Das absolut normale Mädchen

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Montag Morgen, das Frühstück schon auf dem Tisch und mein Bruder Milo wie immer an seinem Smartphone. Ich setzte mich auf den leeren Stuhl neben ihn und begann das Müsli in die Schüssel zu füllen. Ich ass morgens nie viel zu Frühstück und ging meistens als Erste aus dem Haus, da meine Mutter selbstständig war und von zuhause aus arbeitet. Ich hatte mein typisches Outfit an... blaue Jeans, einfarbiges Top, schwarze Jacke und meine schon sehr runtergekommenen weissen Sneaker. Ich griff meinen schwarzen Rucksack und schloss die Tür hinter mir.

Ich bin Aena Harris und so sah ein absolut normaler Morgen von mir, einem absolut normalem Mädchen aus.

Auf meinem Weg zur Schule traf ich nie viele Kinder, da ich ziemlich am Ende der kleinen Stadt Brightsburg lebte. Aber dies war mir auch recht so, denn ich mochte es noch nie Kontakt zu andern zu knüpfen. Seit dem Tod meines Vaters vor vier Jahren, wurde ich sehr verschlossen und hatte seitdem keine richtigen Freunde mehr. Alle sahen mich als das 'normale, langweilige Mädchen dass nie redet'an. Das war mir auch immer relativ egal bis zu dem Tag als ich meine Haare geschnitten habe. Meine Haare waren blond, gewellt und hüftlang. Jetzt sind sie Schulterlang und jeder macht ein Drama daraus.

Ich kam auf dem Schulhof an und ging wie immer mit gesenktem Blick in das Schulhaus rein. Ich war die Erste im Klassenraum und setzte mich nach ganz hinten. Nach und nach kamen die anderen Schüler und setzten sich auf die Stühle. Wie immer blieben die zwei Plätze neben mir leer... naja wer will schon neben dem normalen, langweilgen, stillen Mädchen sitzen? Ich war nie die Beste Schülerin, aber ich war mit meinen Leistungen zufrieden und das genügte mir. Ich nahm mein pinkes Notizbuch aus meinem Rucksack, legte es auf den Tisch und schlug es auf. Darin befanden sich Notizen, Zeichnungen, usw. die mir gerade im Kopf herumschwirrten. Ich fing an ein weisses Einhorn zu zeichnen als schon die erste dumme Bemerkung von vorne kam. "Awww schaut mal, die Langweilerin kritzelt rosa Einhörner in ihr Tagebuch!" Alle starrten mich an und begannen zu lachen. Ich schlug mein Notizbuch zu und schaute auf den Tisch. Die restlichen zehn Minuten des Unterrichts hörte ich die Verschiedensten Theorien was mit mir falsch gelaufen sein könnte von allen Seiten.

Ich war froh als die Schule fertig war und machte mich sofort auf den Weg nachhause. Den ganzen Heimweg dachte ich über morgen nach, denn morgen ist mein Geburtstag, dann werde ich endlich 14! Vor meinem Haus angekommen entdeckte ich ein wunderschön eingepacktes Paket vor der Tür und dachte sofort es wäre von Oma. Denn Oma sendete meine Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke immer einen Tag früher, weil sie weit weg wohnt und die Post nicht immer sehr zuverlässig ist. Ich nahm es mit hinein und ging sofort die Treppe hinauf in mein Zimmer. Mein Bruder, Milo war noch nicht zuhause, denn er ist 16 Jahre alt und hatte logischerweise länger Schule als ich. Ich schloss meine Zimmertür und setzte mich an meinen Schreibtisch. Komischerweise fand ich auf dem Paket keine Karte oder einen Absender oder sowas ähnliches. Ich beschloss es einfach zu öffnen und das tat ich dann auch.

Im Inneren des Pakets waren viele Schichten von rosa Seidenpapier. Endlich kam eine kleine silberne Box zum Vorschein die ich vorsichtig öffnete...

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