Ein Tropfen viel von der Dachrinne hinunter auf die weiße Spitze meiner schwarzen Chucks... ich beobachtete schon länger wie die Regentropfen auf den Boden vielen und sich langsam kleine Pfützen bildeten. Ich versuchte meinen Kopf frei zu bekommen in dem ich dem Regen lauschte und auf meinem Block rum kitzelte. Ich riss das Blatt heraus zerknüllte es und warf es vor mich wo schon 3 oder 4 weitere durch genässte Papierkugeln lagen. Ich begann den Umriss einer Person auf meinen Block zu zeichnen. Sie war relativ klein und schien im ersten Moment Perfekt zu sein. Als ich erkann was oder besser gesagt wen ich da gerade gemalt hatte riss ich auch dieses Blatt heraus, zerknüllte es und warf es ebenfalls vor mich zu den anderen. Auf einmal vernahm ich Schritte. Ich kannte dieses Schrittmuster. Ich hielt Reflexartig den Block etwas höher, so dass man mein Gesicht auf anhieb nicht erkannt hätte. Dachte ich jedenfalls. Meine Vermutungen hatten sich bestätigt. Als ich den Block von meinem Gesicht wegnahm sah ich ein paar rote Nikes. Ich schaute weiter hoch und sah einen relativ kleinen aber ziemlich perfekten Mann. Den Mann denn ich gerade begonnen hatte zu zeichnen. Es war Alex, der gerade vor mir aufgetaucht war und mir seine Hand an bot. Ich schaute wieder runter zu meinem Block. Ich sah wie er seine Hand weg zog und einen Schritt nach rechts ging. Er bückte sich und setzte sich neben mich auf den Boden der Veranda. Er lehnte seinen Kopf an die Hauswand an und schielte zu mir hinüber. Mit seinen Fingern spielte er an seinem dreitagebart herum. Ich drehte meinen Kopf von ihm weg und legte ihn auf meine Knie. "Was willst du?!" Sagte ich schnippisch. "Wissen was los ist!" Erwiderte er. Mir kullerte eine Träne aus dem Auge die ich Blitzschnell wegwischte bevor er sehen konnte das ich weinte. "Ich hab's gesehen" sagte er mit ruhiger Stimme. Er rutschte etwas näher an mich heran und legte seinen Arm um meine Schultern. Ich vergrub meinen Kopf weiter in meine Knie so das ich nur noch schwarz sah. Alex beugte sich zu mir rüber "sag doch endlich mal was los ist!" Ich bewegte meinen Kopf wieder nach oben und drehte ihn zu Alex. "Ich...ich kann nicht mehr!" Sagte ich wehrend ich anfing mit weinen. Alex nahm mich in den Arm und tröstete mich. "Shhh, wir bekommen das schon hin. Zu zweit." "Das ist es nicht. Alex, ich liebe dich!" Sagte ich mit zitternder Stimme. Er schaute mich mit großen Augen an. Er ließ seine Kopf wider an die wand fallen und schloss seine Augen. Ich wusste nicht ob es eine erleichternde oder eine beschämende Reaktion war. Ich schaute ihn erwartungsvoll an. Er stand auf. Ich schaute zu ihm hoch. Mir war es peinlich das ich es ihm gesagt hatte. Er bot mir erneut seine Hand an. Dieses Mal nahm ich an und stand auf. Als ich mir den Dreck von der Hose abgeklopft hatte gingen wir rein. Drin angekommen setzte er sich auf's Sofa und signalisierte mir, mit einer leichten klopf Bewegung seiner Handfläche neben sich, das ich mich dazu setzten sollte. "Du musst wissen...ich liebe dich auch. Ich hatte nur Angst es dir jetzt, wo du eine schwere Zeit durch machst, zu sagen. Ich dachte das es im Moment nicht hierher passen würde." Mit einem leichten Kopfnicken versuchte ich ihm zu signalisieren das ich Verständnis für ihn hatte. "Ich verstehe dich.." sagte er sicher. "Du kannst mich nicht verstehen!" Sagte ich mit erhobener Stimme. "Niemand kann das! Ich werde bis zu meinem Lebensende in meinem dunklen Zimmer an der Wand hocken und über mein beschissenes Leben nach denken!" "Das stimmt nicht! Du hast doch jetzt mich!" "Ich hatte dich vorher auch schon und? Was hat es mir gebracht?! Nichts!" Er schaute mich verblüfft an. "Du bist ein unglaublich wichtiger Mensch für mich dem ich alles anvertrauen kann wenn ich es wollen würde es ist bloß das ich es nicht will da ich Angst habe dich zu verlieren da ich dich damit nerven könnte..." sagte ich besorgt. "Das ist der größte misst den ich je gehört habe! Ich bin froh wenn ich bei dir bin und dir helfen kann. Da nervst du mich doch nicht." Er sagte es mit einer so unglaublich liebevollen Stimme das ich beinahe dahingeschmolzen währe. Er umarmte mich. Ich fühlte mich gut wenn ich mit ihm redete. Ich fühlte mich lebendiger. Erfüllter. Wenn es ihm nicht gäbe währe ich wahrscheinlich nicht mehr auf dieser verblödeten Welt. Auch wenn ich jedes Mal Angst hatte ihn zu nerven mit meinen Problemen tat es jedes Mal gut sie raus zu lassen. "Ich hätte immer Angst zu nem Psychiater zu gehen aber seit ich dich kenne wirkt jedes treffen wie eine Fahrt durch meine Seele und das tut gut." "Das freut mich, das ich dir so viel helfen kann. Aber ich denke nicht das es allein ich bin der dir hilft, sondern auch du selbst diejenige bist die diene Seele von all den Sorgen und Steinen befreit die du in dein Weg gelegt hast." Nach diesen Satz herrschte zwischen uns eine ganze Weile stille. Ich starrte auf eine Ecke des tischen der vor uns stand. Ich erkann' das dort eine Einkerbung war. Ich erinnerte mich noch genau wie sie dorthinein gekommen war. "Damals, als es passiert ist",begann ich, "saß ich genau hier und hatte ein Glas in der Hand und als ich aufstehen wollte, rutschte ich auf meinen Socken aus die ich ausgezogen und auf den Boden geschmissen hatte. Ich schlug mit der Kante des Glases an die Kante des Tisches und so ist die Einkerbung entstanden." Alex nickte nur und sagte nichts. Ich hatte aber auch nicht erwartet das er etwas sagte. Er starrte weiter Löcher in die Luft. Ich tat es ihm gleich. Auf einmal Klingel es an der Tür. "Nicht ihr ernst!" Rief ich, stand auf und ging zur Tür. Alex schaute mir verwirrt hinterher. Als ich die Tür öffnete sprang mir ein Mädchen mit Tränen in den Augen in die Arme. Ich weinte mit. Sie war da! Endlich! Ich wollte gerade aus der Tür gehen als ich bemerkte das ich nich etwas vergessen hatte. Ich ging zurück zu Alex. Ich umarmte ihn und gab ihm einen Kuss. Zum Schluss flüsterte ich ihm noch ins Ohr: "Danke, dass es dich gibt!" Er lächelte. Im selben Moment machte ich auf dem Absatz kehrt und ging zurück zu Serena die an der Tür vor Niedlichkeit fasst gestorben währe. "So wir können!" Sagte ich und schloss hinter mir die Tür.
