Prolog

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Prolog:
Ein Tropfen Wasser raufte sich aus einem der unzähligen Rohre, an den Decken der Tunnel, zusammen. Er hing an diesem Rohr, welches einen Bruch hatte, und nahm immer mehr an Gewicht zu, ehe sich der Tropfen löste und durch die kalte und stickige Luft des dunklen Tunnel fiel.
Die einzige Lichtquelle: Ein paar kleine, grünlich leuchtende Pilze, welche aus einem kleinem Erdhügel ragten, der wohl durch Ratten, oder Nosalis entstand. Der Tropfen erreichte eine Pfütze, die sich unter dem Rohr zwischen den Gleisen gebildet hatte, und verschmolz mit dieser zu einem. Während diesem Vorgang, welcher mit einem leisen plätschendem
Geräusch endete, bildete sich ein weiterer Tropfen. Der Vorgang würde sich binnen Sekunden wiederholen. Einige Rohre im weiterem dunklen Tunnel quitschten. Immerhin wurden sie seit fast 20 Jahren nicht mehr gewartet oder kontrolliert. Diese fast vollkommende Stille, wurde von lauten, druckvollen und schnellen Schritten unterbrochen. Für Ameisen musste es ein wahnsinniges Erdbeben sein, doch gab es Ameisen noch? Und wenn, gab es sie auch noch so tief unter der Erde? Kurz darauf erhellten einige Lichtkegel die Dunkelheit des Tunnel. Sie tanzten wild über die Tunnelwände und den unebenen Boden. Drei Männer kamen hervor. Es waren eher miserabel ausgerüstete Abenteurer, welche allesamt angekratzte Gasmasken trugen, mal mehr oder mal weniger verbeulte Helme aufhatten, einen Geigerzähler dabei hatten, Armbanduhren für das wechseln der Filter um ihr Handgelenk trugen. Jeder von ihnen trug ein großes Gewehr. Ansonsten trugen sie "normale" Kleidung, wenn man sie so nennen konnte. Es waren ein paar alte Klamotten, welche teils schon zerissen und mit Löchern überseht war. Die Kleidung war ledeglich verstärkt mit einigen Metallplatten und Knieschonern, wie sie früher einmal Skateboardfahrer getragen hatten.
Die drei jungen Männer hatten gerade ihre Zwanziger erreicht, und hatten schon viele gruselige Geschichten über die Tunnel gehört. Doch was ihnen wiederfuhr, war um einiges schlimmer, als die Geschichten, welche die Händler an ihrer Heimatstation erzählt haben.
Sie rannten hektisch weiter in den Tunnel hinein, gehetzt, von einem Schwarm Nosalis hinter sich.

Nosalis waren schreckliche Kreaturen, welche auf zwei Beinen gehen konnten, und Menschen mit ihren Klauen zerfetzten. Sie waren zwar gerade mal um die 1.70, wenn sie auf den hinteren Beinen standen, aber dafür konnten sie auch mehr als nur ein paar Kugeln ab. Dazu waren sie verflucht schnell, wenn sie auf allen Vieren rannten. Aber das war nur eine der unzähligen Gefahren, welche die Metro zu bieten hatte. Fast schon eine der harmlosesten Arten, welche man begegnen konnten. Ein einzelner Nosalis war recht leicht zu töten, wenn man ihn nicht unterschätzte. Eine Horde aber, konnte ganze Stationen überrennen. Die drei Abenteurer wussten das, so hatten sie sich also dazu entschlossen, zu fliehen, als der Wachposten im Tunnel bei Meter 450 fiel. Der dritte Wachposten der überwunden wurde. Und damit war auch ihr Flammenwerfer verloren. Sie warnten die anderen, versuchten die Stellung zu halten, und die Bewohner zu beruhigen. Dann aber, sagte man das die Station evakuiert werden würde. Sie waren sowieso nur auf der Durchreise, und haben bei dieser Station gerastet. Allerdings halfen sie noch ein paar Kindern und älteren Leuten sowie Frauen mit den Sichetheitskräften in die Fluchttunnel zu bringen, und verschwanden dann in einen der neben Tunnel. Sie dachten sie wären entkommen, gingen weiter und bogen wieder in einen Haupttunnel. Sie gingen einige Meter, bis sie hinter sich das kratzen der Klauen auf den Gleisen, und das Ächtzen der Monster hörten. Ein nicht allzu kleiner Schwarm hatte sich von der Horde abgelöst und folgte dem Trio. Gefunden wurden sie wahrscheinlich durch den Blutgeruch, welchen einer der Männer umgibt, da er auf der Reise angeschossen wurde.

Einer der Männer rannte eher langsamer und drehte seinen Oberkörper beim rennen etwas, und gab eine Salve aus seinem Sturmgewehr ab. Es knatterte durch den Tunnel, gefolgt von einem schmerzhaften Jaulen eines Nosalis, welcher im Schwarm zurückblieb und zusammen sackte. Doch der Mann der die Salve abgab fiel über die Gleise. Sein Bein, welches angeschossen wurde, hielt dem Druck des rennens nicht mehr aus und gab nach. Schmerzerfüllt stöhnend, landete er im Dreck zwischen den Gleisen und drehte sich schnell auf den Rücken. Es dauerte nicht lange, da legte er seine Kalashnikow an und feuert sein Magazin leer. Einem weiterem Nosalis wurde das Hirn mit Blei vollgepumpt, andere die Beine zerfetzt, und doch es brachte nichts mehr. Sein Schicksal war bereits besiegelt. Er warf die Ak zur Seite, und wollte einen Revolver zücken, doch ehe er den gut geschmiedeten Griff seines verzierten Revolvers greifen konnte, sprangen die Nosalus auf ihn, die anderen Beiden Männer stoppten als sie seine Schreie hörten, und drehten sich um, nur um zu sehen wie die Nosalis ihre Klauen und Zähne in den wehrlosen Mann bohrten, und ihm zerfleischten. Qualvolle und lähmende Schreie hallten durch die Tunnel und ließen den anderen beiden Männern das Blut in den Adern gefrieren. Sie merkten, wie sich ihre Nackenhaare aufstellten, und sie eine Gänsehaut beschlich. Während sich weitere Nosalis an ihm zu schaffen machten, und sich schon um den nicht mehr wieder erkennbaren Kadarver stritten, kamen immer mehr Nosalis aus dem hinterem Tunnel. Keiner der Beiden rührte sich, während der Schwarm an den fressenden Nosalis vorbeizog und auf die Beiden zu kam.
Doch sie waren gelähmt, konnten ihre Augen nicht vom Geschehen lassen und starrten ungläubig zu ihrem gefallenem Kameraden. Erst als von weit hinter ihnen eine raue und agressibe Stimme etwas rief, lösten sich die Beiden aus ihrer Starre und drehten sich um. Sie erblickten einige helle Lichter und hörten ein ratterndes Geräusch. Einige Schüsse flogen um die Beiden auf die Nosalis, was sie dazu aufforderte zu rennen. Es begann ein Wettlauf gegen den Tod, denn die Nosalis waren dicht an ihren Versen und holten mit jeder Sekunde weiter zu ihnen auf. Der Kugelhagel stoppte nicht, und die Beiden blieben nur knapp von den Kugeln verschont. Das rattern wurde immer lauter, während die Lichter immer größer wurden, und mit einer rasenden Geschwindigkeit auf sie zu kam. Langsam erkannten die zwei Abenteurer, dass es ein kleiner Schienenwagen war, welcher mit einigen Männern und Maschinengewehre befüllt war. Sie riefen den Beiden etwas zu, doch die Schüsse, das jaulen der Nosalis und das Rattern, des Schienenwagens machten die Worte unverständlich. Während die Beiden rannten, spürten sie, wie die Nosalis sie überholten..

Metro 2033 - DarknessOù les histoires vivent. Découvrez maintenant