Schlampe

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"Oh shit", fluchte ich leise vor mich hin. Nun lag ich hier. In einem fremden Bett, neben einer fremden Person. Ich löste ganz vorsichtig seinen Arm von meiner Taille, um aus dem Bett zu kommen. Sofort fing ich an meine Kleider zu sammeln. "oh Fuck fuck fuck", fluchte ich während ich meinen Schlüpfer anzog. "Klingt wie letzte Nacht", ertönte plötzlich eine sexy Morgenstimme. Vor Schreck hielt ich meine Kleider als Abdeckung meines Körpers. "Ich ähm-", begann ich zu stottern. Na toll Samira, sonst hast du doch auch eine große Klappe. Er lachte auf und stieg aus dem Bett. "Ist ja nicht so, als hätte ich deinen Körper nie gesehen", zwinkerte er mir zu. Ich senkte aus Scham meinen Blick und starrte auf den Boden, um ja nicht seinen durchtrainierten Körper der in Calvin Klein Boxershorts vor mir stand, zu betrachten. "Gestern warst du mhm wie soll ich es sagen? Offener",  flüsterte er mir zu. "Ich sollte gehen", sagte ich rasch, immer noch den Blick auf den Boden gerichtet und spielte nervös mit dem Bund meiner Jacke. Er legte behutsam eine Hand auf meine und mit der anderen hob er mein Kinn an. Da waren die braunen Augen von gestern Abend, die Bartstoppeln und sein verwuscheltes Haar.  "Gestern wolltest du noch unbedingt bleiben", grinste er und näherte sich mir. Zuerst hauchte er mir ins Ohr, was mir eine Gänsehaut bereitete. "Ich sollte wirklich..", versuchte ich Sätze zu bilden. "Mhm", stimmte er mir zu und setzte mir einen Kuss genau neben meine Lippen.

Aus Reflex schloss ich meine Augen und wartete ab. Plötzlich begann er zu lachen. Daraufhin öffnete ich meine Augen und schaute ihn verwirrt an. "Ich sagte dir doch, dass du Wachs in meinen Händen wirst", fuhr er lachend fort. "Ich meine du hättest jetzt grade dein Gesichtsausdruck sehen müssen, einfach nur unbezahlbar. Sieh zu dass du hier wegkommst hast mit deiner Anwesenheit schon mehr verseucht, als du denkst"  und zog sich ein T-shirt an. "Hier dein BH", warf er ihn mir zu. "75C nicht schlecht", zwinkerte er, bevor er im Badezimmer verschwand. "Achja", sagte er und hielt kurz inne. "Auf der Theke liegt Geld, genug für deine Leistung gestern Abend" und schloss die Tür.Den Tränen nah zog ich mich sofort um und stürmte aus dem Zimmer. Wie billig bist du Samira? Hast deine Jungfäulichkeit verloren. An wen? Du kennst nicht mal seinen Namen, so billig bist du. So fluchte ich weiter über mich, bis ich an einer Bushaltestelle ankam.

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Ich schloss ganz leise die Tür auf, ein Blick auf die Uhr veriet mir, dass es schon 4 Uhr am Morgen war. "Oooh sie hat den Weg Nachhause gefunden", lallte mein Vater und klatschte amüsiert. "Dad ich-", doch weiter kam ich nicht, denn mein Vater verpasste mir mal wieder eine Ohrfeige. "Wo warst du? Wo treibst du dich bis um diese Uhrzeit rum?", schrie er mich an. Ich schluckte schwer. "Wieso tust du mir das an? ", sagte er plötzlich sanft und nahm mein Gesicht in seine Hände. "Du hast nicht das Recht mir solche Sorgen zu bereiten", fuhr er flüsternd fort. "Es tut mir leid", brach ich heraus. "Es tut dir leid natürlich!", erhöhte er seine Stimme. "Deiner Mutter hat es aber nicht leid getan!", und stoßte mich auf den Boden. "und du siehst ihr verdammt ähnlich! Du mit deinen blauen Augen!" Er kam mir gefährlich nah und packte mich am Haar. "Und diese braunen lange Haare, ein Ebenbild von deiner Mutter!", schrie er erneut bis er sich direkt neben mir übergab. Diese Gelegenheit ließ ich mir nicht entgehen und rannte in mein Zimmer. Dort angekommen reichte ein Blick in den Spiegel schon aus. Um mir zu sagen wie dunkel meine Augenringe geworden sind. Wie meine Haare von allen Seiten absteht. Aber nicht nur das erkannte ich in dem Spiegel. Nein ich erblickte in die Augen einer Schlampe, die alkoholisiert ihre Jungfräulichkeit verlor. Für irgendein Arschloch von der Party. Ich begann zu weinen. Nein weine nicht Samira. Wenn du jetzt weinst, heißt es du hast verloren. Bald ist das alles vorbei, wenn  das Vorstellungsgespräch heute gut läuft, bist du in null komma nichts hier draußen. Ich verschwand im Badezimmer, denn in nicht mal 2 stunden würde sich mein Leben verändern.

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"Samira Bosti", stellte ich mich an der Rezeption vor. "Ich bin hier wegen einem Vorstellungsgespräch", fügte ich lächelnd hinzu. "Mister  Arwan ist grade in einem Gespräch, wenn sie also für 5 Minuten Platz nehmen würden", entgegnete sie mir freundlich und deutete auf die leeren Plätze.  Ich nickte ihr zu ehe ich Platz nahm. Okey kein Grund zur Aufregung sie werden dich schon nicht fragen, ob du noch Jungfrau bist. Du bist hier weil du dich als eine kreative Modedesignerin bewerben willst. Es ist alles okay. "Miss Bosti, Mister Arwan ist nun bereit für Sie", ertönte eine mir bekannte Stimme. Schnell stand ich auf, rückte mir mein Rock zurecht und ging auf die Tür zu. Doch ehe ich klopfen konnte wurde sie von einer Blondine in einem knappen und viel zu engen Kleid geöffnet, die grade dabei war ihren verwischten Lippenstift wieder zu säubern. Trotz offener Tür klopfte ich dennoch an der Tür. "Herein", ertönte eine tiefe und raue Stimme. "Hallo Mister Arwan, mein Name ist Sami-", weiter kam ich nicht, denn ich blickte in die selben braunen Augen wie heute morgen. "Du?!", riefen wir uns beide entsetzt entgegen. Er stand auf und schloss die Tür hinter mir zu. "Was machst du hier?!", zischte er. "Ich-", begann ich zu stammeln. " Warst du unzufrieden mit der Geldsumme? Wie kannst du dich trauen hierher zu kommen!", schrie er mich an. "Wenn das rauskommen sollte, ist mein Ruf sowie der Ruf der Firma hin verstehst du?", ging er sich energisch durch die Haare. "Wie solltest du auch? Du bist nur eine Schlampe von der Straße" und deutete auf meinen Rock. "Ich schreib dir gern einen Scheck aus, aber ich will nicht dass du wieder ein Fuß in diese Firma setzt.", beruhigte er sich wieder und unterschrieb einen Zettel, den er mir dann reichte. Mit Tränen in den Augen starrte ich ihn an. Er hielt mich für eine Schlampe. In seinen Augen bin ich eine Schlampe. "Na mach schon", gab er genervt von sich. Ich nahm den Scheck riss ihn in zwei Hälften und schmiss die Teile in sein Gesicht und verpasste ihm eine Ohrfeige. "Wer glaubst du wer du bist?!", schrie ich ihn an. "Mein Name ist Samira Bosti und ich bin keine Schlampe! Ich bin nicht hier weil ich mit dir schlafen will du Arsch. Denn ob du es glaubst oder nicht, existieren noch andere Arten von Menschen in deinem Umfeld die nicht zur Kategorie Schlampe fallen. Aber davon hast du ja keine Ahnung, denn du hast Geld! Nur ein Schnipps reicht dir schon aus, um aus einem Straßenmädchen eine Stripperin zu machen. Ja ich habe mit dir geschlafen und ja ich bereue es zu tiefst! Ich hasse mich dafür, dass ich meine Unschuld grade an dir verloren habe!", schrie ich ihn an, schmiss meine Bewerbungsmappe auf den Boden und verließ das Büro.

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⏰ Last updated: Apr 15, 2017 ⏰

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