"Kathrin! Aufstehen", rief mein Vater während er die Treppe heraufkam. Ich wollte nicht. Aufstehen ist bescheuert! Das Bett hat doch alles was man braucht! Wenn es ginge würde ich nur aufstehen um etwas zu essen. Und vielleicht noch um meine Lieblingssendung zu gucken. Aber das war es auch.
Weiter konnte ich den Gedanken nicht führen, da in diesem Moment schon mein Vater hereinkam, mich freundlich anlächelte und die Fenster in meinem Zimmer so weit öffnete, dass es viel kälter wurde und ich mich Augenblicklich tiefer in meiner Decke verkrach. "Ach komm schon. Raus aus den Federn. Es ist ein wunderschöner Tag!", sagte er mit einem Unterton der mir, glaube ich, befehlen sollte sofort aufzustehen. Doch als ich mich nicht regte sagte er: "Ich gehe jetzt nach unten und mache dir schon mal ein Brötchen in den Backofen. Wenn es fertig ist bist du bitte unten. Ok?"
So ein Ton schon so früh am Morgen?! Das würde ein harter Tag werden! Aber es brachte nichts. Widerwillig stand ich auf, zog mir meinen Lieblingspulli über und ging schweren Schrittes die Treppe runter zur Küche.
Dort angekommen guckte ich wie jeden Morgen auf das Bild auf dem Fensterbrett. Ein Bild mit 3 Personen, die gerade aus vollem Hals lachten. Ich, mein Vater und meine Mutter. Das war das letzte Bild das wir gemacht haben bevor sie verschwand. Seit 3 Monaten ist sie nun schon weg. Und jedes Mal wenn ich daran denke kommen mir Tränen in die Augen. Sie ist weg und wird nicht wieder kommen. Und trotzdem will mein Unterbewusstsein nicht aufgeben und lässt meinen letzten Funken Hoffnung nicht erlischen, dass sie irgenwann wiederkommen wird.
"Willst du Marmelade auf dein Brötchen oder lieber Nutella?", fragte mein Vater. "Marmelade", meinte ich und löste mich somit aus meinen Gedanken. Ich setze mich zu meinem Vater am den Küchentisch und biss genüsslich in mein Brötchen. Mmmmmh. Erdbeermarmelade. Lecker!!!
"Hust, Hust,Hust" machte er plötzlich. Hatte mein Vater husten oder wollte er meine Aufmerksamkeit? Als ich ihn ansah merkte ich das es wohl letzteres war.
"Ich muss mit dir reden",sagte er mit ernsten Ton, "Du weißt doch das ich als Innenarchitekt arbeite. Und da hat mich ein sehr reicher und populärer Chinese dazu aufgefordert, ihm bei der Inneneinrichtung seiner neuen Villa zu helfen. Aber er möchte persönlich mit mir darüber reden. Weiß Gott wieso, aber da das Projekt mehrere Monate dauern wird und du hier nicht alleine bleiben kannst", kurze Atempause, "ziehst du mit mir nach China!"
KAMU SEDANG MEMBACA
Alles oder nichts
FantasiIn der Geschichte geht es um ein Mädchen das ihre Mutter verloren hat und mehrer Monate später mit ihrem Vater umziehen wird. Auf die andere Seite der Erdkugel!!! Doch als wäre das nicht schon genug Stress spürt sie auf dem Weg nach China das sie ve...
