Hey an alle, die das hier lesen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen einer meiner ersten Geschichten. Deshalb fände ich es toll, wenn ihr mir Feedback in den Kommentaren geben könntet. Danke!
Der Nebel hängt schwer über dem Boden, auf dem sich eine Gestalt krümmt. Der Schmerz schießt durch ihren Körper ...
Plötzlich wachte ich schreiend auf. Noch benommen vom Schlaf fragte ich mich, was das denn gewesen war, als meine große Schwester Melly ins Zimmer gestürmt kam, mich nur ansah, seufzte und sagte:„ Du hast es schon wieder getan, oder? Du warst schon wieder weg?" Beantworten konnte ich es nicht, doch der sehr reale Schmerz sagte mir, dass genau das der Fall war. Melly musste es wohl an meinem verstörten Gesichtsausdruck gesehen haben, denn sie setzte sich neben mich und nahm mich in den Arm. „Ist ja schon schwer, das einzige Elternteil, das man noch gehabt hatte, durch dessen eigenen Willen zu verlieren. Und jetzt hast du noch diese realen Albträume."
Ich wusste es doch, dass Melly mich nicht für voll nahm. Doch das, was ich quasi jede Nacht erlebte, lehrte mich eines besseren. Es war, als ob ich den Körper wechseln würde. Und ich schlüpfte immer in den selben. Den von meinem Dad.
Als ich am Morgen aufwachte, fühlte ich mich wie gerädert. Diese Wechsel hatten es in sich. Nachdem ich mich aus dem Bett gequält hatte, machte ich mich fertig, frühstückte ich und lief zur Schule. Ein neuer, langweiliger und sinnloser Tag. Man sollte das Leben schließlich solange genießen und ausnutzen, bevor man dessen Sinn aus den Augen verliert und einen Schlussstrich zieht. So wie mein Vater, das einzige Familienmitglied das ich noch gehabt hatte, bevor er sich umbrachte. Seitdem lebten Melly und ich bei Pflegeeltern, die uns in einer unausgesprochenen Vereinbarung in Ruhe ließen und wir im Gegenzug sie auch.
Auf dem Schulweg kam mir Daniel entgegen, ein ehemaliger Nachbar, der mich nicht in Ruhe lassen konnte, so oft ich es ihm auch sagte.„ Hey Amy, wie geht's?" „ Genauso beschissen wie eh und je, Dan ", antwortete ich. Und trotzdem war er mir irgendwie ans Herz gewachsen. Schweigend brachte ich den Schulweg hinter mich, während Dan pausenlos auf mich einredete, ob ich nicht auch zum Herbstball gehen wollte. „ Ich habe doch schon gar niemanden, der mit mir hingehen würde ", entgegnete ich. „ Ich würde mit dir hingehen ", antwortete er mir schüchtern. „ War das etwa gerade eine Einladung zum Ball, Daniel McCain?", fragte ich ihn lachend. Doch zu einer Antwort sollte er nicht mehr kommen.
Plötzlich bremste vor uns abrupt ein schwarzer Geländewagen, die Türen flogen auf und wie in Agentenfilmen sprangen in Anzüge gekleidete Männer heraus. Doch was als nächstes geschah, konnte keiner ahnen. Sie schnappten mich und schubsten mich ins Auto. Ich sah noch Dan hilflos herumstehen, bevor die Türen mit etwas endgültigem zuschlugen und wir davonfuhren.
Drinnen versuchte ich währenddessen an mein Handy zu gelangen, was in meiner Hosentasche steckte. Doch einer dieser Entführer, die auf den zweiten Blick sogar in etwa in meinem Alter, also 17 Jahre, waren, hielt grinsend etwas in die Höhe, was ich als mein Handy identifizierte. „ Suchst du das hier?", fragte er mich mit einem dämlichen Grinsen im Gesicht. „ Gib das sofort her, du Pavian!", schrie ich ihn an. „ Damian, hör auf sie zu verärgern", kam es vom Fahrersitz. Dieser alte Mann, der dort saß, schien eine gewisse Autorität zu besitzen, da dieser Damian aufhörte zu grinsen, meine SIM-Karte herausnahm und mir mein Handy zurückgab. „ Was soll das", giftete ich ihn an „ so bringt es mir ja gar nichts. " Er sah mich entschuldigend an und murmelte etwas von Vorschrift und nur zu deinem Besten. Doch das sagten schon regelmäßig die Erwachsenen und mir reichte es. Schließlich war ich entführt worden.
Ich wollte gerade anfangen mich aufzuregen und ein Riesentheater zu veranstalten, da rief der Fahrer Damian und seinen Freunden zu:„ Sie fängt an sich aufzuregen. Stellt sie ruhig." Und was fiel diesem Schwachkopf Damian ein? Plötzlich spürte ich seine Lippen auf meinen. Mein Körper reagierte automatisch und gab sich dem Kuss hin. Als sich jedoch mein Kopf einschaltete, kam es mir in den Sinn, dass ich gerade einen meiner Entführer küsste und wich zurück. Geschockt blickte ich ihn an, als vom Fahrersitz ein „ Gut gemacht, sehr elegant gelöst. " kam und ein Lächeln sich auf seinem Gesicht ausbreitete. Den Rest der Fahrt ins Ungewisse war ich still, geschockt über diesen Verlauf des Morgens.
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Wechsel
FantasyKönntest du dir vorstellen, deinen Körper, dein Leben plötzlich zu verlassen um in eine andere Person zu schlüpfen? So geht es Amy, denn sie erfährt nun das erste Mal, dass sie eine Gestaltenwandlerin ist. #1 in bittersüß (03.07.2019)
