Montag morgen. Mein Wecker klingelt. Ich stieg aus meinem Bett und legte meine blonden Haare zurecht, zog mir was zum anziehen an und ging aus mein Zimmer in die Küche. Meine Mom stand schon am Herd und kochte mir mein Frühstück. Ich und meine Mom wohnen allein. Mein Vater ist, als ich gerade mal fünf Jahre alt war, bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ich vermisse in wirklich sehr. Aber Hauptsache ich habe noch meine Mom. Sie sagt immer, lebe nicht in der Vergangenheit, lebe in der Gegenwart, im hier und jetzt. Ich wüsste nicht was ich ohne sie machen würde.
Ich bin Lilli. Ich erzähle euch eine Geschichte. Eine Geschichte, über mein Leben, wie ich das größte Geheimnis erfahren habe, das man sich vorstellen kann. Was? Ich soll es euch verraten? Oh nein, ich komme noch dazu, aber ich fange lieber ganz am Anfang an.
Also natürlich meine ich, ich mache da weiter wo ich aufgehört habe.
Nach dem Frühstück holte ich meine Schultasche und machte mich auf den Weg zur Schule. Ich traf auf dem Weg meine ABF Emma.
,, Hi Lilli!"
,, Hi Emma"
So begrüßten wir uns jeden Tag. Als wir an der Schule waren, läutete es schon und alle gingen in ihr Klassenzimmer. Ich und Emma gingen in die 9a. Ich hatte in der ersten Stunde Deutsch. Ein Fach das ich eigentlich nicht sehr mag. Außer, wenn wir Geschichten schreiben. Ich saß in der dritten Reihe am Fenster neben Anna. Sie war sehr nett, doch mochte sie mich nicht, wie jeder aus der Klasse. Es ist mir ein Rätsel, weil ich nichts falsch gemacht habe. Sie sagen immer, ich wäre zu anders, zu unnormal. Aber ich habe mich schon daran gewöhnt. Ich kann eh nichts dagegen tun.
Als Frau Keret ins Klassenzimmer kam, sah sie ihrendwie... naja irgendwie traurig, aber auch erschrocken aus. So habe ich sie noch nie erlebt. Sie war immer glücklich, selbst wenn die Klasse laut ist.
,, Guten Morgen.", sagte sie mit abwesender stimme.
,, Heute schreibt ihr was aus euren deutsch Büchern ab."
Sie schrieb etwa 10-12 Seiten an die Tafel. Alle aus der Klasse sahen geschockt aus, wahrscheinlich weil es übertrieben viel war.
,, Keine Kommentare! Ihr schreibt das ab und dabei bleibt es leise!"
Diesmal klang sie genervt.
Endlich hörte ich die schulklingel läuten. Ich packte meine Hefte und mein Mäppchen in meinen Rucksack und wollte gerade aus dem Klassenzimmer gehen, als Frau keret mich ruft. Ich ging zu ihr und fragte was los ist.
,, Ich habe einen Brief bekommen. Denn sollst du deiner Mutter geben. Und nur deine Mutter darf mit dir den Brief lesen! Also mach ihn erst auf, wenn deine Mutter dabei ist! Verstanden!"
Ich nickte.
Der Rest der Stunden war normal. In Mathe verstand ich das neue Thema gleich. In Englisch verstand ich wie immer gar nichts und in Bio wäre ich fasst eingeschlafen. Doch der Brief in meinem Rucksack machte mich nervös. Ich hielt das nicht mehr aus. Endlich klingelte es und ich konnte nach hause gehen.
Auf dem Weg nach hause verlohr ich die Geduld. Ich nahm den Brief und machte ihn auf.
