Prolog

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„Micha?“ Eine mir vertraute Stimme rief meinen Namen. Ich konnte sie allerdings nicht zu ordnen. Wer war das? Langsam und mühsam öffnete ich meine Augen. Das helle Licht der Zimmerlampe blendete mich, weshalb ich meine Augen zusammenkniff. „Endlich bist du wieder wach.“, sagte ein Junge sanft. Ich schätzte ihn auf ca. 16 Jahre. Ich war, aber glaube ich auch nicht viel älter. Seine smaradgrünen Augen glänzten vor Freude. Wie lange hab ich denn geschlafen? Ein Mann kam herein und schickte den anderen Jungen raus. Der Mann stellte mir ein paar Fragen. Seinem weißen Kittel zu urteilen war er Arzt. Ich verneinte jeder seiner Fragen. Ich wusste weder wer ich war noch wo. Er verlies den Raum und besprach noch irgendwas mit dem Jungen. Was ist passiert, das ich keinerlei Erinnerungen hab? Der Junge setzte sich wieder neben mich und schaute traurig Richtung Boden. „Du hast keine Ahnung wer ich bin, oder?“, fragte er. Ich schüttelte den Kopf. Ein Mädchen mit langen braunen Haaren kam herein gestürmt und umarmte mich direkt. „Ich kann es nicht glauben, dass du endlich wieder wach bist.“ Ich erkannte sie nicht, aber dafür bemerkte ich wie der Junge Tränen unterdrückte. Wieso war er denn so traurig? Etwa weil ich mich nicht an ihn erinnern konnte? Nein, das konnte es nicht sein, da muss noch irgendwas sein. „Ich brauch ein bisschen frische Luft.“, meinte er mit zitternder Stimme und ging raus. „Micha, kannst du mir einen Gefallen tun?“, fragte das Mädchen. Ich wusste nicht was sie meinte, aber dennoch nickte ich. „Sei bitte nicht sauer auf ihn, wenn du dich wieder erinnerst. Versprich es mir.“ Wieder nickte ich nur auch wenn ich nicht wüsste wieso ich sauer auf ihn sein sollte. Es verging eine ganze Stunde und der Junge kam nicht wieder. Das Mädchen, das sich als Chessie herausgestellt hatte, schien sich sichtlich Sorgen, um ihn zu machen. Plötzlich war von den Fluren irgendein Krach zu hören. Ich bat sie nachzuschauen und sie schien wie versteinert, als sie sah was geschehen war. Eine Krankenschwester nahm sie an den Schultern und kam mit ihr in das Zimmer. Die Frau fragte: „Hat der Junge vielleicht Depressionen?“ Erschrocken schaute Chessie sie an. „Wieso fragen Sie das?“, stellte sie nun die Gegenfrage. Nun ja an seinem Arm waren mehrere Narben zu erkennen.“, erklärte die Frau. In diesem Moment fing mein Kopf an zu schmerzen und ein Bild tauchte vor meinen Augen auf. Ich hielt seinen Arm mit den ganzen Narben. Er wollte gehen, aber ich lies ihn nicht los. Er war total verheult und schrie mich an. Ich hielt mir den Kopf. Ich wollte das nicht mehr sehen. Ich verstand seine Worte nicht, aber ich bin mir sicher, dass ich das auch nicht wollte. Die Krankenschwester gab mir etwas gegen die Schmerzen. Ich wurde müde und schlief ein. In meinem Traum sah ich ihn zwei mal. Ein mal war alles um ihn herum und er lächelte mich an und hinter ihm war er noch mal, aber um ihm war alles dunkel und er saß zusammengekauert auf dem Boden und weinte. Was hatte das zu bedeuten?

Amnesie​ ~ ZomdadoStories to obsess over. Discover now