Abgrundtief

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Drittes Rad am Wagen, war noch nie ideal. Sie kennen sich, Sie lachen zusammen. In dieser fröhlichen Wolke aus menschlicher Lebenslust tobt unbemerkt ein gewaltiger Sturm. Es brodelt, ein schwarzer Strudel tut sich auf. Wie ich einst aus dem Nichts kam, tut er es auch. Ich falle tief in ihn hinein und kräftig auf ihn herein. Abgrundtief, eine gewaltige Täuschung der so mächtigen Mutter Psyche.

Alles oder nichts? Wollte doch alles geben. Doch sich ihr hingeben entblößt meine so geschälte Seele. So oft bewahrst du sie vor der erbarmungslosen Wildnis, baust Mauern die dein Herz einsperren. Doch wenn diese reißen, ist dort nur noch diese nackte Schicht. Eine unkonfortable Schicht der so facettenreichen Seele, die jedes mal auf ein neues geschält wird.

Wenn du so nackt da stehst, hämmern sich ihre Worte wie Bohrmaschinen in deinen Kopf. Eine sehr grazile, süße Melodie die mich geradewegs zum Felsen der Loreley führt. Wie ein Schiff an der Loreley zerscheppert, so zerscheppert mir ein Glas. Die Menschen schauen zu mir und für einen Augenblick zieht mich der Strudel bis in die niedrigsten Abgründe. Und so lässt sich keiner mitziehen, auch nicht sie.

Denn sie ist eine Lebenskünstlerin, eine so schöne, aber naive Traumwandlerin. Eine von vielen ihrer Art, die ihre Leere mit diesen und jenen Werten füllen. So prall gefüllt, dass sie sich einen lebenslustigen Mantel umwirft, der den so geschätzten freien Wille unterwirft. Einfach gestrickt, aber ganz schön umwerfend. Ja, ich ziehe mich anders an. Es sind wahrlich Abgründe, die ich per Fortuna schon überlebt habe.

Die Abgründe schäumen PurpurStories to obsess over. Discover now