In der Kutsche war es kalt. Es war kalt und unbequem. Seit einigen Stunden nun war Mirabella schon mit ihrem Vater und ihrer Mutter zusammen auf dem Weg nach Hogwarts. Ihr Pelzmantel sollte sie warm halten, doch der Gedanke an die neue Schule und der damit verbundene Kontakt mit Gleichaltrig ließ sie erzittern.
Mirabella von Knoblich war keine scheue oder gar schreckhafte Person, nein, wenn sie einen Raum betrat, zog sie die blicke auf sich und beherrschte die Stimmung der Anwesenden. Doch bisher hatte sie sich ausschließlich mit Hauslehrern, ihrer Familie und den Sprösslingen des alten Zauberer Adels beschäftigt und sich noch nie einem Weltbild gestellt ,das nicht ihrem eigenen entsprach. Das lag nicht daran ,dass sie sich nicht getraut hätte oder nicht überzeugend genug währe, sie hatte es schlicht und ergreifend nicht nötig sich mit solchen Leuten abzugeben. In ihrer Heimat Rumänien waren ihre Eltern so einflussreiche Geschäftsleute, dass ihr nie widersprochen wurde, es seiden sie selbst widersprach ihren Eltern.
Doch nun sollte sie nach Hogwarts gehen, nach England in die Fremde, auf die Schule für Hexerei und Zauberei. Dort würden ihr Schüler und Lehrer begegnen ,die es nicht für selbstverständlich hielten morgens im Bett zu frühstücken, mal eben nach Mailand zum shoppen zu fahren oder zu einem Geschäftsessen zu gehen, um dort für die Eltern den Sohn eines schwierigen Kunden zu bezirzen. Sie würde es keinem sagen ,aber sie hatte schon etwas Angst. Angst davor, ihre Eltern zu enttäuschen in dem sie einen schlechten Ruf bekam oder sich selbst in dem sie schlechte Noten schrieb oder ihrem kleinen Bruder, welcher zwar immer ein wenig frech war, aber trotzdem immer zu ihr aufsah und versuchte ihr nachzueifern, ein schlechtes Vorbild zu sein.
Seit Stunden hatte sich der Anblick aus dem Fenster der Kutsche nicht geändert, sie fuhren durch einen Wald mit großen bäumen die alle samt schneebedeckt waren. Sie ließ ihren Blick schweifen und versuchte bei dem irrsinnigen Tempo, welches der Fahrer an den Tag legte, irgendwie zwischen den Tannen und Fichten hindurch etwas zu erkennnen, das ihr Aufschluss über ihren Aufenthaltsort gab. Doch alles was sie sah war grün. Klar hätte sie mit ihren Eltern Seit-An-Seit-Aperriern können, aber weil ihre Eltern etwas altmodisch waren, fuhren sie mit einer Kutsche zu ihrer neuen Schule.
Etwas gelangweilt wannte sie sich wieder ihrem Buch zu. Sie las als Vorbereitung auf Hogwarts nun schon zum dritten mal "Zaubertränke für Fortgeschrittene" , sie wollte sich schließlich nicht blamieren, indem sie eine mögliche Frage zu diesem Thema nicht beantworten konnte. Bei dem Versuch sich wieder auf den beschrieben Trank der lebenden Toten zu konzentrieren, versagte sie kläglich. Denn schon wieder drängte sich eine vorfreudige Erregung in ihre Gedanken, sie spürte Schmetterlinge in ihrem Bauch und auch das zittern war noch da.
Sie fragte sich ob sie in dem Zauberinternat vielleicht, natürlich ohne dem Ruf ihrer Eltern zu schaden oder sich zu verstellen, tatsächlich einmal eine echt Freundin finden würde, die sich nicht nur für ihre neuen Prada Schuhe interessierte, sondern mit der sie auch über ihre Gefühle reden konnte? Wie würde der Unterricht werden? Würden die Lehrer nett sein und was war das mit diesen Häusern? Ihr Vater hatte nach einem Essen mit einem britischen Bekannten etwas ähnliches erwähnt? Würde sie vielleicht einen Jungen kennen lernen und wie würde sie wohnen?
Während sie sich diese Fragen stellte, verschwamm das Buch vor ihren Augen und ihre Umwelt rückte in den Hintergrund. Wie würde alles sein? Sie hatte sich schon Pläne gemacht sich überlegt wie sie auftreten wollte was mit ihrer Schuluniform zugegebenermaßen doch schwer war, allerdings glaubte sie das man so etwas mit einem einfachen Gürtel von Gucci oder einem grünen Ralph Lauren Polohemd wieder ausbessern konnte. Das war auch noch so eine Sache. Sie fürchtete sich davor, dass man sie wegen ihrer Vorliebe für Muggel Fashion nicht annehmen würde, doch sie hatte sich schon einige antworten dafür zurecht gelegt.
Antworten auf Fragen wie "Was hältst du vom goldnen Tiro?" oder "Wie findest du das was Vordemort und die Todesser tun?" hatte sie keine Antworten. Denn ihre Eltern hatten sie zwar zu einer selbstständigen und intelligenten jungen Frau herangezogen und mit ihren 16 Jahren war sie auch sehr gut über das politische geschehen in der Zauberwelt informiert, doch seit feststand, dass sie die Hogwarts Schule besuchen würde, versuchten ihre Eltern sie so gut es ging von Informationen über die Schüler und Lehrer fern zu halten.
"Sitz gerade Mirabella sonst bekommst du einen krummen Rücken und hör auf zu träumen das gehört sich nicht. Wir sind gleich da." drang die stimme ihrer Mutter zu ihr durch. Sofort setze sich Mirabella wieder gerade hin. Sie schlug das Buch zu und ließ es in ihrer Miaechel Kors Tasche verschwinden. "Gut so, mein Schatz. Und benehme dich ,wenn wir gleich das sind. Es sind zwar gerade Weihnachtsferien und es sind kaum noch Schüler auf dem Schloss, aber Falls du einem begegnest; sei freundlich und nett, es könnte sich schließlich um das Kind eines potenziellen Geschäftspartners handeln und denk daran dich nicht mit Schlammblütern einzulassen.
Doch die Worte ihrer Mutter nahm sie nicht mehr war, denn gerade als sie um eine Kurve fuhren, konnte sie durch das Fenster der Kutsche ein Schloss sehen. Das musste Hogwarts sein. Es sah toll aus. So in er Abenddämmerung lag es da . Tausend Türme ragten in den Himmel und noch mehr Lichter ,als es Sterne am Himmel gab, leuchteten zu ihnen hin und erleuchteten auch das umliegende Land. Wunderschön war das erste das ihr dazu einfiel und das zweit war das diese Schloss zu ihr passen würde. Es würde zu ihr passen, denn in diesem Moment hatte sie den Entschluss gefasst beliebt zu werden. Sie wollte an dieser schule beliebt sein, sie wollte dass man sie mochte, egal mit wem sie sich dafür anlegen musste. Sie wollte zumindest an einem Ort der Welt für ihren Charakter wirklich geliebt werden .
Sie fuhren zu einem großen Portal und die Kutsche hielt direkt davor. Das Portal wurde geöffnete und ein etwas schmuddelig aussehender Mann mit gebückter Haltung kam auf die Kutsche zu. Er öffnete die Tür und begrüßte sie mit den Worten: " Willkommen! Willkommen in Hogwarts ! Mein Lord, meine Ladys, mir wurde die überaus wichtige Aufgabe erteilt, sie zum Büro des Direktors zu geleiten. Wenn sie mir bitte folgen würden ? Das Gepäck wird in dieser Zeit auf ihre Zimmer gebracht."
Während seiner ganzen Rede hatte der Mann einen tiefen Diener gemacht und zum Ende hin, hatte er eine Hand ausgesteckt um uns zu bedeuten, dass wir ihm folgen sollten. Also stiegen wir aus. Zuerst mein Vater, welcher dann meiner Mutter und mir beim aussteigen half. Nach dem sie sich bei ihm eingehackt hatte setzte sich der dürre Mann in Bewegung und meine Eltern und ich folgten ihm eine breite Treppe hinauf, in eine große Eingangshalle, die von Fackeln an den Wänden beleuchtet wurde. Er führte sie weiter in ein Treppenhaus von unvorstellbaren ausmaß, man konnte weder die Decke des Raumes sehen noch den Boden des Kellers. Die Wände waren über und über behängt mit Bildnissen der verschiedensten Zauberern und alle redeten laut durcheinender und besuchten sich gegenseitig. Als sie die kleine Gruppe bemerkten begannen sie zu verstummen nur kurz darauf noch erregter durcheinander zurufen, ob der noch unbekannten Leute am Fuße einer Treppe.
Auch die Treppen selbst waren seltsam, sie schienen sich zu bewegen und die Richtung zu ändern , dieser verdacht bestätigte sich, als sich die Treppe auf der Mirabella stand plötzlich zu einer anderen Seite schwenkte. Mirabella war so erstaunt darüber, dass sie gar nicht bemerkt hatte, dass sie den Mund geöffnet hatte, doch als sie den missbildenden Blick ihrer Mutter einfing schloss sie ihn schnell. Sie blickte nach oben und da. Ja genau da sah sie eine Person in schwarzen und grünen Klamotten. Er hatte die Platin blonden Haare zurückgelegt und biss gedankenverloren in einen grünen Apfel. Er unterhielt sich mit einem Gemälde ,welches stark nach einem Bildnis von Salazar Slytherin aus sah und blickte ganz plötzlich zu ihr hinunter.
Und urplötzlich schien alles um sie herum stehen zu bleiben, als diese grauen Augen sie musterten.
Hallo meine guten Studden. Ja auch ich hab es endlich geschafft ein Kapitel zu schreiben und fast noch wichtiger, es auch zu veröffentlichen. Seid bitte nicht so streng mit mir, denn es ist meine erste Fan-Fiktion. Ich hoffe das Kapitel hat euch gefallen. 😚😚
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Ice-cold Love
FanfictionGanz allein sitzt Draco Malfoy oben auf seinem Thron und herrscht über seine Mitmenschen. Doch ganz plötzlich schmilzt der Eisberg auf dem er sitzt und er wird von einem Schneestrum der besonderen Art davon geweht. Wer es ist der den Eisprinzen vom...
