z e r s t ö r u n g

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von Seelen und Seelenlosen
und der Verdammnis dieser Welt.

Die Seele findet nichts als falsche Zuneigung, wenn sie sich nach außen wendet.
Verdorbene Herzen, die nach Liebe streben und glauben, diese durch Äußerlichkeiten zu erhalten.
Verfaulte Gedankenkonstrukte, die Kälte ausstrahlen, während sie versuchen, die Wärme zu verströmen, die sie selbst so dringend brauchen.
Verzweifelte Körper, die sich widerstandslos in die Masse gedankenloser Fremder einreihen, in der Hoffnung, so zumindest einen Funken der ersehnten Liebe spüren zu können.

Wenn sich die suchende Seele nach innen wendet, das Verderben zu vermeiden versuchend, findet sie ein Chaos, das sich allein nicht lösen kann, und das sie drängt, sich dem gewissenlosen Lügen und der gespielten Zuneigung hinzugeben und einzutauchen in die hektische Welt der kurzweiligen Euphorie.
Langsam beginnt sie zu glauben, die Kälte ließe sich vertreiben und die Gefühle ließen sich unterdrücken, wenn sie nur schnell genug so würde wie all die anderen zerstörten Geister, die ihre Körper wie Hüllen zurückgelassen und dem ständigen Spiel zwischen Lüge und Wahrheit, zwischen aufgesetzter Wärme und erdrückend realer Kälte ausgesetzt haben.

Der Prozess der Zerstörung beginnt.

Erlösung in einer Welt voller eiskalter Verdammnis ist für die reine, eigenständige Seele nur schwer zu fassen.
Wenn sich die Kälte im Körper ausbreitet und jeden Zentimeter zu klirrendem Eis erstarren lässt, wenn das Herz sich schreiend windet und den hüllengleichen Körper unter Qualen am Leben erhält, dann zerbricht die Seele beim Versuch der Errettung in unendlich viele, kleinste Splitter und bohrt sich in jeden Winkel des Bewusstseins, in der schmerzlichen Gewissheit, dass der Kampf verloren ist und das Herz bereis verwest.

Jetzt sitze ich hier und frage mich:

wie entkommt man der Zerstörung?

Ich werde verdreht, durchbohrt, seelenlose Hüllen streben, mich zu zerreißen, zu teilen und zu vernichten, auf dass ich so würde wie sie.

Die Pforte zur endgültigen, vollkommenen Hingabe, zur Erlösung in der Verdammnis, scheint so nah, so greifbar. Nur eine Hand müsste ich ausstrecken, um hineingezogen zu werden, um meine Seele hinabzulassen in die Qualen, die sie erwarten, und meinen Körper hinauf zu schicken in den scheinbaren Himmel, in einen Strudel der Endorphine, die viel zu schnell vergehen und nur Schmerz und verlorene Körper zurücklassen.

Den zweiten Weg, den, der mich zur tatsächlichen Freiheit führt, kann ich nicht sehen, nicht spüren, nicht greifen, es scheint mir, als existiere er garnicht. Als wäre da nur die letzte, sich aufbäumende Hoffnung, zu entkommen, all dem zu entfliehen, und meiner eigenen Verwesung ein Ende zu setzen. Eine Hoffnung, aber nichts weiter, nichts dahinter, nur ein letzter, unerreichbarer Wunsch, ein Schrei nach Rettung, der untergeht in einer Welt, in der es keine Erlösung gibt.

Ich will daran glauben, dass es die Möglichkeit gibt, eine letzte Chance, dass ich nicht gezwungen werde, mich hinzugeben und zu werden wie all die wandelnden Leichen dieser erbarmungslosen Welt, aber meine Sinne werden getrübt durch die erdrückende Erkenntnis, eine geglaubte Gewissheit.

nichts, nichts, nichts bleibt außer der Zerstörung.

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⏰ Last updated: Jan 14, 2019 ⏰

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