Throughout The Years

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A/N: Hallöchen, liebe Leute! Ich habe schon ewig lange nichts mehr geschrieben, aber jetzt gibt's wieder was von mir zu lesen. :) Ehrlich gesagt finde ich selbst die Geschichte nicht soo gut, aber ich habe damit den zweiten Platz beim Wettbewerb bekommen. :D Mich hat das irgendwie überrascht... Aber bildet euch doch selbst eine Meinung und schreibt mal ein Review, was euch gefällt und was weniger. Hier ist meine Geschichte zu 'Mit dem Zeitumkehrer ins Jahr 2017', viel Spaß!

Disclaimer: Die Charaktere dieser Geschichte - ausgenommen Alyson - gehören Joanne Rowling. Ich habe sie mir lediglich "ausgeliehen". Falls jemand den Charakter Alyson verwenden möchte (woran ich zweifle XD), bitte ich ihn oder sie darum, mich um Erlaubnis zu fragen.



Die Haustür flog auf und eine etwas gehetzt aussehende Alyson Melody Potter trat ein. "Bin da!", rief sie.

"Du hattest doch gesagt, du würdest heute früher kommen.", meinte ihr Mann James vorwurfsvoll, während er zu ihr in den Flur kam. "Und überhaupt, warum arbeitest du am einunddreißigsten Dezember?"

"Das habe ich dir doch schon erklärt, es war dringend!", kam die Antwort. "Die Kinder...", setzte Alyson dann an. "Ich habe sie schon zu meinen Eltern gebracht.", unterbrach James sie. "Oh.", sagte sie nun doch etwas schuldbewusst. "Na ja, sie haben sicher Spaß bei Harry und Ginny."

Eine Weile schwiegen sie. Alyson wollte ihren Mantel ausziehen, doch James hielt sie mit einer Handbewegung davon ab.

Trotz ihrer Verwunderung sagte sie nichts und wartete, dass ihr Mann sich ebenfalls warm angezogen hatte. Er steckte seinen Zauberstab in die Jackentasche, was sie mit hochgezogener Augenbraue quittierte.

Nachdem sie das Haus verlassen hatten, sah der Zauberer sich kurz um, nahm dann Alysons Ellenbogen und desapparierte mit ihr.

Es war dunkel. Alyson konnte überhaupt nichts sehen. Noch nicht einmal James, obwohl er direkt neben ihr stand, was sie wusste, weil sie seinen Atem hörte.

Ziemlich planlos kramte sie nach ihrem Zauberstab. Als ihre behandschuhten Finger ihn gefunden hatten, flüsterte sie - fast gleichzeitig mit James: "Lumos!"

Ihre Gesichter wurden beleuchtet. "Was soll das? Wo sind wir hier? Und warum-" Mit einem Lächeln sagte James: "Lumos Maxima"

Auf einer Wiese standen die beiden. Ein paar Bäume waren in der Nähe. Etwas weiter weg könnte Alyson einige Häuser ausmachen.

"Erkennst du den Ort nicht?" Sie sah sich um. "Doch...", sagte sie dann zögerlich. "Hast du hier nicht mit deiner Familie gewohnt, als wir noch in Hogwarts waren?" Er nickte. "Komm, lass uns ein Stück gehen!"

Nachdem James sein Zauberstablicht wieder etwas verdunkelt hatte, bat er seiner Frau einen Arm an, doch sie ignorierte die Geste. Er lenkte seine Schritte in Richtung des Dorfes.

"James, es ist ja schön hier und alles, aber hättest du vielleicht die Güte, mir zu sagen, was wir hier wollen?" Die beiden waren unter einem Baum angekommen und als James stehen blieb, hielt auch Alyson an und warf ihm einen fragenden und leicht vorwurfsvoll Blick zu.

Er seufzte und holte dann Luft. "Alyson... Ich weiß nicht, ob du es überhaupt gemerkt hast, aber... wir haben uns ziemlich auseinandergelebt in den letzten Jahren." Alyson schwieg. In der Ferne schoss ein erster Feuerwerkskörper in die Luft und explodierte in grün-blau, doch James und Alyson gingen nicht darauf ein.

"Ich finde...", setzte James wieder an. "Ich finde das sehr schade, weißt du." Alyson senkte den Kopf. "Hm.", war ihr einziger Kommentar. "Weißt du noch, wie's früher war...?" Er wies mit der Hand in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Alyson wusste nicht, was er damit sagen wollte, schwieg aber weiterhin.

James holte etwas aus seiner Jackentasche und hielt es in das Licht seines Zauberstabs, damit sie es erkennen konnte. Ein Zeitumkehrer. "Ich dachte, das Ministerium hätte alle vernichtet!"

James begann, an dem Zeitumkehrer herumzuschrauben und hielt dann Alyson einen Teil der Kette hin. "James!", protestierte sie. "Wer weiß, was passieren kann!"

Ein paar Leute näherten sich der Rasenfläche. Männer, Frauen, Kinder, sie alle sahen fröhlich aus und einige trugen Zauberstäbe vor sich, die wie Wunderkerzen Funken sprühen.

Das Potter-Ehepaar war kurz abgelenkt. "Das Silvesterfest. Das gibt es also immer noch!", sagte James lächelnd. Dann wandte er sich wieder dem magischen Objekt in seinen Händen zu. Entschlossen warf er sich und seiner Frau die Kette um und drehte an einem kleinen Rädchen.

Alyson war noch nie durch die Zeit gereist; ein leichtes Schwindelgefühl überkam sie. So schnell wie es gekommen war, verging es auch schon wieder.

Sie standen auf derselben Wiese unter demselben Baum. Auf dem Platz vor ihnen waren viele feiernde Hexen und Zauberer. Sie aßen und tranken, manche schossen Feuerwerkskörper in die Luft und einige tanzten zu Schlagerliedern, die normalerweise niemand leiden konnte.

Alyson entdeckte einen Jungen, der ein gleichaltriges Mädchen fragte, ob sie mit ihm tanzen wolle. Er war ziemlich schüchtern, was so gar nicht zu seinem üblichen Verhalten passte. Unweit von den beiden standen Harry und Ginny Potter und sahen mit einem wissenden Lächeln zu ihnen hinüber.

Der Junge und das Mädchen begannen, etwas ungeschickt miteinander zu tanzen und schauten sich verlegen an.

Alyson spürte eine sanfte Berührung an ihrer Hand und sah zu James. Sie ging auf die stumme Aufforderung ein und die beiden begannen ebenfalls - um Einiges weniger ungeschickt als die Kinder - zu tanzen.

"Wir waren dreizehn Jahre alt.", hob James an. "Deine Eltern mussten über die Winterferien zu deinen Großeltern nach Amerika und konnten dich nicht mitnehmen. Also habe ich dich gefragt, ob du nicht mit zu mir kommen willst." Alyson erinnerte sich.

"Ich war total aufgeregt, als du mich gefragt hast. Einerseits war ich noch nie über längere Zeit bei jemand Anderem gewesen, andererseits war ich bis über beide Ohren in dich verliebt." Sie lächelte. "Also habe ich ja gesagt."

"Es ist so schön hier... Die Leute sind nett. Ich mag dein Dorf!", sagte das Mädchen mit unverkennbarem amerikanischen Akzent zu dem Jungen, der strahlte wie ein Honigkuchenpferd.

"Diesen niedlichen Akzent hast du nie komplett abgelegt.", meinte James.

Das Lied endete und die Menschen hörten auf zu tanzen. "Alyson Melody Fabray, du... du bist wunderschön! ", sagte der Junge und lief knallrot an. Das Mädchen lächelte und bekam ebenfalls rosafarbene Wangen, was jedoch auch an der Kälte hätte liegen können.

"Du bist wunderschön.", wiederholte der ältere James flüsternd.

Ein Zauberer mit verstärkter Stimme startete einen Countdown und Einige fielen lautstark ein. Das Mädchen und der Junge grinsten sich an.

"Drei! Zwei! Eins! ...NULL! ZWEITAUSENDSIEBZEHN!!!"
Von allen Seiten waren Neujahrswünsche zu hören.

Der Junge hatte Mut gefasst, er beugte sich vor und küsste das Mädchen direkt auf den Mund. Alyson grinste, als sie sich an den Moment und das Gefühl erinnerte. "Unser erster Kuss...", murmelte James. Über dem jungen Paar explodierte eine Rakete in rot und formte sich zu einem Herzen. "Wie kitschig.", kommentierte Alyson und musste lachen.

Sanft legte James eine Hand unter ihr Kinn und hob es an, sodass sie einander ins Gesicht sahen. Und dann küsste er sie. In Alyson erwachte ein Gefühl, das sie schon lange nicht mehr verspürt hatte. Es war, als würden tausend Schmetterlinge durch ihren Bauch flattern. Ein Gefühl, das sie sehr vermisst hatte. Ein Gefühl, das sie sehnsüchtig erwartet hatte. Ein Gefühl, das nun endlich wieder da war.

Als sie sich voneinander lösten, waren sie wieder in ihrer eigenen Zeit. In der Gegenwart. In der Zukunft. Wie auch immer man es sah.

Sie lächelten sich an. Alyson war einfach nur glücklich. Es schien schon nach Mitternacht zu sein, denn die Zauberer und Hexen tauschten auch hier Neujahrswünsche aus.

"Frohes neues Jahr."

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