Ich legte meine Hand auf die kalte Glasscheibe die uns voneinander trennte. Die emotionale Scheibe, von dir hervorgerufen, durch die du dich selber vor Schmerzen durch anderer schützt. Ich wusste dass du voller Schmerz und Trauer warst, deine Augen haben es mir verraten während du zu lächeln schienst. Wirst du mir je dein wahres Gesicht zeigen? Ich wollte dir so gerne nahe sein, dir genauso wichtig sein wie du mir wichtig warst. Ich wollte für dich da sein, doch du ließt mich nicht an dich heran. Ich klopfte gegen die Scheibe, du sahst mich an. Ein Lächeln auf den Lippen, sagtest ich solle mir keine Sorgen um dich machen. Tränen liefen mir über die Wange. Ich schrie dich an, wieso du mir kein Vertrauen schenktest. Wieso dir andere näher waren als ich es war. Wieso ich nicht gut genug war um in dein Herz zu kommen. Ich schlug gegen die Scheibe, ein Riss entstand. Ich sah dich an, dir lief eine Träne über die Wange. Ich stockte, meine Hand noch immer an der Einschlagsstelle liegend, sah dich an. Stille. So sehr ich es auch wollte, ich konnte dich nicht dazu zwingen mich an dich heran zu lassen, auch wenn es mich verletzte dir nicht so nahe sein zu können wie du mir unwissend nahe warst. Ich nahm meine Hand runter, lehnte meinen Kopf an die Scheibe und lächelte tränend. Ich würde es weiterhin in kauf nehmen vor einer schmerzhaften, abweisenden und kalten Wand zu stehen, solange es dich dadurch nicht verletzen würde. Du wärst es mir wert solange zu warten, und dennoch nichts weiteres als die Hoffnung zu bewahren, bis sich irgendetwas irgendwann verändern würde. Du kamst auf mich zu, lehntest dich mit dem Rücken gegen die Scheibe. Auch ich drehte mich um und lehnte nun mit dem Rücken gegenüber von dir an der Scheibe. Dies war der einzige Weg dir nahe zu sein..doch du bist und bleibst für mich unerreichbar.
