Ein Eiskalter Luftzug umhüllte die Stadt mit B.
Die meisten haben diesen Ort schon verlassen, viele Männer machten sich bereits auf den Weg in den Krieg, während andere ins Ausland verschwanden. Es war düster, dunkel, ja kein schöner Ort mehr zu Leben. Die Rebellen erhoben sich gegen das Regime.
Ein leises flüstern entwich ihrer Kehle, das Blut floss an ihrem Haaransatz hinunter und färbte ihr weißes Kopftuch mit ihrem eigenen Blut.
Stille.
Die Augen geschlossen, den Kampf verloren. Nimm mich Fort von diesem Ort.
Ja die Stadt mit dem B, war längst tot.
"Aliya!" Trang es durch meine Ohren, als Mama ihre letzten Worte sagte. Immer wieder höre ich ihre Stimme. Doch weitere Tränen kann ich nicht länger vergießen, den mir fehlt die Kraft dazu. Mitten in der Nacht, alles aber auch alles hat sich verändert. Meine Lungen füllten sich mit der kalten Luft der Wüste, als ich meine Augen langsam öffnete und die Bettdecke zur Seite schob. Ein leises seufzten entwich meinen Lippen, als ich einen Fuß nach dem anderen, auf die kalten Fließen unsere Wohnung setzte. Ein Gänsehaut breitete sich auf meinem Körper aus. Die Arme eng um mich gezogen, kommen mir immer wieder diese schrecklichen Bilder in meinem Kopf. Ich bekomme sie einfach nicht los. Langsam setzte ich meinen Weg in die Küche fort und entnahm der Küchenschrank ein Glas, welches ich mit Wasser füllte. Die Tablette in meiner Hand aus dem Kühlschrank entwendet, spülte ich damit hinunter. Es war das einzigste was mich nachts schlafen ließ. Ob es Mahmut über Grenze nach Deutschland geschafft hatte? Wann würde er sich endlich melden? Die Sehnsucht nach Frieden und Heimat zerreißt mich dabei in zwei.
Die dunklen Haarsträhnen strich ich mir aus dem Gesicht, als zurück in mein Bett ging.
Die Stunden vergingen und doch fühlte ich mich innerlich tot. Die Wohnung hatte ich aufgeräumt, alles vorbereitet, als würde jemand vorbei kommen. Aber es würde niemand zurückkehren und schon garnicht von den Toten.
Das Kopftuch legte ich mir an und zog jenes eng um meinen Hals. Die Haustür hinter mir verschlossen machte ich mich auf meine Reise.
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Die Frau aus dem Orient
RomanceMein Land längst verloren im Krieg, meine Heimat ist tot. Der Schmerz der mir durch die Adern zieht ist dabei unbeschreiblich. Die Überlebenden längst verlassen von Gott. Oh meine wunderschöne Heimat du bist längst tot. Aran Theran
