Kapitel 3

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Kapitel 3

Es waren ungefähr 20 Mädels in diesem Zimmer. Man konnte sofort erkennen, wer in welche Gruppe gehörte oder eher ein Außenseiter war. Fast alle sahen anders aus. Mal waren welche dunkelhäutig, andere waren weiß wie Käse und wieder andere sahen eher asiatisch aus.

Es gab eine Gruppe mit Barbies (im übertragenen Sinne, auf gut Deutsch, Modepüppchen, die sich mit dem neusten Klatsch und Tratsch auseinander setzten), also eine wo meine Schwestern perfekt rein passen würden, die meisten hatten ihre Haare blond gefärbt, was meiner Meinung richtig beschissen aussah, weil einfach jeder erkennen konnte, dass die gefärbt waren. Es gab natürlich auch welche die ihre natürliche Haarfarbe noch hatten, aber die waren so krass hingestaylt (?) oder kaputt geglättet worden, dass es auch scheiße aussah.

Dann gab es eine Gruppe, die sich angeregt über Bücher unterhielten, die sahen eigentlich relativ nett aus, aber so WIE sie sich unterhielten, waren das nach meinem Geschmack irgendwelche Schleimerinnen, deren Eltern sich zu jeder Zeit an jedem Ort Sorgen machten und die Kinder jede Anweisung von ihnen immer mit " Ja, gerne Mami" beantworteten.

Und dann gab es noch eine Gruppe, die die ganze Zeit rumkreischten und wie wild auf ein Poster zeigten. Verwirrt blickte ich darauf. Und wer war da ? One Direction. Wie könnte es auch anders sein. Genervt verdrehte ich die Augen. Mein Gott, wie konnte man nur auf so Möchte-Gern-Greenday-Typen abfahren? Ihr fragt Euch vielleicht warum ICH die kenne? Ganz einfach Rose hörte fast jeden Tag eines deren Alben in Dauerschleife. Und mal ehrlich, es mag sein, dass die nur "Larifari"-Musik machten, aber dafür hatten sie es damit geschafft der halben Welt den Kopf zu verdrehen und mehrere Millionen zu verdienen. Die hatten sicher keine Geldsorgen mehr. Ich mochte die dennoch nicht.

Nachdem ich mich eine Weile umgesehen hatte, entdeckte ich noch ein Mädchen mit knall roten, stark gelockten Haaren (die aber natürlich waren), die auf ihrem Bett saß und mit einem ipod Musik hörte. Ihr Gesicht wurde von Sommersprossen nur so übersät und ihr großen, braunen Rehaugen, ließen sie viel jünger aber gleichzeitig auch erfahrener wirken.

Sie wirkte auf mich etwas anders, im Gegensatz zu den anderen Mädels. Sie schien wenigstens einigermaßen normal zu sein. Ich konnte aber noch nicht den Grund dafür heraus finden. Vielleicht war es ihr Aussehen...?

Ich beschloss mein Zeug mal auszupacken. Meine ganzen Klamotten stopfte ich in die Kommode neben meinem Bett, in die Regale darüber, stellte ich meine ganzen CDs, also die meisten von LInkin Park, Green day und Within Temptation, (die letzte Band kennt normalerweise niemand, aber falls ihr auf so Rockzeug steht, dann wird die Euch gefallen) und DVDs und noch einpaar Bücher rein.

ich war richtig stolz auf meine Musiksammlung, da ich wirklich alle Alben von der jeweiligen Band hatte. Insgesamt hatte ich, glaub ich, um die 50 CDs in dem Regal stehen. Es waren eben auch ein paar Alben von z.B. Eminem, Avril Lavigne, Bon Jovi und Metallica dabei.

Fragend schaute ich mein Waschzeug an, denn ich hatte ehrlich gesagt keinen Waschraum vorhin gesehen.

Ich fragte Jessi, ob sie es wüsste, genervt verdrehte diese die Augen, führte mich aber, erstaunlicher Weise, zu einer Tür, die zu einem Nebenraum führte, in dem sich das Badezimmer befand. Ich nickte ihr dankend zu und stellte mein Zeug in ein Fach, welches neben den Waschbecken war ab. Hier in dem Badezimmer, gab es sicher 7 Duschen und auch 7 Toiletten. Das war es eigentlich auch schon. Es war halt eben alles ziemlich einfach gehalten. Ist ja auch verständlich bei den vielen Schüler hier.

Ich ging wieder in das Zimmer zurück und entdeckt, dass es noch eine Tür gab. Zögernd drückte die Klinke runter und betrat Raum.

Es war anscheinend ein Gemeinschaftsraum, denn darin befanden sich ein Fernseher, mit vielen Sofas drumrum, eine Stereoanlage und ein Tischkicker. Der aber wahrscheinlich völlig unnötig war. Ich liebte es zwar zu Kickern aber als ob die anderen Mädels das tun würden.

Es war auch ein Teil abgetrennt, hinterdem sich viele Schreibtische und so befandn, also hier konnte dann man lernen und Hausaufgaben machen. Eigentlich völlig unnötig wenn ihr mich fragt, ich machte ohnehin nie Hausaufgaben.

Ich verließ den Raum, Schloß die Tür hinter mir und setzte mich auf mein Bett. Es war erstaunlich und das Kissen war so groß, dass wenn man seinen Kopf darauf legte so darin versank, dass man kaum mehr die Decke des Raums erkennen konnte.

Ich blickte auf die Uhr meines Handys und sah, dass es schon halb zehn war, weswegen ich beschloss mich schon bettfertig zu machen.

Ich zog mir eine Boxershort und eine rieeeßen T-Shirt an. Ich putzte noch schnell die Zähne und legte mich in mein abnormal geiles Bett.

Eigentlich hatte ich vor zu schlafen, aber die anderen Mädels quasselten wie wild durcheinander, sodass keine Chance bestand meinem Bedürfnis nach zu gehen.

Genervt setzte ich mich wieder auf.

"Mein Gott, seid ihr blind oder merkt ihr nicht, dass hier jemand schlafen möchte. Redet gefälligst leiser, es interessiert keinen was ihr zu sagen habt." schrie ich hauptsächlich die Barbies (bei denen sich auch jetzt schon Jessi befand) und die One Direction Fans an. Erschrocken fuhren diese herum und musterten mich erstmal von obern bis unten, zumindest das was über die Bettdecke ragte.

Selbst das rothaarige Mädchen schaute mich kurz grinsend an. Und nickte mir dankend zu. Ich grinste kurz zurück, aber wandte dann mich ab und schaute die Mädels böse an.

Anscheinend war ich nicht die einzige die auf so ein Gequassel allergisch reagierte.

Tatsächlich verstummte das Geplapper und wurde aber jetzt zu einem Getuschel.

"Danke" sagte ich spöttisch und legte mich zurück in mein Bett. Ich schloss meine Augen und lauschte, anstatt zu schlafen, den Getuschel.

"OMG hast du ihr T-Shirt gesehen, das schaut aus als wäre es von ihrem Uropa." "Und erst ihre Haare, ganz strähnig und ausgefranst." Ich grinste in mich hinein setzte mich wieder auf und schaute die Barbies an. "Danke für das außerordentlich nette Kompliment, ich hab die nämlich selbst geschnitten."

Zufrieden, wie ich ihnen den Schock ins Gesicht getrieben hatte, legte ich mich wieder hin und schlief diesmal wirklich ein.

Rechts das Gemeinschaftszimmer

Das Internat in den HighlandsWhere stories live. Discover now