1. Der Anfang

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Schon fast 20 Uhr. Ich weiß, ich muss gleich los. Aber ich weiß nicht wie ich es ihr sagen soll. Ich weiß jetzt schon, dass sie diese Gefühle nicht erwiedert. Aber ich fühle mich so wohl bei ihr. Ihre Nähe ist für mich das beste was es gibt. Ich hab noch nie so ein verdamt schönes Mädchen gesehen. Und ihr Charakter ist gold. Hassen tut sie niemamden. Sie ist so nett. So wunderschön. Und dazu kommt, dass sie verdamt schlau ist. Ich liebe es wenn sie lächelt.

Ihr fragt euch bestimmt, wer ich bin, hab ich recht?
Es ist eigentlich ganz einfach. Ich bin ein ganz normaler Junge. Ach was heißt schon normal. Ich werde seit der langem gemobbt, hab nur eine richtige Freundin. Ich mach Sport zum Ausgleich und wurde von allen Mädchen bis jetzt nur verarscht. Und doch denke ich an die wahre Liebe. Ich bin fast 16 Jahre alt und hab braune haare. Bin etwas trainiert und verdamt schüchtern. Ach ja und mein Name ist Jake.

Ich renne noch schnell hoch ins Bad und putz mir die Zähne. Als ich fertig bin, schreib ich ihr schnell, dass ich jetzt los geh. Noch schnell ihr Lieblingsparfum drauf und dann geh ich schon los.
Mitlerweile ist es 20:31 Uhr und ich steh an der Bushalte. Ich guck auf den Weg, der zu ihrer Straße führt, als ich sie kommen seh. Ich geh ihr entgegen.
"Was ist los? Du wolltest mit mir reden?"
Oh man. Ihre Stimme. Ich höre diese Unsicherheit in ihr. Ich könnte so dahin schmelzen, wenn ich sie seh und reden höre. Ihre Stimme ist für mich so, als würde ein chor von Engeln singen! Ich spüre wie mein Herz schneller schlägt, wenn ihr sie grinsen seh. Ihre Augen funkeln so schön.
Meine Beine sind wie Pudding und alles dreht sich. Ich schwitze leicht und bin verdamt nervös. Jetzt weiß ich, wie sich das anfühlt.
Ich suche Blickkontakt zu ihr und fang an meine Gedanken zu sammeln und dann einfach drauf los zu reden.
"Ich wusste den ganzen Tag nicht, ob ich es dir sagen soll oder nicht. Wie du heute mit Chantal über Luis gelästert hast weil er dich küssen wollte hat mich richtig verunsichert. Ich weiß, es klingt bestimmt mega komisch. Ich will es nicht wirklich sagen. Ich fühl mich wie Luis. Und das mein ich so wie ich es sage. Ich hab mich in dich verliebt. Ich will dich nicht verlieren. Aber ich will mehr. Ich weiß, dass du nicht mehr willst. Ich weiß nicht wieso, ich will aber auch nicht danach fragen. Aber ich hoffe du kündigst mir jetzt nicht die Freundschaft."

Erwartungsvoll und insgeheim voller Hoffnung guck ich sie an. Seit dem Tag als wir im Regen mit dem Bus in die Stadt gefahren sind liebe ich sie schon. Der Moment, als wir zusammen unter dem Regenschierm standen und ich sie von hinten umarmt habe, weil ihr kalt war. Seit dem schlägt mein Herz immer schneller wenn ich sie seh. Spielen die Schmetterlinge verrückt in meinem Bauch.

"Ach nein Jake. Du brauchst doch keine Angst haben. Du bist doch mein bester Freund! Und Luis ist Luis. Du bist nicht wie er. Er ist einfach voll wiederlich. Das tut mir voll leid. Ich hab dich doch lieb.
Wollen wir noch die Serie weiter angucken?"

Autsch. Gefriendzoned. Auch wenn ich sie nicht direkt gefragt hab und ich ja von vornherein wusste, dass sie mich nicht liebt tut es mir verdammt weh, dass zu hören. Klar, wir sind beste Freunde. Aber wenn eine Person mehr will, ist es verdamt schwer, eine normale Freundschaft zu führen. Warum musste ich mich auch in dieses Mädchen verlieben? Es gibt so viele Mädchen. Ausgerechnet dieses Mädchen muss es dann sein. Ich spiele nicht in ihrer Liga. Naja sie ist halt auch ein Jahr älter. Hat viel mehr Erfahrungen.

"Ja klar." Mit einem gespielten Lächeln geh ich mit ihr zu ihr ins Haus unsere Serie gucken. Als die 2. Folge aus war, es war schon fast Mitternacht brachte ich sie noch hoch ins Bett und verabschiedete mich von ihr. Als ich endlich wieder an der Bushalte bin überlege ich mir noch an den Spielplatz zu gehen um ein wenig über alles nachzudenken. Also ging ich noch schnell an den Spielplatz. Guckte in die Finsterniss und mir lief eine Träne die Wange runter. Bevor ich zum Weinen anfange geh ich lieber nach hause. Noch kurz ein paar Klimzüge und dann ab nach hause.
20 Minuten später lieg ich in meinem Bett. Ich schließe meine Augen und versuche zu schlafen. Eine halbe Stunde drauf, als ich mir die Tränen weggewischt habe, nach dem kläglichen Versuch die Tränen zu unterdrücken, bin ich endlich eingeschlafen.
Also gute Nacht!

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