„Der Weg nach Ori ist bereit, überquert zu werden!" Ich schrecke ein letztes Mal aus meinem Sekundenschlaf auf und schaute den Brückenhüter an. „Wieso jetzt erst?" fragte ich ihn mit genervter Mine. Seit vier Stunden stehe ich an vorderster Front, um zurück nach Hause zu kommen. „Irgendeine Händlerkarawane musste nach Luri, um Waren zu verkaufen und hatten eine Panne. Zu 60t kann das schon zum Problem werden. Also fahr endlich, andere wollen auch über die Südbrücke!" Grummelig setzte ich mein Gefährt in Bewegung. Die Reifen rollten über den steinernen Pfad und weitere zwei Stunden Fahrt brachen an. Das ist der Grund, warum ich meine Familie so selten besuche. Oh mein Gott, wie ich es hasse.
Nichts als schwarzer Himmel vor mir. Soweit das Auge reicht, ist Nichts zu sehen. Hinter mir höre ich die anderen Wagen, welche den gleichen Weg zu haben scheinen. Wie es denen wohl geht? Mit Sicherheit besser als mir, denn meine Scheinwerfer sind kaputt. Das bedeutet, ich sehe rein gar nichts als die schwarze Schwärze der schwarzen Nacht der Schwärze... welche sehr schwarz ist. Allein der Gedanke, dass ich bald daheim sein würde, ließ mich jedoch vergessen, dass es mir grad scheußlich geht, da ich mir hier die Augen zusammenkneife, dass ich aussehen muss, wie der letzte Depp. Das letzte, was mir jetzt noch fehlen würde, wäre eine Kontrolle.
Als zwei Stunden von langweiligem Geradeausfahren endlich vorbei sind, erreiche ich sie endlich. Die Insel Ori! Und ich dachte schon, ich komme niemals an. Ich habe meine Heimat schon lange nicht mehr verlassen und bin diese langen Fahrten nicht gewöhnt. Es sollten mal Geräte erfunden werden, mit denen man einfach über das endlose Becken fliegen kann. Aber warum sollten wir fliegen, wenn da oben nichts ist...? In Gedanken verloren parke ich mein Auto in die Garage meiner kleinen ein-Personen-Hütte und werde wieder von meinem nervigen Nachbar bequatscht: „Hi George." „Uh, hey Ron..." „Wie war's auf Luri? Spaß gehabt?" „Wie definierst du Spaß?" „Na halt mal rausgehen und neue Welten entdeckecken. Die Inseln bieten viel Freiraum." „Keinen interessieren die Inseln! Alles was es gibt, wurde schon entdeckt." Gelangweilt fiel mein Blick zu Boden „Wenn du meinst..." endgeistern machte er auf den Sohlen seiner Lackschuhe kehrt, welche grundsätzlich zu jeder seiner grünen Jeans zu passen schienen, und verzog sich in sein sogenanntes „Haus" (bei so viel Efeu eher eine Höhle). Der Himmel war zwar schwarz wie... wie der Himmel nun mal so ist. Ich kenne ja selbst nichts Anderes als die vier Inseln. Ori, Luri, Xanthar und Leng. Müde riss ich meine Tür auf und betrat meine Gruft. Es gab nur noch eines, was ich jetzt wollte... NACH ZWEI STUNDEN FAHRT AUFS TÖ!
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The fifth
AdventureSehen wirs ein, du liest diese Beschreibung nicht, um zu sehen, wie viel Mühe sich dabei gegeben wurde, sondern um zu entscheiden, ob die Geschichte langweilig ist, oder nicht. Da ich stinkend faul bin, wirst du eh nicht sehen, dass ich mir hierbei...
