Kapitel 1
<<LUNA WACH AUF! KOMM SCHON ES IST DER LETZTE SCHULTAG UND DU MUSST NOCH DEN REST DEINER SACHEN PACKEN!>> Langsam öffnete ich die Augen und starrte in mein mit Kartons vollgepacktes Zimmer. <<ICH KOMME.>> rief ich mit verschlafener Stimme. Bevor ich jetzt wieder einschlafen würde, ging ich ins Bad nahm mir ein großes und ein kleines, frisches Handtuch und stieg ein letztes mal in meine Badewanne in der ich jeden zweiten Abend mein lieblings Bad nahm, nach Vanille und Kokos riechender Bade Schaum der sich so sanft an meine Haut schmiegte, während der Mond durch ein kleines Fenster über der Wanne mit seinen kühlen aber sanften Lichtstrahlen meine helle Haut zum schimmern brachte. Und während das lauwarme erfrischende Wasser weiter ihren Körper runter glitt überlegte ich fieberhaft wie ich verhindern konnte, dass meine Mum mich von meiner Heimat in der Großstadt Portland, nach Salem in irgend so ein sommercamp, dass ausgerechnet nach dem Sommer ein Internat werden sollte schicken würde. sie hatten meine Mum sogar dazu überreden können sie dort anzumelden um die schule in Salem fertig zu machen. In dem Moment dachte ich an Kate meine beste Freundin und an Tommy meinen Freund. Mit Kate war ich schon seit der fünften Klasse befreundet, seit dem ersten Tag die alle besten Freundinnen gewesen und durch dick und dünn gegangen. Wir hatten zwar schon ein paar Mal gestritten, das war aber lange her und es gibt in jeder Freundschaft mal Streit und Tommy, meinen wunderbaren, liebevollen und lustigen Freund. Er ist mein Seelenverwandter, dass hatte ich schon gespürt als wir uns das erste Mal begegnet waren. Kate hatte mich nämlich nach meinem Urlaub mit zu einem Doppel Date geschleppt. wir waren im Pub an der Ecke 40ten, es ist sehr beliebt in unserer Stadt. Von dem Tag an waren wir unzertrennlich. Er ist sehr groß und muskulös, hat schwarze, längere, glatte Haare und tiefblaue Augen.
Das einzig Gute an der ganzen Sache war, ich würde nicht alleine nach Salem gehen, denn Kate konnte ihre Mutter davon überzeugen, sie auch auf das Internat gehen zu lassen. Nur zum Sommercamp müsste ich alleine. "Wenigstens ein Lichtblick", sagte ich leise vor mich hin. Ich schaltete das Wasser aus, stieg aus der Badewanne, machte mir mit dem kleinen Handtuch einen Turban und schlug das große um mich herum. Dann stellte ich mich vor den großen Spiegel der über dem Waschbecken hing und betrachtete mein gerundetes Gesicht, die deutlichen Linien meiner Wangenknochen, die alle immer beneideten, meine Schlüsselbeine und die großen Adern, die an meinem Hals ein V bildeten und fragte mich dabei was alle anderen so toll an mir fanden. Ich hatte schöne gelockte, dunkelbraune, lange Haare, das war aber auch schon das einzige was ich an mir toll fand. Ich starrte selbst in meine mandelförmigen, grauen Augen und sagte dann leise zu mir selbst: „Ich sehe doch ganz normal aus, nichts Besonderes." Dann schaute ich nach rechts zu meinem Handy auf die Uhr, es war schon kurz nach acht und ich wollte noch frühstücken bevor meine Mum mich in die Schule fährt die heute um zehn Uhr anfangen würde. Ich holte mein bronzenes Rouge aus meinem Kulturbeutel und tupfte es an meine Wangenknochen, einen schönen dunklen-braunen Lidschatten streifte ich mir mit einem kleinen flauschigen Pinsel auf meine Augenlieder, ich tuschte meine eh schon sehr langen geschwungenen Wimpern und nahm meinen Lieblings Lippenstift in einem zarten dunkellila und trug ihn auf. Während ich mir meine zerzausten und verknoteten haare durchkämmte, schaute ich auf meine Halskette, die ich von meiner Mutter zu meinem 16. Geburtstag bekommen hatte. Sie war silbern mit einem violetten Sichel Mond als Anhänger. Ich hatte sie seit dem Tag an dem ich sie bekam nie wieder ausgezogen. Und da sie glücklicherweise aus echtem Silber war musste ich das auch nicht.
Nachdem ich fertig war mit dem Kämmen machte ich mir Schaum Festiger in die feuchten haare, es roch nach Zitrone. Dann föhnte ich Sie noch schnell und ging dann wieder in mein Zimmer. Ich zog die hellblauen zerfransten Jeans Shorts und das schwarze top mit den geflochtenen Trägern, dass ich am Abend zuvor für heute über meinen Schreibtisch Stuhl gelegt hatte an, dann lackierte ich noch schnell meine Fuß und Fingernägel mit einem schwarzen Nagellack. Ich hob meine beige Tasche vom Stuhl in der ich immer meine Schulsachen verstaut hatte und sauste die Treppen hinunter.
Ich lief in die Küche zum Esstisch und stellte meine Tasche neben meinen Stuhl. << Du siehst aber hübsch aus>> sagte Marion, meine Mutter. Ich bedankte mich indem ich ihr einen Kuss auf die Wange gab. Es roch nach getoastetem Brot, Eiern mit Speck der ein bisschen zu dunkel geworden war und nach frisch gepresstem Orangensaft. Ein typisch amerikanisches Frühstück, dass meine Mutter jeden Freitag machte nachdem sie sich dazu entschieden hatte etwas mehr Gewohnheiten in unser Leben einzubringen. Ich mochte das Essen meiner Mutter und aß auch schnell auf. Als ich fertig war nahm ich meine Tasche und fragte meine mum ob sie auch fertig sei. Meine Mutter hatte lange, glatte, blonde Haare, eigentlich waren sie straßenköterblond aber Marion hatte sie blondiert sodass sie jetzt um einiges blonder aussahen, ihre diamantblauen Augen strahlten im Sonnenlicht, dass durch das Küchenfenster hineinschien. Sie hatte eine schöne geschwungene Nase und etwas dünnere Lippen als meine, die sehr voll waren, dafür dass meine Eltern beide ungefähr die gleiche Lippen Größe besaßen. Mum trug eine dunkelblaue Jeans und ein grünes T-Shirt.
Bevor wir zum Auto rannten, schnappte ich mir noch schnell meine schwarzen Sandalen und einen weißen Cardigan. Wir fuhren schneller als die Schilder erlaubten aber zum Glück gab es auf der Strecke zu meiner Schule keine Blitzer. Wir kamen noch pünktlich an. <<Pass auf dich auf Schätzchen.>>, sagte meine Mutter noch und gab mir einen Kuss bevor sie dann wieder wegfuhr. Da stand ich nun. Vor dem Tor meiner zukünftig alten schule. ich mochte die schule, die Lehrer waren auch immer alle nett gewesen. Hier hatte ich mich wohl gefühlt. Dann musste ich mir vorstellen wie ich im schönen, neuen, silbernen VW Polo meiner Mutter saß und sie anflehte mich nicht ins Camp zu schicken. Ich hatte von dem Camp gehört, dass da nur komische Leute waren und ich wollte nicht zu komischen Leuten. Mum meinte nur, es sei ein Internat für sehr begabte Schüler, aber ich hatte weder die besten Noten in der Schule noch war ich in sonst irgendeiner weise besonders begabt in Dingen, abgesehen vom Singen. Aber das hatte weniger mit der Schule zutun. Während ich über meine nicht vorhandenen Talente nachdachte hatte ich überhaupt nicht gemerkt, dass ich schon zur Turnhalle gelaufen war. Dort fand heute die Feier zum Abschluss des Jahres statt. Ich schaute mich um und entdeckte Kate und Tommy an der Tür am anderen Ende der Turnhalle. Neben ihnen ein paar andere Mitschüler von uns. Jane und Chris das schlauste Pärchen an der schule, Catherine die Sportskanone, sie würde es mit ihrer Geschwindigkeit beim Schwimmen noch weit bringen und zu guter Letzt Drake, er war ein durchschnittlicher typ aber sehr nett und ich verbrachte gerne Zeit mit ihm. Ich lief zu ihnen rüber und begrüßte alle mit einer Umarmung, nur Tommy gab ich einen Kuss. Ich liebte seine weichen nicht zu dünnen Lippen. dann suchten wir uns einen Platz in der zweiten Reihe der Stühle die die Lehrer in 8 reihen aufgestellt hatten, dann fing auch schon jemand auf der Bühne an zu sprechen. Es war Lesley, die Schülersprecherin und Jahrgangsbeste. Ihr Notendurchschnitt war noch nie schlechter als 1,6 gewesen. >>Hallo liebe Schüler! Endlich ist ein weiteres tolles Jahr an der High-School vorbei und ich freue mich euch alle nächstes Jahr wieder zu sehen. Leider werden uns zwei Schülerinnen verlassen, ich bitte um einen Applaus für Kate Hasel und Luna Hammilton.>> Alle applaudierten zu unserem Abschied, was ich nicht verstanden hatte, denn normalerweise applaudiert man ja wenn etwas Schönes passiert aber das hier war nicht schön, es war nervig und traurig.
Der Rest der paar Stunden die wir hier verbringen mussten gingen sehr schnell vorbei. Wir bekamen alle unser Zeugnis, verabschiedeten uns noch persönlich bei einigen Lehrern und Schülern und gingen dann alle nochmal in die Turnhalle um Kuchen zu essen und etwas zu trinken. Dann liefen Kate, Tommy und ich an das Tor vor der schule und verabschiedeten uns auch für die nächsten sechs Wochen. Nur Tommy würde ich eine viel längere Zeit nicht mehr sehen und das machte micht traurig. Ich hatte mich seit dem ich erfahren hatte, dass ich für eine ganze Weile weg muss versucht mental darauf vorzubereiten aber jetzt fing ich doch an zu weinen. Tommy nahm mich in seine starken, muskulösen Arme sodass ich von seiner körperwärme umhüllt war. Ich konnte sein wunderbares Parfum riechen. Ich versprach mir diesen immer in meinen Gedanken zu behalten, bis wie uns wieder sehen. <<Ich kann dich ja in den Ferien besuchen kommen und du mich auch. Es ist ja nicht für immer.>> Sagte er mit seiner ruhigen stimme obwohl ich auch ein leichtes zittern darin bemerkte. So lange waren wir noch nie getrennt . Ich vermisse die kleine hübsche Kate mit den grünen Augen und gewellten braunen Haaren jetzt schon, genauso wie Tommy, nein Tommy werde ich noch mehr vermissen.
Ich betrachtete beim nachhause fahren noch einmal die Stadt in der ich aufgewachsen war. Das Pub neben der Bücherei in der ich so gerne mit Tommy und Kate nach der schule essen war, die Bücherei selbst in der ich meistens Stunden lang am Wochenende saß und in vielen Büchern über Hexen und all das zeug gelesen hatte, das waren die Interessantesten. Oder der riesiege Stadtpark in dem ich oft mit ihrer Mum picknicken war. Kate hatte mich an meinem 17. Geburtstag in den Besten Club der Stadt eingeladen, wir mussten unsere Eltern anflehen dort hin zu gehen und nachdem unsere Mütter uns eingehend darauf hingewiesen hatten, wie gefährlich es in solchen Clubs sein kann und dass wir sehr vorsichig sein mussten, hatten sie es doch erlaubt. Dennoch mussten wir ihnen versprechen keinen Alcohol zu trinken und um spätestens zwölf Uhr wieder zuhause zu sein. Doch jetzt werde ich nie wieder dort hin gehen können ohne hunderte von Kilometern fahren zu müssen. >>LUNA!?<< Ich erschrak. >>Ja?<< >>Könntest du mir bitte kurz zuhören?<< ich nickte zögerlich da ich noch immer in meinen Erinnerungen schwelgte. >>Ich muss nochmal kurz zur Bank. Die Leute haben deine Sachen schon abgeholt und wenn wir dann zuhause sind gehts auch schon los, wir müssen bis achtzehn Uhr da sein und es ist schon vierzehn uhr und die fahrt dauert zweieinhalb Stunden. Also bitte beeil dich und pack die restlichen Sachen in deine Taschen .<< Ich nickte wieder. Nachdem wir wieder zuhause waren, lief ich schnell hoch in mein Zimmer, packte noch schnell meine Kulturtasche und alles andere, dass noch im bad rum lag ein, nahm meine Taschen und lief die Treppen runter in die Küche. Als ich zu Mum hoch blickte sah ich, dass sie Tränen in den Augen hatte. >>Mum , nicht weinen, du kannst mich doch besuchen kommen. Ausserdem wolltest du, dass ich dorthin ziehe. Jetzt hör bitte auf sonst muss ich auch weinen. << Aber es war schon zu spät mir kamen auch schon die Tränen. Ich nahm sie in den Arm und so blieben wir ein paar Sekunden stehen. Danach wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht, nahm 2 Taschen und lief aus dem Haus zum Auto. Ich tat das Gleiche. Am Auto angekommen packten wir meine Taschen in den Kofferraum, dann fuhren wir los, direkt hinein in mein Neues Leben.
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Das Mal des Mondes
ParanormalDie Überarbeitung von 'Das Mal des Mondes'. Ich hoffe es gefällt euch 😁❤ Es handelt von einem 17 Jährigen Mädchen, dass auf ein Internat geschickt wird und dort ihre wahre Identität erfährt . Wäre toll wenn ihr es teilen könntet
