,,Zusammen mit meinen engsten Vertrauten, wagten wir den Aufstieg des alten Bergpfades. Nicht viel breiter als ein Mensch und durchsetzt mit vielen schwierigen Passagen. Meine Männer sowie auch ich befestigten uns mit dicken Seilen aneinander und packten die Kletterausrüstung aus.....eng an die Wand gepresst schmiegten wir uns den Weg entlang, vor uns die tiefe Schlucht und an unseren Rücken die kalte nasse Felswand. Seit Tagen regnete es, dazu kam seit gestern ein dichter Nebel auf, doch auch dies würde uns nicht aufhalten. Nicht dieses Mal.....zum Einbruch der Dunkelheit konnten wir das gröbste hinter uns bringen, doch alle sind nun müde und ausgelaugt. Nahe einer alten Eiche schlugen wir ein Lager für die Nacht auf, doch mir war dabei nicht geheuer. Seit kurzem fühlte ich mich unbehaglich, als ob etwas auf uns lauern würde. Zum Wohle meiner Männer übernahm ich die erste Wache. Ich war mir sicher, dass unser Ziel schon in Reichweite lag.....der Aufstieg erwies sich als schwerer wie gedacht, denn seit kurzem spielt das Wetter verrückt. Schnee, Regen, Hagel, Sonnenschein traten kreuz und quer auf. Wir kamen durch die erschwerenden Klimaverhältnisse nur stockend und unter großer Anstrengung voran. Bald würden wir auf eine weiter Wegenge treffen, wenn das Wetter dort immer noch nicht mitspielt, müsste unser Trupp zwangsweise hier verharren. Allmählich gingen die Vorräte zur Neige, daher würde ein weiterer Stopp das ,,Aus" bedeuten. Spätestens im zwei Tagen müssten wir über dem Kamm sein, um es zu schaffen.....wir passierten den Kamm mit einer Verzögerung von einem halben Tag, aber verloren leider einige unserer Männer. Keiner konnte ihnen mehr helfen. Er rutsche ab, was sein Schicksal besiegelte. Nun waren wir nur noch 7 Männer mit mir eingeschlossen. Ansonsten waren keine weiteren Zwischenfälle zu verzeichnen.... Ich hoffe, wir schaffen es noch rechtzeitig bis zu unserem Ziel.... nach einem weiterem Tag konnten wir einen dicht bewachsenen Wald entdecken, den wir mit einer unglaublichen Geschwindigkeit erreichten. Uns war klar, dass dies der richtige Weg sein würde, so folgten wir weiter dem alten verwachsenen Pfad. Je weiter wir kamen, umso mehr verschlechterte sich mein Gefühl. Mein Körper zitterte, obwohl mir sonst bei unseren Abenteuern noch nie unwohl zumute war, so musste ich mir selbst eingestehen, dass es dieses Mal der Fall war.... am kommenden Morgen musste ich feststellen, dass uns jemand oder etwas ausgeraubt hatte. Denn 4 unserer ... nein meiner Männer starben, da alle Spuren auf einen Kampf hin deuteten, war die Sache schnell klar für mich ... tief im Inneren des Waldes verbarg sich das, nachdem wir suchten, unser ,,Schatz". Ich erblickte vor gerade Mal einer Stunde einen weißen Glanz, der durch den Wald schien, doch nun lag wieder nur dichter Wald vor meinen Augen.... Etwas beschützt diesen ,,Schatz", denn vor wenigen Minuten verschwanden meine Männer spurlos. Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch ich verschwinde oder entdeckt werde. Darum hoffe ich, dass meine Aufzeichnungen eines Tages gefunden werden, da ich an diese Sage glaube und weiß, dass ein junger Abenteurer dies auch beweisen würde. Nur der werde nicht ich sein!"
Nun überflog ich diese Zeilen schon zum hundertsten Mal, doch ich wusste keine Antwort darauf. Selbst der handgeschriebene Brief brachte mich nicht weiter. Seit meinem 10. Geburtstag studiere ich diese, für mich unschätzbaren wertvollen, Aufzeichnungen.
,,Hallo Andy,
ich hoffe du erhältst diesen Brief. Ich werde wahrscheinlich nicht wieder nach Hause kommen können, aber ich hoffe du weißt, dass ich dich liebe und nichts sehnlicher tun würde als dich und deine Mutter wieder zu sehen, doch es ist mir nicht erlaubt. Auf Wiedersehen mein Sohn und kümmere dich gut um deine Mutter," las ich mit zitternder Stimme vor.
Selbst wenn der Vorfall schon 6 Jahre her war, so schmerzte es noch immer, wenn ich diesen Brief las. Mir kullerten einzelne Tränen von den Wangen, sobald ich an meinen Vater zurück dachte. Er hatte ein gutes Herz und war stets zu allen nett und half, wo er nur konnte. Wieso musste er nur dorthin gehen, um mir meinen Traum zu erfüllen. Ich bin schuld daran, dass er damals zu dieser Expedition aufbrach und nicht wiederkehrte. Der Brief und seine Aufzeichnungen lagen ca. eine Woche später vor unserer Tür, ohne Adresse oder anderen Angaben. Dies war das einzige, was mir von ihm blieb. Immer wieder überflog ich diese Stellen, doch seit 6 Jahren schon finde ich keine Antwort. Ich hatte schon alles versucht, doch es gab keine Anhaltspunkte. Einfach nichts.
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Verborgene Legenden
AventuraLegenden, die jede Vorstellung sprengen und Wesen, die man sich nicht einmal zu erträumen vermag. Mein Vater hat jene immer studiert, doch dann kam er nicht mehr zurück. Seither ist es mein Traum in seine Fußspuren zu treten. Mit seinem alten Tagebu...
