Kapitel 1

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Ich saß bei meiner Oma im Wohnzimmer und genoss die gemütliche Atmosphäre. Meine Oma liebte es, Sachen zu stricken und zu nähen und das wiederholende Surren der Nähmaschine hatte auch etwas beruhigendes. An manchen Abenden dachte ich darüber nach, wie alles gekommen wäre, wenn meine Eltern nicht nach England gezogen wären. Dann würde ich jetzt wahrscheinlich irgendwo in einem großen, ungemütlichen, teuren Haus leben und wäre wahrscheinlich nicht glücklicher. Meine Eltern wollten immer das beste für mich, merkten aber oft nicht, dass ich nicht immer mit Geld zufrieden war. Dies war auch der Grund, warum ich zu meiner Oma gezogen war. In den Ferien besuchte ich sie jedoch manchmal oder sie mich. Das Summen der Nähmaschine verstummte und meine Oma ging in die Küche. Ein Blick auf die riesige Standuhr an der Wand verriet mir, dass es eigentlich schon vor einer Stunde Essen gegeben haben musste. Meine Oma legte sehr viel Wert auf Pünktlichkeit und es gab immer um 6 Uhr Frühstück, Um 12 Uhr Mittagessen und um 18 Uhr Abendessen. Es verwirrte mich, dass meine Oma heute erst um 19 Uhr anfing zu kochen. Ich erhob mich also von dem riesigen roten Ohrensessel und ging zu ihr in die Küche, um zu helfen. Ich koche eigentlich recht gerne und am liebsten mit meiner Oma zusammen. Als ich in die Küche trat, stand meine Oma am Herd und setzte gerade heißes Wasser auf. ,, Oma? Was gibt es heute? Soll ich schonmal etwas Gemüse schneiden?" fragte ich. Meine Oma lächelte mich an und nickte. ,, Schatz, du könntest schon mal die Zwiebeln schneiden. Ich wollte heute nochmal Frühlingsrollen machen." Ich nickte und griff nach der bereits geschälten Zwiebel. Beim Kochen sprachen wir immer über dies und das und erzählten uns von unserem Tag. Nach ca. einer halben Stunde saßen wir am Tisch und sprachen über die Kälte die draußen herrschte. Noch eine Weile lang redeten wir, bis ich mich wieder ins Wohnzimmer setzte und in einer Mode Zeitschrift blätterte. Nach einer Weile kam mir eine Idee: Ich könnte ja mal im Schrank nach der Weihnachtsdekoration schauen und vielleicht schon etwas aufbauen. Also lief ich zu dem großen Holzschrank und öffnete ihn. Nach einer Weile stöbern fiel mir ein kleiner, bereits vergilbter Zettel auf. Ich zog ihn langsam heraus und es breitete sich augenblicklich der angenehme Geruch von Altem Papier aus. Ich ließ mich in den Sessel fallen und öffnete den kleinen Zettel. Plötzlich sog mich etwas auf. Ich sah nur noch Wörter und Buchstaben,die sich gegenseitig weiter aufsogen. Alles drehte sich, bis ich schließlich auf einem harten Boden aufkam. Autsch. Was. War. Das?!

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⏰ Terakhir diperbarui: Jan 03, 2019 ⏰

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