Die Sonne schien ins Klassenzimmer. Aus der letzten Reihe hörte man Getuschel und Gerede. Frau Schlösser schrieb mal wieder Romane an die Tafel. Zitate von Gedichten, Büchern und solch anderem Zeug fielen während sie weitaus mehr als nur das relevante an die Tafel schrieb. Das Geräusch von schreibenden Füllen war natürlich nicht wegzudenken. Hauptsächlich aus der ersten und zweiten Reihe kam viel Geraschel von Stiften und Blättern.
Dort saßen die "Streber". Man konnte sie nur teilweise so nennen. Max zum Beispiel hält überhaupt nichts von der Schule. Jedoch, so habe ich es gehört, ist sein Vater sehr streng und lässt ihm keine andere Wahl. Die einzige wirkliche Streberin war Chantale. Sie ist das komplette Gegenteil vom Klischee. Statt strohdumm zu sein ist sie Verdammt schlau und die größte Streberin der Schule. Zumindest hatte ich das Gefühl. Die Klingel klingelte und erlöste uns somit vom Unterricht. Trotz der Wiederworte von der alten wurde es total unruhig und drei waren schon halb zur Tür raus.
Unter ihnen war Leon. Er war sozusagen der Alpha. Der Anführer. Wenn er dich leiden konnte warst du automatisch beliebt und wenn er dich nicht mochte... naja. Einmal hatte es sich jemand mit ihm verscherzt. Etwa nach einem halben Jahr hatte dieser die Schule gewechselt. Zumindest wurde es so erzählt. Es kommt einem schon komisch vor wenn du mit dem Anführer deiner Schule in deiner Klasse bist und dazu noch ein Außenseiter aber nicht mal eines Blickes gewürdigt wirst. Das ist sowohl gut als auch schlecht. Du hast keine Chance dich mit ihm gut zu stellen aber er hat dich auch nicht im Visier als "Opfer".
,,Kommst du Louis? Wir wollten doch jetzt in die Stadt.", drang die Stimme von Julia zu mir durch. Sie ist meine einzige Freundin. Ihre schwarzen Haare fielen ihr ins gesicht. Sie war schön. Sie hatte ein schmales, etwas blasses Gesicht. Sie trug auch nicht wie die meisen Mädchen unserer Schule Tonnen von Make-Up. Sie war nur dezent Geschminkt. Einfach eine Naturschönheit. Doch wegen ihrem direkten Charakter legte sich auch niemand mit ihr an. warscheinlich hätte sie auch schon einen Freund nur es traut sich warscheinlich keiner sie anzusprechen. Dabei konnte sie der netteste Mensch sein.
,,Was hast du denn Julia?'', fragte ich sie überrascht. ,,Ich würde doch niemals vergessen wenn wir nach der Schule in die Stadt gehen wollen.'', sagte ich sarkastisch mit dem wissen das ich es immer vergaß. Sie schaute mich nur ungläubig an. Dann schnipste sie kurz und zeigte auf die Tür. Als ich verstand was sie von mir wollte stand ich auf und machte mich auf den Weg aus der Klasse raus.
Die Gänge waren überfüllt und alle hatten es eilig. Typisch für einen Freitag Nachmittag. Jeder wollte einfach nur nach hause oder sonnst wo hin aber auf alle fälle raus aus der Schule. Doch diejenigen die länger in der Schule bleiben müssen haben mein komplettes Beileid. Hoffentlich können diese armen Würstchen auch bald in die Freiheit des Wochenendes.
Die Stadt war nicht weit entfernt und man konnte in nur 20 min. zu Fuß im Zentrum sein. Extrem angenehm, wie ich fand. Auf der Hauptstraße waren jedoch schon vereinzelt ein paar Klamottenläden so, dass der Weg mit Julia schon manchmal 40 min. länger sein konnte. Doch heute schaute sie nur kurz in die Schaufenster. Manchmal vielen Wörter wie "grässlich" oder "billig" während sie vertieft darin war die ausgestellten Kleider, Blusen, Tops und so zu begutachten.
Als wir im Zentrum der Stadt angekommen waren ging sie schnurstracks auf ihren Lieblings Laden zu. Dieser heißt "L'exposition de vêtements". Französische Namen kommen halt bei Kleidungsladen immer gut. Da sie fasst jeden zweiten Tag dort ist kennt sie jeden Angestellten und duzt sie sogar. Der Besitzer gab ihr sogar 5-10% Rabatt weil sie immer dort Einkauft.
,,Andres? Ne... Bennyboy!'', begrüßte sie den Verkäufer an der Kasse. Heute war es Ben. Er ist soweit ich weiß 19 Jahre alt und hat braune Haare. Seine leichten Muskeln konnte man etwas durch sein T-Shirt erkennen. Sein Zwillingsbruder Andres hatte keine wirklichen Muskeln aber hatte dafür einen besseren Modegeschmack. Laut Julia taugt Ben nicht viel bei ernsten Angelegenheiten. Sie meint er habe nicht das gewisse "Etwas" wie Andres es hatte. Was dieses "Etwas" sein soll weiß ich nicht.
,,Guten Tag Julia. Schön dich wieder zu sehen.'', sagte er Lächelnd. ,,Und natürlich auch Hallo Louis. Wie geht's wie stehts?'', begrüßte er mich freundlich. Ich meinte nur das alles gut sei und nichts wirklich besonderes. Er wendete sich wieder Julia zu. Erwartungsvoll guckte er sie an. Sie nahm nur seinen Arm und zog ihn hinter einen Dreh-Dings mit Blusen. Ich fragte mich was sie wohl von ihm wollte das sie ihm das nicht auch vor mir sagen konnte. Immerhin war ich ihr bester Freund. Was also verheimlichte sie mir?
Ben kam hinter dem Dreh-Dings wieder hervor. Dicht gefolgt von Julia. ,,Darf ich wissen was ihr da gemacht habt?'', fragte ich die beiden. Keiner gab mir eine Antwort. Schließlich er griff Julia das Wort. ,,Ich möchte das wir zusammen auf die Party von Phillip gehen. du weist doch welche ich meine. Ich möchte das du mehr Freunde findest. Und da ich weiß das du nein sagen würdest habe ich dir über die letzten schon ein ungefähres Outfit zusammengesucht. Bitte sei mir nicht Böse Loui.''. Ich war komplett Baff. Sie wusste dass ich es nicht wollen würde und hat es einfach hinter meinem Rücken gemacht.
,,Aber wenn du es doch wusstest... und außerdem habe ich doch dich! Dich! Julia, du bist doch meine beste Freundin!'', mehr bekam ich nicht raus. ,,Aber ich bin auch deine einzige Freundin und ich möchte doch nicht das du alleine bist wenn ich nicht da bin. Du bist doch immer noch mein bester Freund und wirst es ewig bleiben. Bitte verstehe es doch!'', erwiderte Julia auf meine Aussage.
,,Ok. Ich gehe mit dir auf diese Party. Aber nur wenn ich gehen Kann wenn es mir zu bunt wird. Versprochen?'', ich konnte nicht lange auf sie sauer sein. Sie ist einfach meine beste Freundin. Da kann man nicht lange Böse sein. ,,Versprochen!'', rief sie lächelnd. ,,Ben kannst du jetzt bitte die Sachen die ich dir gestern aufgeschrieben habe bringen? Danke!'', Trällerte sie freundlich. In was bin ich nur rein geraten?
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Sonne // BoyxBoy
RomanceDer 16 Jährige Louis ist nach den Sommerferien in eine neue Schule gekommen. Dort wird er schnell ein Außenseiter. Jedoch meint seine einzige Freundin, dass er mit ihr auf eine Party kommen soll um Freunde zu finden. Doch die Party nimmt eine ungew...
