Akira öffnete die Augen und wurde sofort von den Sonnenstrahlen begrüßt, die durch sein Fenster kamen. Er setzte sich auf und schaute kurz auf sein Handy. 23. Juli. 11:36 Uhr. Akira rieb sich die Augen in der Hoffnung, dass er davon wacher wird. Er fühlte sich für diese Uhrzeit noch viel zu müde. 'Das kommt davon, wenn man bis in die Nacht hinein Videospiele spielt!', würden jetzt seine Mutter und seine beste Freundin Aiko sagen. Wenn er schon an sie dachte, er wollte sich heute mit ihr treffen. Wann genau wollten sie sich am alten Spielplatz treffen?... 'Ach ja! In genau...', dachte Akira während er noch einmal auf sein Handy schaute, '20 Minuten?!' Akira sprang schnell auf, zog sich an und rannte in die Küche. Dort nahm er sich einen Schokoriegel, rief seiner Mutter kurz ein "Ich gehe mit Aiko zum alten Spielplatz. Bye!" zu und verschwand schnell aus der Tür, wobei er aber nicht hörte wie seine Mutter ihm zurief, dass Schokoriegel kein gutes Frühstück seien.
Am alten Spielplatz angekommen (nach 17 Minuten Dauerrennen) sah Akira auf einer der Schaukeln schon seine beste Freundin sitzen. Akira könnte sie in einer ganzen Menschenmenge erkennen. Mit ihren langen hellblonden Haaren, die immer ordentlich aussahen, egal was sie täte, und ihren himmelblauen Augen unterschied sich ihr Aussehen von allen anderen Menschen, die in der kleinen Stadt lebten. Dazu kam noch die blasse Haut und die ruhige Aura, die sie immer um sich hatte, durch die sie nur noch mehr wie ein Engel wirkte. Neben ihr wirkte Akira schon fast langweilig. Schließlich sieht man viele Jungen mit hellbraunen Haaren auf der Straße. Das einzige was bei ihm besonders war, waren die grünen Augen, die laut Aiko immer funkelten wie Smaragde. Akira hat darüber aber immer nur gelacht. Er sah sich selbst als nichts besonderes. Er war einfach ein normaler Junge, der normal zu Schule ging, wenn nicht gerade Ferien waren, und ein ganz normales Leben lebte.
Akira setzte sich auf die Schaukel neben Aiko ohne ein Wort zu sagen. Seine beste Freundin lachte. „Schon wieder verschlafen?" Er nickte nur. „Du warst wieder zu lange an deinem komischen Videospiel. Du solltest wirklich mal rechtzeitig ins Bett gehen. Ein unregelmäßiger Schlafrhythmus ist nicht gut für dich." Akira verdrehte die Augen. Wie oft hatte er das schon gehört? Vielleicht 900 bis 1000 Mal? Er hatte nach 476 aufgehört zu zählen. „Jajaja. Ich hab's ja kapiert. Musst du das immer wieder widerholen?" Aiko lachte wieder. „Ich widerhole es so oft, bis du etwas daran änderst" Akira fing auch an zu lachen. „Ich glaube, da sterben wir vorher."
So unterhielten sich Akira und Aiko für eine Weile. Es ging nie lange um ein besonderes Thema, sondern es war einfach eine entspannte Unterhaltung, wie es bei ihnen auch üblich war. Akira schaute auf sein Handy. 13:04 Uhr. Aiko schaute bei ihm auf die Uhrzeit und sagte: „Ich glaube, ich muss jetzt gehen. Mein kleiner Bruder hat bei einem Freund übernachtet und ich muss ihn abholen." „Deine Mutter ist wieder nicht da?"
Aikos Vater ist vor mehreren Jahren gestorben und seitdem muss ihre Mutter ziemlich viel arbeiten um genug Geld zu verdienen, damit die vierköpfige Familie (Mutter, Aiko, kleiner Bruder und große Schwester) gut genug leben können.
Aiko lächelte etwas traurig. „Yep. Und Luna hat auch keine Zeit dafür." Akira seufzte und stand auf. Aiko tat es ihm gleich und sie gingen vom Spielplatz.
Eine Weile liefen sie ohne etwas zu sagen nebeneinander die Straße entlang. Bei einer bestimmten Straßenkreuzung blieben sie stehen. Hier würden sich ihre Wege trennen. Aiko lächelte Akira an. „Treffen wir uns morgen wieder?" Akira konnte ihr Lächeln nur erwidern. „Klar" „Na dann, bis..." Plötzlich verstummte sie und ihr Blick fixierte sich an Akira vorbei auf die Straße. Ihr Gesichtsausdruck wurde nervös und sie schaute die Straße entlang. Dort kam gerade ein Lastwagen. Alles passierte so schnell. Sofort rannte Aiko an dem verwirrten Akira vorbei auf die Straße. Akira drehte sich um und versuchte noch, ihren Arm zu greifen, doch es war zu spät. Im nächsten Moment war alles rot. Sein Gehirn konnte nicht verarbeiten was gerade passiert war. Er konnte sich nicht bewegen. Er konnte nur auf dem Bürgersteig stehen und den reglosen Körper seiner besten Freundin ansehen. Die wenigen Passanten die in der Nähe waren versammelten sich um das Mädchen, doch Akira nahm die Leute nicht mehr war. Er hätte sich in diesem Moment übergeben können, doch stattdessen fühlte nichts mehr. Alles um ihn herum war verschwommen. Das letzte was er wahrnahm war eine komplett schwarze Gestalt, bevor dann letztendlich alles schwarz wurde...
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Bin ich fies? Ich bin glaub ich ziemlich fies. Wer oder was ist denn diese schwarze Gestalt? Warum ist Aiko einfach auf die Straße gerannt? Kann ich endlich mit diesen Fragen aufhören? Ich kann nur die letzte Frage beantworten. NIEMALS! Okay, tut mir leid. Wenn jemand Ideen hat, was los sein könnte, würde ich mich sehr freuen wenn ihr einen Kommentar schreiben könntet. Ansonsten hoffe ich, dass ihr viel Spaß mit dieser Geschichte haben werdet.
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Against Time
FantasyKann man das Schicksal irgendwie ändern? Viele sagen, es sei unmöglich aber einen Versuch ist es doch wert, oder? Das denkt sich jedenfalls Akira. Doch wird er es schaffen? Oder wird er aufgeben müssen? Diese Fragen kann ihm leider niemand beantwort...
