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1 Pov Cory

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"I'm with some hood girls lookin' back at it
And a good girl in my tax bracket
Got a black card that let Saks have it
These Chanel bags is a bad habit
I-I do balls, Dal Mavericks, my Maybach, black magnet"

Ich schlage meine Augen auf, schaue auf den Wecker. 6:00.
Eigentlich habe ich keine Lust zum Aufstehen. Wirklich so garkeine, aber ich bekomme plötzlich so einen Hunger, dass ich mich aus meinem Bett wälzen, zu meinem Schreibtisch laufe und mir den angebissenen Schokoriegel schnappe, den ich gestern dort hatte liegen lassen.
Ich tapse ins Bad und da ich früh bin, muss ich nicht gegen meinen großen Bruder kämpfen, um uns Bad zu gelangen.
Ich stelle mich vor den Spiegel. Lange dunkle Haare fallen über meine Schultern und braune Augen blitzen mich an.
Braune müde Augen.
Ich klatsche mir einen Schub kaltes Wasser ins Gesicht und trockne es mir wieder ab.
Schnell schnappe ich mir ein Haargummi aus der Schublade unter dem Waschbecken und binde mir meine Haare zu einem tiefen Zopf zusammen.
Dieser Zopf ist schon fast soetwas wie mein Markenzeichen, nur wenige haben mich schon mit offenen Haaren gesehen.
"Corryyyy"
Oh nein, mein Bruder war aufgewacht.
"Corryyyy, hau aus dem Bad ab !!"
Na toll. Was hatte ich aber für eine Wahl? Ich schloss die Tür auf und gab ihm die Bahn frei. Ich selbst mache mich wieder auf den Weg in mein Zimmer, in dem ich mich anziehe. Unterwäsche, Socken, eine blaue Hose und ein T-Shirt.
Ich werfe noch schnell alle brauchbaren Dinge in meinen Ranzen, die ich finden kann, schnappe mir ihn, mein Handy und meine Kopfhörer und gehe die Treppe runter, die verdächtig knarzt. Unser Haus ist relativ alt und ein Fachwerkhaus, ich mag es eigentlich. Jedoch nerven die Geräusche mich manchmal.
Unten angekommen, murmle ich ein leises "Guten Morgen" und mache mir mein Schulbrot. Nachdem auch das erledigt ist, sag ich meiner Mutter tschüss, ziehe mir Schuhe an und schließe die Haustür hinter mir.
Endlich bin ich da raus.
Vor der Tür lehnt mein Pennyboard und ich mache mich auf den Weg zum Bahnhof.
Die Bahn kommt ausnahmsweise mal pünktlich und demnach bin ich viel zu früh in der Schule.
Meine Schule ist keine normale, denn manche Schüler leben dort. Ich habe das Glück, sofern man es Glück nennen kann, dass meine Eltern im Ort meiner Schule leben. Trotzdem übernachtete ich ab und zu dort, wenn es von den Unterricht einfach zu spät wurde oder ich nicht nach Hause wollte. Mein Vater war oft sehr, ich nenne es mal schwierig und so bin ich froh, immer noch eine Rückzugsmöglichkeit zu haben. Aber ein paar meiner Freunde fahren nur an ein paar Wochenenden nachhause oder sogar nur in den Ferien.
In der Schule angekommen, laufe ich über den großen leeren Campus zur Flügeltür, die in eine Vorhalle führt. Da ein paar meiner Freunde hier leben, beschließe ich mich auf den Weg zu ihren Zimmern zu machen.
Im Nordflügel liegen die Mädchenzimmer. Ich laufe die Treppen in den zweiten Stock in einem Eiltempo hoch und klopfe dann wie wild geworden an die 255.
Ein heiteres Mädchen steckt den Kopf heraus. Kaya.
"Heyy Cory, guten morgen !", begrüßt sie mich und zieht mich in eine Umarmung.
"Hey Kaya, wo denn ist Lilith ?"
"Komm rein und sieh selbst !"
Lilith liegt auf ihrem Bett, in ihre Übergröße Decke eingemummelt.
"Lilith, willst du nicht aufstehen ?"
Ich nähere mich ihr.
Sie murmelt irgendwas, das wie "Hau ab" kling.
"Ich hab dich auch lieb", erwidere ich lachend. Sie ist absolut kein Morgenmensch.
Die beiden wohnen etwa zwei Stunden weg von hier, und teilen sich das Zimmer schon, seit sie in der fünften Klasse sind. Sie sind sich zwar beide verrückt und für jeden Spaß zu haben, aber teilweise unterscheiden sie sich auch wie Tag und Nacht. Sagt man aber nicht immer, Gegensätze ziehen sich an ?
Ich ziehe ihre Decke weg und sie fällt auf den Boden.
Plötzlich steht sie auf und läuft und Bad.
"Was ist denn mit ihr los ?", frage ich Kaya, bevor Lilith zurückkommt und mir eiskaltes Wasser über den Kopf schüttet.
"Guten Morgen dir auch. Kaya, du kannst das wegmachen, du hast sie ja schließlich reingelassen. Ich geh mich dann mal anziehen."
Und sie verschwand mit einem Haufen Klamotten in Bad.
Ich stehe da wie ein wortwörtlich begossener Pudel musste plötzlich lachen, in das Kaya sofort mit einstimmt.
Der Schultag würde bestimmt lustig werden.

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