Jeden Tag auf's Neue kämpfen. Dieser schwarze Schatten, der über meine Sicht gelegt ist. Mein Selbst bis zum bersten gefüllt mit Melancholie. Gibt es in dieser Schattenwelt noch Hoffnung? Macht das alles noch Sinn? Immer wieder die gleichen Worthülsen, die Besserung versprechen. Nur um am Ende wieder am Ausgangspunkt zu landen. Wieder verfolgt von den Schatten. Sie lassen mich nicht los, zerren an mir.
Es ist ein täglicher Kampf, als wenn man gegen eine Strömung anschwimmt. Bist du kurz unaufmerksam und lässt nach, so reißt sie dich in die Dunkelheit. Diese Dunkelheit verschlingt alles, sämtliche Emotionen. Hoffnung scheint undenkbar zu sein. Nicht vorhanden an diesem Ort.
Alles Positive wird von dieser Schattenwelt aufgesaugt, bis nur noch leere Hüllen bleiben. Jedes Lachen fängt an sich hohl anzufühlen. Man zeigt Freude nur, um anderen weiß zu machen, dass alles in Ordnung ist. Es ist keine Kraft mehr da, um sich mitzuteilen, gar um Hilfe zu bitten. Nein, man will bloß nicht zur Last fallen und die anderen sehen lassen, wie kaputt man eigentlich ist. Die meisten scheint es eh nicht zu interessieren. Die Standardantwort auf "Wie geht es dir?" ist nicht umsonst "Gut."
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Traumawelten's Gedankenchaos
PoetryGedanken eines melancholischen schwarz-weiß Wesens. Mein Umgang mit der Krankheit und dem ganz normalen Leben.
