Allein sitzt sie in der Dunkelheit. Der Boden und die beiden Wände, in deren Ecke sie sich gelehnt hat, ist schon ganz feucht vom Kondenswasser ihres Atems. Doch vielleicht kommt es ihr auch nur so vor. Sie hat lange nichts mehr berührt, was trocken war. Und sich nach Heimat anfühlt. Nach Zuhause. Sie erinnert sich fast nicht mehr an die weiche, trockene, nach Wildblumen duftende Wäsche, die ihre Mutter ihr immer auf ihr Bett gelegt hatte. Die Erinnerung an das, und vieles andere, ja fast alles andere, ist nun nicht mehr als ein dunkler Schatten, der sich ihr ab und zu über die Schulter legt und versucht, sie theatralisch werden zu lassen. Wie auch in diesem Moment. Ich denke wieder viel zu viel nach, sagt sie sich selbst. Doch sie weiß, sie kann es sich in dieser dunklen und nassen Hölle nicht leisten, theatralisch zu werden. Als sie diesen Gedanken zuende führt, muss sie beinahe etwas schmunzeln. Es kommt jedenfalls nahe an etwas wie ein Schmunzeln heran, doch eigentlich ist es nicht wirklich eines. Wer hätte gedacht, dass die Hölle garnicht brennend und glühend heiß ist,
sondern nass und modrig. Kalt und eng. Verbittert, denkt sie. Ihre eigene. Ganz. Persönliche. Hölle....
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Ihre Hölle
HorrorKalt. Dunkel. Allein. Kacys Welt in drei Worten. Ihre.Ganz.Persönliche.Hölle.
