Der Anfang

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Ich lag in meinem dunklen Zimmer und starrte an die Decke. ,,Morgen habe ich wieder diesen beschissenen Sprachkurs" sagte ich leise vor mir her. Ich würde lieber die Serie weiter schauen, die ist gerade voll spannend. Aber nein ich muss ja Morgen in den Sprachkurs und habe kein Bock auf meine tollen Mitschüler. Was soll das überhaupt bringen? Kann mir doch sowieso nichts merken. Ich schaute auf die Uhr. ,,Shit schon halb zwei und ich muss morgen früh raus." sagte ich wieder ganz leise und leidend vor mir hin und schaltete das Licht aus.

Mein Wecker schreckte mich aus meinem unruhigen Schlaf auf. Ich brauchte meine Zeit um zu realisieren welcher Tag heute war und wie beschissen er werden würde. Ich stand auf packte meine Sachen und ging runter zum Frühstücken in die Küche. Dort saß schon mein Bruder am Küchentisch. ,,Was machst du denn schon hier", fragte ich ihn. Erst jetzt bemerkte ich seine Roten verweinten Augen. Als er meinen Blick bemerkte drehte er sich um und sah mich an. Er flüsterte mir zu ,,Mum ist tot". Ich schaute ihn an und mir wurde leicht schwindlig, weshalb ich versuche mich schnell hinzusetzen. ,,Warum bist du schon so früh wach ist doch Samstag", schaute er mich fragend an. ,,Ich habe heute den Sprachkurs" murmelte ich mit zitternder Stimme vor mir hin.
,,Du wirst heute nicht in den Sprachkurs gehen, du wirst heute nirgends wo hingehen verstanden", sagte er in einem etwas lauteren Ton.
In diesem Moment kam mein Vater in die Küche, er hatte auch geweint, das sah man ihm an. ,, Gin wir müssen schnell von hier verschwinden, pack ein paar Sachen", faselte er wie ein Roboter vor sich hin. Ich konnte mich nicht bewegen der Schock saß noch viel zu tief. Ich hatte bis dahin noch nie einen Menschen verloren der mir so nahe stand, das tat weh.
Ich versuchte aufzustehen und ging an meinem Vater vorbei nach oben.
,,Mach nicht so lange wir müssen schnell los", rief er mir hinterher.
Ich ging langsam hoch, schnappte mir meinen Rucksack und fing an ein paar Sachen einzupacken. Ich holte Klamotten aus dem Schrank und legte mein Handy mit dem Ladekabel in den Koffer. Ich packte auch noch das Feuerzeug und Taschenmesser ein.
Mein Vater kam zu mir ins Zimmer. ,,Bist du fertig?" schaute er mich mit einem eilenden Blick an.
,,Ja ich hab soweit alles. Was ist denn überhaupt passiert?".
,,Dein Bruder hat bei einen Einsatz einen hohes Mitglied der Mafia erschossen. Sie haben auch Mum umgebracht." Dies sagte er so selbst verständlich und überhaupt nicht hektisch das es mich sogar ein bisschen beruhigte. Er nahm meinen Koffer und ging die Treppe hinunter. Ich folgte ihm. Ich nahm meine Jacke von der Garderobe. Es war kalt draußen und ich wusste nicht wohin wir fahren.
Ich schaute mich noch mal um und hatte plötzlich das Gefühl, das ich dieses Haus nie wieder sehen werde.
Wir gingen ohne zu reden zum Auto und fuhren los. Erst als der Motor lief wagte ich zu fragen, ,,Wohin fahren wir?" ,, zum Flughafen" war die Antwort von meinem Bruder. ,,Und wohin fliegen wir denn", fragte ich hartnäckig nach.
Wir fliegen wieder nach Hause nach Europa."antwortete mein Vater. ,,Wir tun was" ,rief ich verdutzt. ,,Wir fliegen nach Europa das ist der einzigste Ort zu dem sie uns nicht folgen." sagte mein Bruder hektisch.
,,Die Mafia ist weit größer als wir dachten sie sind überall. Mein Freund fliegt uns dorthin, wir sind da sicher." ,, Dort werden wir aber ziemlich verseucht!",rief ich entsetzt. ,,Das ist nicht überall der Fall und das ist auch schon Jahre her", entgegnete mein Bruder. ,,Es gibt bestimmt auch noch Häuser die noch vollständig sind". Ich schaute aus dem Fenster und wollte meinem neuen Leben ohne Internet und bestimmt auch ohne Strom nicht entgegen sehen.
Ich sah die Landschaft wie auch mein Leben an mir vorbei ziehen.
,,Wir sind da" rief mein Vater und brachte das Auto zum stehen. Ich sah einen Mann der uns entgegen kam. Er war groß und trug eine Sonnenbrille obwohl es bewölkt war. Mit so einem Vollidiot muss ich also gleich zum Arsch der Welt fliegen, dachte ich.
Ich stieg aus dem Wagen und sah schon das schwarze Flugzeug, welches startklar auf der Lande- und Startbahn stand. Mein Vater drückte mir meinen Koffer in die Hand, schloss das Auto ab. Warum auch immer er das machte. Wir gingen zu viert zum Flugzeug und stiegen ein. Das Flugzeug war nicht sehr groß und sah auch schon etwas klapprig aus.
Das Ding war schon fast Museumsreif. In diesem Moment fiel mein Blick auf die Aufschrift "gebaut 2056" hoffentlich stürzen wir nicht ab. Ich setzte mich auf einen Sitz wie mein Vater und schnallte mich an.
Plötzlichen rüttelte es und wir setzten uns in Bewegung. ,,Ich hoffe nur das wir dort heile ankommen" sagte ich zu meinem Vater der sich direkt neben mir befand. Er hatte den Blick starr nach vorne gerichtet. ,, Das bekommen die da vorne schon hin", antwortete er mir, sah mich dabei an und versuchte zu lächeln, was ihm nicht so gut gelang. Ich sah seine Tränen in den Augen ,als er es bemerkte drehte er sich weg. Ich schaute aus dem Fenster und träumte vor mich hin, irgendwann gewöhnte ich mich an das Rütteln und schlief ein.
Als ich wieder Aufwachte und aus dem Fenster schaute war nur noch Meer unter uns, kein Land und keine Wolken waren in Sicht. Ich schnallte mich ab und kletterte über meinem schnarchenden Vater. Ich lief ganz nach vorne und klopfte an die Tür. Ich machte sie auf und mein Bruder sah mich an. ,,Und ausgeschlafen"? ,,Ja, wie lange fliegen wir noch,,? ,,Vier bis Fünf Stunden " Antwortet er. ,,wenn Wir überhaupt ankommen," rief der Macho Typ und lachte. ,,Ich geh wieder nach hinten" und schloss die Tür hinter mir. Mein Blick fiel auf den Kühlschrank und plötzlich bekam ich einen riesigen Hunger. Ich machte ihn auf und holte mir ein Fertiggericht heraus.
Stellte es in die Mikro und wartete. Mit dem Piepsen wurde auch mein Vater wach. Er kam zu mir vor. ,,Hast du auch Hunger" fragte ich ihn. ,,Ja und wie". Er machte sich auch was und dann assen wir zusammen.
Wir sprachen über unsere Zukunft und über meine Bedenken wegen dem Strom. Mein Vater lachte, ,,Das bekommen wir schon irgendwie hin." diesmal war es ein echtes Lachen kein künstliches. Wir fanden ein Spiel in einem Schrank, was wir anfingen zu spielen und so verging die Zeit bis mein Bruder kam. ,,Wir sehen Land, aber wir wollten noch eine geschickte Stelle zum Landen finden" sagte er. ,,Auch ist unser Sprit bald leer, wir müssen also demnächst landen."
In diesem Moment fing das Flugzeug an zu wackeln. Der Macho Typ schrie von vorne ,,Wir werden beschossen von irgendwelchen Arschgeigen" Plötzlich wurde es ganz hell, es brannte.
Mein Bruder hechtete nach vorne um das Flugzeug zu landen. Es ging alles ganz schnell ich wurde hoch und runter geschleudert und versuchte mich irgendwie festzuhalten. Es wurde ganz laut und plötzlich traf mich etwas am Kopf und bei mir gingen die Lichter aus.

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⏰ Last updated: Jul 26, 2017 ⏰

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