Die Arme fest um seinen Hals geschwungen, lächele ich in mich hinein. „Sind deine Hände gerade ernsthaft auf meinem Po gelandet?" Ich lege meinen Kopf auf seine Schulter und versuche mein Grinsen zu unterdrücken. Er wendet den Kopf und seine Lippen nähern sich meinem Ohr. Ich kann seinen Atem an meinem Hals spüren. „Was wäre wenn?", wispert er mir leise ins Ohr. Ich schüttele nur grinsend den Kopf und wiege mich sanft im Rhythmus der Musik. Seine Hände wandern wieder nach oben und legen sich auf meine Hüften, aber erst nachdem er mir kurz in die Pobacken gekniffen hat. Ich schmiege mich näher an ihn und atme seinen Duft ein, dunkel, sexy, sehr männlich...
Mittlerweile bin ich froh, dass meine allerbeste Freundin Viola mich mit hierher geschleift hat. Es ist Freitagabend und nach einem langen Tag im Büro, wollte ich mich nur noch auf meine Couch lümmeln und mich unter der Decke verkriechen mit einem schönen Glas Weißwein und der neusten Folge meiner Lieblingsserie. Aber nein. Um Punkt halb acht klingelte es an meiner Türe, nachdem ich erst fünf Minuten zuvor eben diese Türe hinter mir verschlossen hatte. Violas rundes Gesicht lächelte mich durch den Türspion hin an und ich hörte sie durch die Türe rufen: „Rosie, ich weiß dass du da bist! Mach sofort die Tür auf oder ich bin gezwungen..." Sie warf einen vielsagenden Blick auf die gegenüberliegende Türe.
Genervt stöhnend öffnete ich rasch die Türe und gebot meiner Freundin Einlass.
„Ich wusste das würde funktionieren. Jedes Mal wenn ich damit drohe bei deiner Schwester zu klingeln, gibst du klein nach. So langsam glaube ich du hast einen ernsthaften Schwesternkomplex." Sie ließ sich auf die Couch fallen und betrachtete das Glas Wein, dass bereits auf meinem Wohnzimmertischchen stand. „Rosie das ist nicht dein Ernst! Du wirst heute Abend ganz sicher nicht zuhause bleiben. Ich hab dir was Schönes zum Anziehen mitgebracht, das wirst du dir überwerfen, dann am besten noch etwas mit deinen Haaren machen, denn so nehme ich dich sicher nicht mit – nachher denken die Leute noch ich bin mit einem Penner unterwegs - und dann gehen wir in einen Club und reißen ein paar Kerle auf!!"
Während ihres emotionalen Monologs deutete sie mit der einen Hand auf die Tüte, die sie kurz zuvor auf den Boden fallen lassen hatte und schnappte sich mit der anderen mein Weinglas. Sie setzte das Glas an die Lippen an und leerte es in einem Zug. „So... leider hast du hier nichts mehr zu trinken also hopphopp mach dich fertig, damit wir endlich was Richtiges trinken können!"
Augenverdrehend griff ich nach der Tüte und lugte vorsichtig mit einem Auge hinein während ich antwortete. „Dir ist schon bewusst, dass in der Küche die restliche Flasche steht...? Was zum Teufel ist das hier?" Ich zog einen grauen Stofffetzen aus der Tüte. Es handelte sich um ein feines Top mit Edelsteinen am Dekolleté und einem tiefen Rückenausschnitt. „Wie zum Teufel soll ich das tragen und was ziehe ich da drunter?" Kichernd und mit großen Augen schaute Viola mich an. „Gar nichts natürlich. Du schnappst dir jetzt eine Strumpfhose, kurze schwarze Shorts und das Top und verschwindest im Badezimmer, in zehn Minuten möchte ich dich fertig gestylt in deinen Pumps sehen!"
„Ich zieh im Club ganz sicher keine hochhackigen Schuhe an. Willst du dass ich mir ein Bein breche?" Kichernd schaute mir meine beste Freundin hinterher, während ich vor mich her brummelnd ins Badezimmer schlurfte.
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Shine brighter than ever
RomanceRosie Lancaster geht völlig in ihrem Job bei der Designfirma Shine auf und hat bei all dem beruflichen Erfolg wenig Zeit sich auf einen Mann einzulassen. Nach ihren bisherigen schlechten Erfahrungen in puncto Liebe scheint ihr dies ganz recht zu sei...
