten und Mum weil sie einige Feinde hatte. Ich weckte Mama und ging schon mal in die Küche.

Nach einiger Zeit kamen auch Mom und Vius und wir begannen zu kochen. Wir machten Pancakes mit allen möglichen Zutaten und heiße Schokolade. Nach dem Essen holte Mum ihren Laptop und zeigte uns Bilder einer wunderschönen Insel im Pazifik. "Cool, wir fahren in den Urlaub", freute ich mich. Daraufhin lächelte meine Mutter und erwiderte: "Nein Maus, das ist unser neues Zuhause." Ich sah sie überrascht an und brauchte erst einen kurzen Moment um zu verarbeiten was sie gerade gesagt hatte, dann fiel ich ihr um den Hals und drückte sie ganz fest an mich. "Das beste Geschenk aller Zeiten!" Meine Mama klatschte in die Hände und sagte: "Hopp hopp worauf wartet ihr noch, geht packen." Das ließen wir uns nicht zweimal Sagen und liefen los.

Stunden später waren wir endlich an meiner Insel angekommen und von nahem sah sie noch viel schöner und größer aus. Viktor ließ mir einen Schlüssel in die Hände fallen. "Was ist ein Zuhause ohne eigenes Haus?" Ich umarmte ihn und lief zu meinem Haus. Eher Häuser, mehrere große Baumhäuser auf riesigen Bäumen in einem Wald aus andern riesigen Bäumen, die alle perfekt zum Klettern geeignet waren. Außerdem standen sie am Rande einer großen Lichtung mit vielen Blumen und Kräutern, einem See, bei dem man bis auf den geschätzt 2,50 Meter entfernten Grund sehen konnte. Also im Gesamtbild ein absoluter Traum. Meine Bäume waren durch Brücken verbunden, aber hatten jeder eine eigene Haustür im Stamm, hinter der sich eine Treppe verbarg. Ich ging also zum ersten Baum und hoffte, dass es das richtige Haus war. Ich ließ mein Gepäck erst mal stehen. Ich ging die Treppe nach oben und kam in einen Flur.

Rechts von mir war eine Tür und links zwei. Ich konnte mich nicht entscheiden, was ich als erstes erkunden wollte und so zählte ich es aus: "Ein Blatt fällt ab ins Tal hinab und wer es fängt der wird gehängt", sprach ich in Gedanken den Spruch. Und so öffnete ich die erste Tür links und erblickte einen Raum voller Schuhe, größtenteils Sportschuhe. Lauf-, Kampfsport-, Fußball- und Hallenschuhe. Aber auch ein paar High-heels, andere diverse Klacker Schuhe, Boots, Stiefel und normale Straßenschuhe und die meisten in meinen Lieblingsfarben Grün und/oder Silber. Der Raum war ca. 20 m^2
groß und trotzdem überfüllt vor lauter Schuhen. Ein einziges Paradies für jede Frau -mit meiner Schuhgröße. Begeistert probierte ich welche an, doch nach einiger Zeit wurde mir bewusst wie viele andere Zimmer ich noch zu besichtigen hatte und ging wieder in den Flur, nur diesmal mit einem Paar flauschigen Hausschuhen an den Füßen, natürlich in grün. Die nächsten Räume waren ein Raum für Taschen (15 m^2), Raum für Schmuck (5 m^2),Schlafzimmer (50 m^2), Begehbarer Kleiderschrank (35 m^2), ein Badezimmer (40 m^2) und ein Ausgang, von da führte eine Hängebrücke zum nächsten Baum. Ich erklomm die Brücke und ging in einen Flur, hinter der ersten Tür war eine Speisekammer, im Zimmer danach eine moderne Küche, danach kam ein kleines Bad, hinter der vierten ein Wohnzimmer und hinter der fünften wieder ein Ausgang, aber mit einer Seilbrücke. Das dritte war das größte und letzte meiner Häuser. Es gab wieder einen Flur von dem viele Türen abgingen. Im ersten Raum zu meiner Rechten fand ich eine Umkleide, hinter allen andern Türen hatte ich mein eigenes kleines Fitnessstudio, inklusive Boxsack, und anderen Sachen für Kampfsport. Am Ende war eine Feuerwehrstange um wieder auf den Boden zu kommen. Diese Häuser lagen im Osten der Lichtung, dann gab es noch drei Gästehäuser im Süden, Westen und Norden. Sie beinhalteten je ein Badezimmer, Schlafzimmer, begehbarer Kleiderschrank, Küche und Wohnzimmer. Den Rest des Tages erkundete ich den Wald und sah mir das Haus meiner Mutter und Viktor an. Abends fiel ich todmüde ins Bett.

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⏰ Terakhir diperbarui: Jun 23, 2021 ⏰

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