Du sitzt auf den Überresten der alten Mühle, auf dem Feld. Es ist kalt, der Wind zerrt an dir und deiner Jacke, aber er weht dir trotzdem nicht die Mütze von den Haaren. Deine laute Musik übertönt alles und jeden, du bist nicht wirklich hier. Gedanklich nicht. Du merkst nicht, dass ich an der Esche lehne, viel weiter hinten auf dem zu dieser Jahreszeit von Frost überzogenem Kornfeld. Du bekommst nicht mit, wie ich dich ansehe, alles an dir in mein Gehirn brenne. Ich wünsche, der Wind würde dir die Mütze vom Kopf reißen, damit ich diese aschblonden Haare sehen kann. Diese weiche Strähnen die ich so gern durch meine Finger gleiten lassen würde. Verdammt, du bist faszinierend. Hätte ich nur den Mut, dir das zu sagen. Zu gern würde ich dich näher kennenlernen, ich möchte dass da mehr ist als flüchtige Begegnungen in der Schule. Ich stoße mich von der Esche ab. Du siehst immer noch auf diesen Punkt in der Ferne. Ich glaube, ich wünsche mir, das du mir auch egal bist. Mein Atem bildet Nebelwolken in der toten Luft. Langsam schlendere ich Richtung des Feldweges, der wolkenbedeckte, graue Himmel über meinem Kopf. Es wird regnen.
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Von Sonne, Mond Und Kornblumenfeldern
Poesíaüber die Liebe, den Schmerz, Kornblumenfelder und darüber, das die Erde sich nunmal unaufhaltsam immer weiter dreht.
