Es regnet. Es ist kalt und ich spüre die kalten Regentropfen wie einen Fluss über meinen ganzen Körper fließen. Mich umgibt dieses helle Licht. Es ist so grell das ich meine Augen nicht öffnen kann. Plötzlich höre ich Stimmen. Ganz leise murmeln sie, gleichzeitig so das ich nicht verstehen kann was sie mir sagen. Krampfhaft versuche ich aus einzelnen Wort Fetzen Sätze zu bilden, doch die Stimmen sprechen zu schnell und zu leise. Das grelle Licht wird immer heller und meine Augen fangen an zu brennen. Die Stimmen verschwimmen zu einem Surren und der Regen wird heftiger. In dem Moment wo ich meine Stimme zu einem Schrei erheben will, verstummen jedoch alle Geräusche. Es hat aufgehört zu regnen und ich öffne langsam meine Augen.
Ich liege auf einer Wiese. Wie bin ich hier her gekommen? Ich schaue mich um doch es ist weit und breit nur Gras zu sehen. Verwundert stehe ich auf und gehe ein paar Schritte. Auf einem Hügel angekommen blicke ich über eine wunderschöne Landschaft bestehend aus Flüssen, Wäldern und Wiesen. Ein Lächeln huscht mir über mein Gesicht. Plötzlich bemerke ich einen Schatten neben mir und als ich mich umsehe steht ein Wesen vor mir. Es ist zwei Köpfe größer als ich und von Kopf bis Fuß bandaschiert. Es trägt einen großen schwarzen Hut und einen langen Schwarzen Mantelartigen Umhang. Ihre Hände sind so groß wie Bärenpranken doch nicht so dick und flauschig sondern bukelig und knochig. Es hat sehr lange Gliedmaßen und atmet schwer.
Das Wesen sprach und plötzlich lief mir ein Schauer den Rücken herab.
"Wer bist du?"
Ich erstarre und bemerke das ich auf diese Frage keine Antwort hatte.
"Wer bin ich?"
Fragte ich als mir eine Träne die Wange herunter lief. Das Wesen neigte seinen Kopf zur Seite wie ein Hund der sein Herrchen zu verstehen versuchte. Schließlich antwortet es.
"Wenn du keinen Namen hast werde ich dir einen geben."
Es holt ein schmutziges Stück Papier und einen Brocken Kohle aus seiner Umhängetasche. Dann kritzelt es mit wackeliger Hand ein paar Buchstaben auf die Seite.
Es dreht das Stück Papier um und sprach erneut.
"Kiesel. Das ist ab jetzt dein Name."
Es hielt mir die Seite vor die Nase und ich sah verwirrt auf das Stück Papier.
"Was ist? Willst du ihn nicht?"
Ich sehe auf und blicke das Wesen fragend an.
"Na nimm schon man braucht doch einen Namen oder etwa nicht?"
Ich nicke und nahm das Blatt entgegen. Das Wesen nickt zurück, dreht sich um und wollte gehen.
Plötzlich stieg die Angst in mir auf allein gelassen zu werden und ich packte es an seiner buckeligen Hand. Es drehte sich langsam um und neigte abermals den Kopf.
"Willst du doch keinen Namen?"
Fragt es. Ich schüttle den Kopf und drücke das Papier fest an meine Brust.
Das Wesen legt den Kopf auf die andere Seite als ich mich von seiner Hand löse. Ich drehe das Papier um und zeige zuerst auf den Namen und dann auf das Wesen.
" Meinen Namen willst du wissen?"
Ich nicke abermals. Das Wesen kratzt sich am Kopf und beugt sich ein kleines Stück zu mir herunter.
"Willst du mir einen geben? Denn weißt du, ich habe eigentlich auch keinen Namen."
Ich überlege. Nach ein paar Sekunden zeige ich auf die Tasche des Wesens und verlange sein Kohle Brocken. Ich setze mich, lege das Papier auf meine Oberschenkel und fange an zu schreiben.
Das Wesen hockt sich langsam vor mir auf den Boden und legt erneut den Kopf schief. Zufrieden sehe ich auf das Stück Papier, drehte es um damit das Wesen seinen Namen lesen konnte.
"Knolle?"
Fragt das Wesen und ich nicke erneut.
"Ein guter Name. Möchtest du vielleicht mit mir kommen?"
Ich ergreife seine Hand. Dann dreht es sich nach vorne und wir laufen los. Einfach nur grade aus. Wohin weiß ich nicht.
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After Dream
FantasySie ziehen umher, ein Wesen und ein Mädchen durch ein unbekanntes Land mit gemalten Landschaften. Irren umher auf der Suche nach einem Ziel und lernen so ihre Geschichte kennen. Doch der Spalt der Welten öffnet sich. Das Licht der ersten Welt holt s...
