Disclaimer:
Die wundervollen Charaktere entstammen allein J.K.Rowlings Feder - ich verdiene mit dieser Geschichte somit keinen einzigen Knut.
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Es war still. Nichts regte sich. Nur das seichte Rauschen einer sanften Brise versetzte die Gräser in der Nähe des Fuchsbaus in eine fast lautlose Bewegung. Lupin saß inmitten der überwucherten Wiese. Der Wind durchkämmte fast zärtlich sein angegrautes Haar, machte die schwüle Luft ein wenig erträglicher, doch er spürte ihn nicht.
Alles, was er wahrnahm, war der wolkenverhangene Nachthimmel, in dem nur vereinzelte Sterne schwaches Licht spendeten. Es schien, als wären sie zum Greifen nah und doch lagen sie in solch endloser Ferne. Unerreichbar.
Lupins Blick lag unverwandt auf einem der wenigen Sterne, die noch zu sehen waren.
Sirius.
Er war nun in dieser weiten Ferne, aus der er nicht mehr zurückkehren würde. Nie wieder. Er war gegangen, ein weiteres Mal, doch dieses Mal unwiderruflich. Niemand, der in diesen Schleier gefallen war, konnte zurückkehren. Niemand.
Und doch, warum klammerte sich ein kleiner Teil seines Herzens so verbittert an die Vorstellung, er würde gleich über diese Wiese zu ihm schlendern, mit jenem unnachahmbaren süffisanten Grinsen, das verkündete, dass er wieder einmal das Unmögliche möglich gemacht hatte? Wieso konnte er, jeglicher Logik zu trotz, seine Hoffnung nicht vollends aufgeben? Hoffnung, an die er sich klammerte, obwohl er wusste, dass es keine gab, Hoffnung, die zerbersten und alles nur noch viel schlimmer, viel unerträglicher machen würde?
Lupin nahm einen tiefen Atemzug und starrte weiter in die Ferne.
Er sollte diese Hoffnung nicht haben. War denn die Tatsache, dass der Grimmauldplatz geräumt werden und er in den Fuchsbau umziehen musste, nicht Beweis genug, dass niemand mehr glaubte? Wieso konnte gerade er, der so viel rationaler war als seine Mitmenschen, nicht akzeptieren, was vorgefallen war?
Weil er sich dann eingestehen müsste, dass es seine Schuld war, beantwortete er sich die Frage selbst. Er hatte gesehen, wie sich Tonks Bellatrix gestellt hatte und doch war er ihr nicht zur Seite gesprungen. Sie war talentiert, doch kamen ihre Erfahrung und ihr Wissen an das der grauenerregenden Todesserin nicht ansatzweise heran. Es war aussichtslos gewesen; und er hatte es gewusst. Wäre er ihr zu Hilfe geeilt, hätten sie sie gemeinsam besiegen können – und Tonks wäre nicht verletzt worden, und Sirius wäre nicht – nicht...
Für einen Moment schloss er schmerzlich die Augen und sah, wie das letzte Lachen auf dem Gesicht seines besten Freundes erstarrte.
Er hätte eingreifen können. Nachdem Dumbledore gekommen war, hatten sich nur noch die beiden duelliert. Er hätte eingreifen können. Er hätte ihn retten können. Doch er hatte es nicht getan.
Das Gras hinter ihm raschelte.
„Remus, nun iss doch endlich mal etwas, seit Tagen hast du nichts mehr zu dir genommen – und du bist ganz blass und –" Er musste sich nicht umdrehen, um zu erkennen, dass Molly sprach.
„Geh." Seine Stimme klang schwach und kraftlos. Resigniert.
„Och Remus", sagte Molly sanft, „er hätte nicht gewollt, dass du-"
„Geh!" Mit einem Mal fuhr sein Kopf ruckartig zu ihr herum, in seinen Augen lag ein stechender, fast hasserfüllter Blick. Der Sichelmond tauchte hinter den Wolken hervor und ließ Lupins aschfahles Gesicht gespenstisch schimmern. Molly zuckte zusammen ob dieses Anblicks und der Kälte in seiner Stimme. Als sie ihm den Rücken zukehrte, hörte er sie leise schluchzen.
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Unter den Sternen
FanfictieEinen geliebten Menschen zu verlieren, ist mitunter das Schlimmste, das einem widerfahren kann. Doch bestimmt die Art, wie man mit diesem Verlust umgeht, maßgeblich darüber, ob man im Leben voranschreiten kann. [Remus Lupin nach Sirius' Tod; angeha...
